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Stehleuchte, Guggerli, 1966
Rosmarie Baltensweiler
Stehleuchte, Guggerli
Rosmarie Baltensweiler,

Stehleuchte, Guggerli,
1966

Rosmarie Baltensweiler
*2021
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
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Das Gestalterpaar Rosmarie (geb. 1927) und Rico Baltensweiler (1920–1987) begann 1951 mit der Entwicklung und Produktion funktionaler und formschöner Leuchten. Mit der humorvollen Kunststoffleuchte Guggerli gelang es ihnen, eine Prise buntes Space Design in die fortschrittlichen Schweizer Wohnzimmer zu bringen.

In den 15 Jahren nach dem Entwurf der Stehleuchte Type 600 bauten Rosmarie und Rico Baltensweiler «im Spannungsfeld zwischen Zweck und Herstellbarkeit» eine ganze Familie von optisch leichten Gelenklampen auf. Der hohe Anteil an maschinenunterstützter Handarbeit prägte das Design ebenso wie die Qualität der Produkte. Die Werkzeuge waren selbst gefertigt, sogar das Dach über der Werkstatt war selbst gebaut. Der Einsatz von hochwertigen Halbfabrikaten ermöglichte rationelles Fabrizieren von mittelgrossen Serien. Die einmal definierten Komponenten tauchten in modifizierter Form immer wieder auf und bestimmten die Identität der Produkte. Noch bevor sich das Atelier zu Beginn der 1970er-Jahre durch die Auseinandersetzung mit neuen Leuchtmitteln und mit Fragen der spezifischen Arbeitsplatzbeleuchtung zu gänzlich neuen Experimenten anregen liess, brachte es 1966 die erstaunlich andersartige Modellreihe Guggerli auf den Markt. Es handelte sich um weisse oder farbige Standrohre aus Kunststoff mit gerundeten Ausschnitten und heiss eingeformten Glaskugelträgern. Die beliebig richtbaren Glaskugeln waren mit Spot- oder Normalglühlampen ausrüstbar. Die Produktereihe umfasste das Nachttischlämpchen mit einer einzigen Kugel ebenso wie den Leuchtturm mit bis zu acht Lampenstellen. Das farbenfrohe skulpturale Guggerli verkörperte den Geist des Pop-Zeitalters ebenso präzise wie zuvor die Type 600 jenen des nomadischen Wohnens. Kein Wunder, wurde es bald an der renommierten New Yorker Madison Avenue verkauft. (Arthur Rüegg)

Stehleuchte, Guggerli – Leuchtturm L5, 1966
Entwurf: Rosmarie Baltensweiler, Rico Baltensweiler
Herstellung: Baltensweiler AG, Ebikon, CH
Material/Technik: PVC; Opakglas (Reflektor)
110 x 17.5 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 224.

Wohnen heute 7, Warenkatalog des Schweizerischen Werkbundes, 1969/70, Niederteufen 1970, S. 54f.

Baltensweiler AG, Atelier für Beleuchtungstechnik, Firmenbroschüre, 1996.

Christina Sonderegger, «Stehleuchte Modell 600, 1950/51. Rosmarie und Rico Baltensweiler», in: Rüegg, Arthur (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel / Boston / Berlin 2002, S. 168f.

Biografieo
Rosmarie Baltensweiler
Rosmarie Baltensweiler
*1927 in Bremgarten

Ihre erste Leuchte, Type 600 genannt, kreierten Rosmarie und Rico Baltensweiler 1950 für den Eigenbedarf. 1951 ging diese in Kleinserien für die Zürcher Wohnbedarf AG in Produktion, ab 1958 vertrieb Knoll International eine überarbeitete Version davon. Die Stehleuchte ist sowohl als indirekte Raumbeleuchtung als auch als stimmungsvolles Akzentlicht einsetzbar und besticht durch ihre optisch leichte und bewegliche Konstruktion. Danach folgten bald zahlreiche weitere Leuchtenserien. Seit Beginn der 1970er-Jahre setzte sich das Ehepaar mit neuen Leuchtmitteln und der Produktion spezifischer Arbeitsplatzleuchten auseinander. So verwendeten sie 1972 als erste Produzenten in der Schweiz für die Leuchte Halo 250 einen 250-Volt-Halogenbrenner mit einer besonders langen Lebensdauer. Die Halogenleuchte wurde das meistverkaufte Produkt von Baltensweiler. Seit den 1960er-Jahren übernahmen Rosmarie und Rico Baltenweiler auch Lichtplanungsaufgaben für öffentliche Bauten wie beispielsweise das Stadttheater und Kunsthaus Luzern (1969) und das Schauspielhaus Zürich (1975). Neben der Produktion alter Baltensweiler-Klassiker leistete das Gestalterpaar immer wieder Pionierarbeit, so auch mit der Stehleuchte Aladin (1986), der ersten Büroleuchte mit Kompaktstofflampen, die zum Standard für Büroleuchten wurde. Nach dem Tod von Rico Baltensweiler 1987 wurde der Betrieb in eine Familien-AG umgewandelt. Der Erfolg mit den Energiesparleuchten Aladin und Eco zog eine Betriebserweiterung zwischen 1987 und 1995 nach sich, 1996 wurde ein Neubau in Ebikon bezogen, in dem sich Design und Produktion unter einem Dach abspielen. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Arthur Rüegg (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel/Boston/Berlin 2002.

Porträt Rosmarie Baltensweiler
Abbildung: baltensweiler.ch / Fotografie: unbekannt

Legendeno

Stehleuchte, Guggerli – Leuchtturm L5, 1966, Entwurf: Rosmarie Baltensweiler, Rico Baltensweiler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stehleuchte, Guggerli – Leuchtturm L2, 1966, Entwurf: Rosmarie Baltensweiler, Rico Baltensweiler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Seite aus SWB Warenkatalog – Wohnen heute 7, mit Modellreihe Guggerli, 1969/70, Herausgabe: Schweizerischer Werkbund SWB
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK