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Plakat, Mai 1994 – Rote Fabrik, 1994
Cornel Windlin
Plakat, Mai 1994 – Rote Fabrik
Cornel Windlin,

Plakat, Mai 1994 – Rote Fabrik,
1994

Cornel Windlin
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Mai 1994 – Rote Fabrik Cornel Windlin Plakat
  • Mai 1994 – Rote Fabrik Cornel Windlin Plakat
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Wie mit einem groben Pinsel auf die Wand gemalt, wirken die Lettern und Zahlen auf Cornel Windlins (geb. 1964) Konzertplakat für die Rote Fabrik. Es erinnert an Graffiti-Beschriftungen im Strassenraum und spricht auf diese Weise spontan eine Zielgruppe an, die sich dem Programm gutbürgerlicher Kulturinstitutionen verweigert.

In den 1980er-Jahren manifestierte sich der gesellschaftspolitische und kulturelle Aufbruch der Jugend auch im Grafikdesign. Vor allem subkulturelle und alternative Veranstaltungsorte suchten nach einer visuellen Identität, die sich von jener der etablierten Institutionen abgrenzen sollte. Regelbruch, Verweigerung der schönen Form, Experiment, Erzähllust und do it yourself waren die Schlagworte des neuen gestalterischen Zugriffs. In den 1990er-Jahren wurde dieser Ansatz von professionellen Grafikern weiterverfolgt. Cornel Windlin gestaltete in jenen Jahren viele Kulturplakate, die sich durch ihre Abweichung vom formalstilistischen Kanon auszeichnen. Für die Rote Fabrik entwarf er vor allem Konzertplakate. Beim Monatsprogramm vom Mai 1994 musste viel Textmenge untergebracht werden. Dennoch gelang es Windlin, die Musikveranstaltungen in aller Ausführlichkeit zu platzieren, ohne dem Plakat seine Grosszügigkeit zu nehmen. Monatsname und Jahreszahl sind nur scheinbar in Handschrift gepinselt, eigentlich jedoch am Computer generiert. Durch ihre sowohl horizontale als auch vertikale Leserichtung wird die Diagonale betont. Die kreuzweise Setzung des Konzertprogramms nimmt diese Diagonalen wieder auf. Der Hohlraum im Buchstaben «A» findet sich aber ebenso wenig exakt im Mittelpunkt der beiden Textdiagonalen, wie auch diese aus der Gerade kippen. Windlin spielte hier auf charmante Weise mit den strengen Regeln und dem Rasterdenken des Swiss Style und fand damit zu einer ganz eigenen Ästhetik. (Bettina Richter)

Plakat, Mai 1994 – Rote Fabrik, 1994
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Cornel Windlin
Auftrag: Kulturzentrum Rote Fabrik. Zürich, CH
Material/Technik: Offset
69 x 49 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Breaking the rules, Poster Collection 15, Zürich 2007

http://publicaffairs.ch/windlin_cornel.html

Biografieo
Cornel Windlin
Cornel Windlin
*1964 in Luzern

Cornel Windlin absolvierte die Fachklasse für Grafik an der Schule für Gestaltung in Luzern. Von 1987 bis 1990 arbeitete er im Studio des Grafikers Neville Brody in London. 1990 wechselte er als verantwortlicher Designer und Art Editor zum Londoner Magazin The Face und eröffnete ein Jahr später sein eigenes Studio. 1993 zog er nach Zürich und arbeitet seither für diverse Kunden aus dem In- und Ausland. Von 1993 bis 1996 entwarf Windlin beispielsweise Plakate für Musikkonzerte für die Rote Fabrik in Zürich, von 1994 bis 1999 entstanden Plakate für das Zürcher Museum für Gestaltung, seit 2004 zeichnet Windlin für die Konzeption und visuelle Gestaltung des «Vitra Home»-Kataloges verantwortlich. Mit Stephan Müller gründete Windlin 1994 Lineto. Unter diesem Label entwarf er eigene Schriftentwürfe, die über die Jahre quasi als Nebenprodukt seiner grafischen Arbeit geschaffen wurden. Zwischen 2004 und 2010 entstand unter anderem Prismaset, das Rudolf Kochs Schrift Prisma aus den 1920er-Jahren zu einem umfangreichen Zeichensatz erweiterte. Bereits in den Jahren 2000/01 entwarf Windlin auch Plakate für das Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Christoph Marthaler. Während der Direktion von Barbara Frey ab der Saison 2009/10 bis zum Beginn der Saison 2010/11 zeichnete Windlin verantwortlich für den Neuauftritt und das Gesamterscheinungsbild des Schauspielhauses Zürich. Für die visuelle Kommunikation des Schauspielhauses wurde Windlin mit dem Eidgenössischen Preis für Design in der Kategorie Market ausgezeichnet. Ab 2012 lebte und arbeitete Windlin für einige Jahre in Berlin, heute ist er wieder in Zürich tätig. Er hält neben seiner Entwurfstätigkeit auch regelmässig Vorträge im In- und Ausland. Seine Arbeit ist in Büchern, Fachzeitschriften und in Ausstellungen eingehend gewürdigt worden.

Quelle:

http://www.swissdesignawards.ch/designprize/2011/cornel-windlin/index.html?lang=de http://www.blokes.ch/blokes

Porträt Cornel Windlin
Abbildung: http://lenaamuat.blogspot.ch/2013_01_01_archive.html (CV von Cornel Windlin) / Fotografie: Lena Amuat, 2013

Legendeno

Plakat, Mai 1994 – Rote Fabrik, 1994, Schweiz, Gestaltung: Cornel Windlin
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Februar/März 1995 – Rote Fabrik, 1995
Schweiz, Gestaltung: Cornel Windlin, Donation: Cornel Windlin
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Shellac – Monster Magnet – Hole, 1995, Schweiz, Gestaltung: Cornel Windlin, Donation: Cornel Windlin
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK