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Sessel und Hocker, Relaxer, 1970
Werner Müller
Sessel und Hocker, Relaxer
Werner Müller,

Sessel und Hocker, Relaxer,
1970

Werner Müller
*2017
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Relaxer Werner Müller Sessel und Hocker
  • Relaxer Werner Müller Sessel und Hocker
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Der Architekt und Visionär Werner Müller (1924–1995) beschäftigte sich eingehend mit dem Sitzen und entwickelte mit dem Relaxer einen Ruhesessel aus einer geformten Polyesterfläche. Die in der Lehne ausgesparte Form bildet die Stütze eines scheinbar auf zwei Flügeln balancierenden Mantarochens.

Werner Müller, auch bekannt als «Seepark-Müller» oder unter dem Pseudonym W. M. Anderwerd, war Architekt, Designer, Erfinder und Publizist. Er studierte an der ETH Zürich Architektur und machte eine Zusatzausbildung als Gartenarchitekt. Schlagartig bekannt wurde er 1956 mit seinem Projekt für die Überbauung des Zürcher Seebeckens. Die Abstimmung über ein Projekt mit autofreiem Park und Hochbauten wurde jedoch 1974 selbst in reduzierter Variante abgelehnt, wie auch Müllers Plan von Olympischen Sommerspielen in Zürich wirkungslos blieb. Müller hatte sich neben städtebaulichen Ideen durch technische Innovationen wie die Compact-Bahn, eine Einschienen-Stadtbahn (1973), einen Füllfederhalter für Blinde, einen Milchwürfel oder eine nichtrutschende Unterhose hervorgetan. Seine Möbel sind weniger bekannt, zeichnen sich aber durch eine ebenso kompromisslose Haltung aus. Den Relaxer beschreibt Müller als domestizierten Bruder des Liegestuhls, der das Ruhen von der Terrasse oder vom Balkon in die Wohnung verlegen soll. Sein Ziel ist eine ergonomische Verbesserung der Ruheposition, der Übergangsstufe zwischen Sitzen und Liegen. Denn der Mensch sitzt oft, aber oft falsch. Obwohl sie auf einer Form modelliert wurden, scheinen die dreibeinigen Sitzmöbel wie aus einer Fläche geschnitten und geformt. Liege und Hocker wurden in Kleinserie in den Farbvarianten Rot, Blauviolett und Weiss produziert, bei Wohnbedarf und Jürg Bally verkauft und unter anderem in einem Zürcher Hallenbad eingesetzt. (Renate Menzi)

Sessel und Hocker, Relaxer, 1970 (Produktion bis 1978)
Entwurf: Werner Müller
Herstellung: H. P. Spengler Erben, Rümlang, CH
Material/Technik: Polyester, glasfaserverstärkt, Gelcoat, eingefärbt
Sessel 80 × 86 × 108 cm, Hocker 33 × 49 × 54 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 263.

Werner Müller, «Sind wir ein Sitzwesen?» Nachlass Werner Müller, Stadtarchiv Zürich.

Legendeno

Sessel und Hocker, Relaxer, 1970 (Produktion bis 1978), Entwurf: Werner Müller
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurfsskizze Sessel, Relaxer, 1970, Entwurf: Werner Müller
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Werbeblatt, Relaxer – Liege aus glasfaserverstärktem Polyester, um 1970, Auftrag: Spengler Erben Rümlang, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK