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Plakat, Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza, 1957
Max Huber
Plakat, Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza
Max Huber,

Plakat, Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza,
1957

Max Huber
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza Max Huber Plakat
  • Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza Max Huber Plakat
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Max Huber (1919–1992) prägte mit seinem Schaffen die Mailänder Grafik der Nachkriegszeit. Er galt vielen als Botschafter des objektiven Swiss Style. Sein Plakat für die Lotteria di Monza von 1957 illustriert jedoch beispielhaft, dass Huber es verstand, italienische Einflüsse und schweizerische Wurzeln zu einem ganz neuen individuellen Ausdruck zu verbinden.

Mit dem Autodromo Nazionale di Monza verband Max Huber eine langjährige Zusammenarbeit. Das Eröffnungsrennen dieser Motorsportrennstrecke im Königlichen Park von Monza fand 1922 statt. Seit 1950 wird ebendort als Gran Premio d’Italia jährlich ein Formel-1-Rennen durchgeführt. Hubers erstes Plakat für das Autodromo stammt von 1948 und zeigt dynamisch geschwungene Farbstreifen und räumlich in die Tiefe rasende Buchstaben, die die Geschwindigkeit ins Bild übersetzen. Diesem Gestaltungsprinzip von diagonal gesetzter Schrift, die sich mit den Kurven der Rennstrecke kreuzt, blieb Huber auch bei weiteren Auftragsarbeiten für das Autodromo treu. Im Plakat von 1955 illustriert ein aus der Horizontale gekippter fotografischer Ausschnitt das horrende Tempo, während Huber 1957 beide Ansätze dieser Vorgängerplakate verband und damit auch digitale Manipulation vorwegzunehmen schien. Foto, Typo und Grafik ergeben nun ein ganz neues Bild, das erzählerischen Realismus und Abstraktion vereint. Transparente mehrfarbige Streifen überlagern die Strasse mit den Rennautos und verleihen dem Plakat emotionale Kraft. Trotz der unterschiedlichen gestalterischen Elemente und der daraus entstehenden Dramatik bleibt die Komposition jedoch ausgewogen. Rationales Kalkül und formale Strenge mischen sich hier mit Imaginationskraft und experimenteller Neugier: Eine gelungene Synthese italienischer und schweizerischer Moderne. (Bettina Richter)

Plakat, Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza, 1957
Erscheinungsland: Italien
Gestaltung: Max Huber
Material/Technik: Offset
66 x 46.5 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Stanislaus von Moos, Mara Campana, Giampiero Bosoni, Max Huber, New York 2006.

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Zürich – Milano, Poster Collection 14, Baden 2007.

Phaidon (Hg.), The Phaidon Archive of Graphic Design, Berlin 2012, ID G022.

Biografieo
Max Huber
Max Huber
*1919 in Baar
†1992 in Mendrisio

Der Grafiker Max Huber zählte zu den frühesten Botschaftern der Schweizer Grafik in Italien. An der Kunstgewerbeschule Zürich kam er mit den Ideen von Max Bill in Kontakt. Schon 1939 zeigte sich seine Begabung in Entwürfen wie dem Umschlag des Programmhefts für den Grossen Preis der Schweiz in Bern. Nach einer Lehre in einer Werbeagentur arbeitete Huber als grafischer Mitarbeiter in der Druckerei Conzett & Huber in Zürich. Im Februar 1940 ging er nach Mailand, wo er im wegweisenden Studio Boggeri den Posten des Art Directors übernahm. 1942 kehrte er für einige Jahre in die Schweiz zurück und arbeitete als Art Director des Artemis Verlags in Zürich und für die Zeitschrift Du, gemeinsam mit Werner Bischof und Emil Schulthess. Nach Ende des Kriegs suchte Huber wieder in Italien seine Inspiration. Dort gehörte er einerseits bald zu den Wortführern des Movimento Arte Concreta (MAC), andererseits betätigte er sich in einem breiten Spektrum der visuellen Kommunikation. So entwarf er 1946 beispielsweise die Wanddekoration des Mailänder Tanzpalasts Sirenella. Von 1950 bis 1954 arbeitete Huber als Chefgrafiker in der Werbeabteilung des Kaufhauses La Rinascente, für das er das Firmenlogo sowie ein integrales Kommunikationskonzept entwickelte. 1951 war er zudem Art Director der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt RAI. In dieser Zeit entstanden zahlreiche wichtige Arbeiten, unter anderem für Edizioni Einaudi, Olivetti, Borsalino. Stilistisch vollzog Huber in Italien den Schritt von der formstrengen Schweizer Moderne hin zur undogmatischeren Freiheit der Farben, Flächen und Schriften. Regelmässig konzipierte er zudem mit Achille Castiglioni Ausstellungspavillons auf der Fiera di Milano und 1979 auch auf der Genfer Telecom-Ausstellung. Huber hatte zahlreiche Lehraufträge inne. Nach seinem Tod 2005 gründete die Max-Huber-Stiftung das Max-Museo in Chiasso.

Quelle:

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Zürich - Milano, Poster Collection 14, Baden 2007.
Stanislaus von Moos, Mara Campana, Giampiero Bosoni, Max Huber, New York 2006.

Porträt Max Huber
Abbildung: reckon.ws / Fotografie: unbekannt

Legendeno

Plakat, Lotteria di Monza – 500 miglia di Monza, 1957, Italien, Gestaltung: Max Huber
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Gran premio dell'autodromo Monza, 1948, Italien, Gestaltung: Max Huber
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Autodromo di Monza, 1955, Italien, Gestaltung: Max Huber
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK