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Plakat, Kaffee Hag, 1913
Ludwig Hohlwein
Plakat, Kaffee Hag
Ludwig Hohlwein,

Plakat, Kaffee Hag,
1913

Ludwig Hohlwein
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Kaffee Hag Ludwig Hohlwein Plakat
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Ludwig Hohlwein (1874–1949) zählte in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten deutschen Plakatgestaltern. Kennzeichnend für ihn sind Ganzfiguren, die in der Zeichnung nur Andeutung blieben und dennoch durch Haltung und Kleidung eine präzise soziale Zuordnung vorgeben. Seine Werbung für Kaffee Hag ist charakteristisch für diese visuelle Strategie.

Ein Herr in elegantem Tennisanzug, den Schläger locker unter den rechten Arm geklemmt, gönnt sich eine Pause mit einer Tasse Kaffee. Sein markantes Profil und die korrekte Frisur kennzeichnen sein soziales Milieu ebenso wie Kleidung und Freizeitsport. Ludwig Hohlwein, der seit 1906 in München lebte und fast zufällig an erste Aufträge gelangte, erwies sich rasch als begnadeter Plakatgestalter. Seine Figuren beherrschen die gesamte Fläche, auf überflüssige Details wird verzichtet. Damit bediente Hohlwein die für das Medium entscheidende Fernwirkung. Auch sein Kaffeetrinker entsteht nicht aus dem Umriss, sondern rein aus gegeneinandergesetzten Farbflächen. Ungewöhnlich ist bei Hohlwein auch die immer äusserst delikate Farbgebung, die sich hier in der Hautfarbe des Mannes ebenso zeigt wie an seinem Anzug, der sich nur subtil vom Hintergrund absetzt. Während Hohlweins Zeitgenosse Lucian Bernhard (1883–1972) im Sachplakat das Produkt in den Vordergrund rückte und auf die Darstellung des Konsumenten ganz verzichtete, liess Hohlwein diese stellvertretend für einen bestimmten Lifestyle auftreten. Neben den Repräsentanten dieses Lifestyles selbst konnten es aber auch dunkelhäutige Dienstboten sein, die diesen illustrieren. Das Kaffee Hag-Logo findet sich auf der Tasse angedeutet, auch seine eigene Signatur, ergänzt durch seinen Schaffensort München, setzte Hohlwein stets in Form eines Logos auf seine Plakate. Sein Markenzeichen waren die als diagonale, überlängte Striche gezeichneten Umlautpunkte.Bettina Richter

Plakat, Kaffee Hag, 1913
Erscheinungsland: Deutschland
Gestaltung: Ludwig Hohlwein
Auftrag: Kaffee Hag, München, DE
Material/Technik: Lithografie
90 x 60 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Kunst und Gewerbe (Hg.), Plakatkunst von Toulouse-Lautrec bis Benetton, Köln 1995, S. 62f.

Legendeno

Plakat, Kaffee Hag, 1913, Deutschland, Gestaltung: Ludwig Hohlwein
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Riquet Tee – Kräftig – Aromatisch, 1926, Gestaltung: Ludwig Hohlwein
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK