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Mythen
Jörg Boner
Mythen
Jörg Boner,
*2103

Mythen

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
Pavillon Le Corbusier
Höschgasse 8
8008 Zürich
Museumsplan
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MFGZ-2021-6Zi-Boner-E-UT-1080p_Stereo.mp4
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Mein Konzept spielt mit den Mythen des Schweizer Designs, stärkt sie und stellt sie gleichzeitig in Frage. Einerseits beleuchte ich eine Gestaltung, die sich sehr nahe an der Funktion bewegt. Reduziert im Ausdruck, konzentriert in der Detailtreue. Protestantisch. In Kontrast dazu stehen andererseits die Marionetten von Sophie Taeuber-Arp und der Teppich von Christoph Hefti. Ihnen wohnt nicht nur etwas Erzählerisches inne, auch Subversion als Haltung zeichnet sie aus. Wie eine zeitliche Klammer halten sie den Mythos des Schweizer Designs zusammen und sprengen ihn zugleich. (Jörg Boner)

*2031 Rosmarie und Rico Baltensweiler, Stehleuchte, Halo 250

*2032 Hannes Wettstein, Stapelstuhl, Juliette

*2033 Christoph Hefti, Teppich, Three Foxes

Jörg Boner, Mythen für die Ausstellung 6 Zimmer × 6 Positionen, 2021, Museum für Gestaltung Zürich. Video: schwarzpictures.com, Zürich
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Biografie
Jörg Boner
Jörg Boner
*1968 in Uster

Nach einem Lehrabschluss als Möbelschreiner und Innenausbauzeichner besuchte Jörg Boner die Höhere Schule für Gestaltung Basel und gründete nach dem Diplom 1996 als Produktdesigner und Innenarchitekt gemeinsam mit anderen Schulabgängern (Valerie Kiock, David Braun, Paolo Fasulo, Christian Deuber, This Reber und Kuno Nüssli) die Designgruppe N2 in Basel und Luzern. 1997 zeigte die Gruppe ihre Entwürfe auf Möbelmessen in Köln, Turin und Mailand. Zwei Jahre später gründete Boner sein eigenes Studio unter dem Namen Jörg Boner product/interior design in Basel, 2001 siedelte er nach Zürich um. Das Studio hat sich auf verschiedene Bereiche vom Möbeldesign über die Gestaltung von Industrieprodukten bis hin zum Ausstellungsdesign spezialisiert. Zu seinen Kunden zählen Möbelproduzenten wie Nils Holger Moormann, Normann Copenhagen, COR, Wogg, Atelier Pfister, Oluce, ewo, Stattmann, Tossa, Riposa und Wittmann. Immer wieder stellen Boners Entwicklungen althergebrachte Produktionsweisen und Sehgewohnheiten infrage. Sein faltbarer Schrank Dresscode für das deutsche Label Nils Holger Moormann wurde mehrfach ausgezeichnet. Bei den Wänden dieses Schranks kam ein neuartiges Textilverbundmaterial zum Einsatz, das im Thermoverfahren zu stabilen Bahnen gepresst wurde. Weiter zählt zu Boners Projekten der Stuhl Wogg 42 (2007) für den Schweizer Hersteller Wogg, dem die Idee zugrunde liegt, die Polsterung wie ein Kleid über das Holzgestell zu legen. 2013 entwarf Boner den Stuhl Cresta für das junge Label Dadadum, der seit 2020 durch die Galerie Okro produziert wird. 2012 stellte Boner gemeinsam mit der Metallwarenfabrik Schätti eine eigene Leuchtenkollektion vor. Die fortlaufend weiterentwickelten Leuchtentypen aus gebogenem Blechband eignen sich besonders für den Einsatz im Arbeitsbereich. Neben seinen Produktentwürfen gestaltet Boner immer wieder Innenräume. Beispielsweise kuratierte er für die Zürcher Designmesse Neue Räume 05 die Sonderschau Gastraum und verantwortete die bereits zweifach ausgezeichnete Inszenierung der Schätti-Leuchten am Designers’ Saturday in Langenthal. 2019 entwickelte Boner den Massivholzstuhl Curv. Der durch Stattmann mit digital gesteuerten Fräsmaschinen produzierte Stuhl basiert auf einer technisch ausgefeilten Konstruktion, dessen Bestandteile bis hin zu den Fussstoppern aus nachhaltiger Produktion stammen. (Andrea Eschbach, Sabina Tenti)

Quelle:

www.swissdesignawards.ch/grandprix/2011/joerg-boner/index.html?lang=de
www.designpreis.ch/?pageID=418
https://stattmannfurniture.com/de/produkte/curv-chair/
CV von Jörg Boner

Porträt Jörg Boner
Abbildung: bak.admin.ch / Fotografie: Ruth Erdt