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Plakat, Bell, 1939
Herbert Leupin
Plakat, Bell,
Herbert Leupin,

Plakat, Bell,
1939

Herbert Leupin
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Bell Herbert Leupin
  • Bell Herbert Leupin
  • Bell Herbert Leupin
  • Bell Herbert Leupin
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Die 1869 in Basel gegründete Metzgerei Bell, heute ein international tätiges Unternehmen, engagierte bereits früh führende Plakatgestalter für ihre Werbung. 1939 arrangierte Herbert Leupin (19161999) liebevoll Wurstscheiben und Speck auf einem Holzbrettchen und setzte dabei ganz auf die Fleischeslust der Kriegsgeneration.

Das Gürkchen setzt in der rosaroten Farbpalette von Herbert Leupins Stillleben einen markanten Farbakzent. Leupin, der über Jahrzehnte hinweg ein Ein-Mann-Atelier in Basel betrieb, gilt vielen Gestaltern und Werbern als Vorbild. Wie kein Zweiter verstand er es, mit populären Produktplakaten den Zeitgeist zu treffen. Das Bell-Plakat, in der fotografischen Dingtreue der Neuen Sachlichkeit ausgeführt, zählte zu seinen ersten Erfolgen. Neben grossem handwerklichen Können war es auch werberisches Denken, das Leupin auszeichnete. Seine Markennamen und -persönlichkeiten sowie einprägsamen Slogans waren ganz der Emotionalisierung verpflichtet.
Für sein Bell-Plakat verzichtete Leupin auf jeglichen Text, verwendete den erst 1938 von Paul O. Althaus entworfenen Schriftzug jedoch als Brandstempel auf dem Schneidebrett. Die grosse Kundennachfrage nach dem Brettchen führte Bell erst zur Produktion des Merchandising-Artikels, welcher auf Leupins Salami-Plakat von 1948 schon ganz selbstverständlich auftaucht. (Bettina Richter)

Plakat, Bell, 1939
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Herbert Leupin
Auftrag: Bell AG, Basel, CH
Material / Technik: Lithografie
127 × 90 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Karl Lüönd, Charles Leupin, Herbert Leupin. Plakate, Bilder, Graphiken, Basel/Berlin 1995.

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Herbert Leupin, Poster Collection 28, Zürich 2016.

http://poster-auctioneer.com/flip_book/cat/plakatgestalter

Claudia Steinfels, Herbert Leupin 1916–1999, Werbegrafiker. Sein Leben, sein Werk, seine Bedeutung, Dissertation, Zürich 2003.

Biografieo
Herbert Leupin
Herbert Leupin
*1916 in Beinwil am See
†1999 in Basel

Herbert Leupin zählt zur Basler Schule, die in den 1930er- und 1940er-Jahren eine führende Rolle in der Schweizer Werbegrafik spielte. Seine Ausbildung begann an der Kunstgewerbeschule Basel, wo die Lehrer Paul Kammüller und Theo Eble zu wichtigen Impulsgebern wurden. Ein Praktikum im Atelier Eidenbenz brachte Leupin den Zugang zur werbegrafischen Praxis. 1936 führte ihn ein Stipendium an die auf grafische Zeichnung spezialisierte École Paul Colin in Paris. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz arbeitete Leupin für kurze Zeit im Atelier von Donald Brun, eröffnete aber bereits 1938 sein eigenes Studio in Augst. Dort widmete er sich fortan dem gesamten Spektrum der visuellen Kommunikation, gestaltete beispielsweise Inserate, Buchillustrationen und Schallplattenhüllen. Das Plakat blieb jedoch die Königsdisziplin in seinem Schaffen. Erst ab dem Ende der 1960er-Jahre nahm die freie künstlerische Tätigkeit verstärkt Raum ein. Leupin schuf mehr als 1000 Plakate. Beginnend mit naturalistischen Arbeiten im Stil des Sachplakats fügte er diesen bald einen subtilen Humor und Bildwitz bei. Leupins lilafarbene Milka-Kuh oder sein Seehund und Clown als Werbeträger des Circus Knie zählen bis heute zu den unverwechselbaren Figuren der Werbegeschichte. In den seriellen Plakaten für die Zigarette Roth-Händle beispielsweise, die wechselnde Bildideen mit Wiedererkennbarkeit verbinden, sind bereits Marketingstrategien heutiger Corporate-Identity-Konzepte angelegt. Bereits 1939 gewann Leupin mit seinem Plakat für das Eidgenössische Schützenfest von Luzern einen Preis, zahlreiche weitere folgten. Allein 89 Plakate aus seiner Hand zählten zu den jeweils besten ihres Jahrgangs bei den Auszeichnungen des Eidgenössischen Departements des Innern, aber auch auf internationalen Plakatfestivals gehörte Leupin immer wieder zu den Preisträgern. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Karl Lüönd, Charles Leupin, Herbert Leupin. Plakate, Bilder, Graphiken, Basel/Berlin 1995.
http://poster-auctioneer.com/flip_book/cat/plakatgestalter

Porträt Herbert Leupin
Abbildung: tageswoche.de / Fotografie: Kurt Wyss

Legendeno

Plakat, Bell, 1939, Schweiz, Gestaltung: Herbert Leupin
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Bell – Bindoni, 1948, Schweiz, Gestaltung: Herbert Leupin
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Bell – Mortadella, 1950, Schweiz, Gestaltung: Atelier Eidenbenz / Hermann Eidenbenz
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Bell, 1948, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Bell, 1966, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK