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Aufzugtisch, S.T.-Tisch, 1951
Jürg Bally
Aufzugtisch, S.T.-Tisch
Jürg Bally,

Aufzugtisch, S.T.-Tisch,
1951

Jürg Bally
*2014
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • S.T.-Tisch Jürg Bally Aufzugtisch
  • S.T.-Tisch Jürg Bally Aufzugtisch
  • S.T.-Tisch Jürg Bally Aufzugtisch
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Mit dem S.T.-Tisch gelang es Jürg Bally (1923–2002), die praktisch motivierte Höhenverstellbarkeit eines Tischs spielerisch-elegant zu lösen. Mit dem unsichtbaren Mechanismus, den sich beidseitig verjüngenden Beinen aus Ahornholz und der mit schwarzem Linol belegten Platte wird das Prinzip des Kolonial- oder Campingmöbels salonfähig.

Jürg Bally, ausgebildet als Architekt, Inhaber eines Ateliers für Innenarchitektur und Design in Zürich, begann Mitte der 1950er-Jahre in einer eigenen kleinen Werkstatt eine Phase intensiven experimentellen «Tüftelns». Zusammen mit einem angestellten Schreiner entwickelte er Wohnmöbel, die er ab 1956 am Zürcher Neumarkt zum Verkauf anbot. Der Prototyp für den runden S.T.-Tisch entwarf er bereits 1951 für seine Frau, kurz vor einem zweijährigen Aufenthalt in den USA, wo er auch für Knoll arbeitete. Der Entwurf kommentiert vielleicht Hans Bellmanns ebenfalls dreibeinigen Kolonialtisch, den Knoll International seit 1947 als Tripod Table in einer niedrigen und einer hohen Version herstellte. Die wesentliche Innovation von Ballys elegantem, technisch und formal ausgefeiltem Modell besteht in der stufenlosen Höhenverstellbarkeit. Der Name «S.T.-Tisch» meint ja, laut ausgesprochen, den doppelten Einsatz als hoher «Ess»- oder als niedriger «Tee»-Tisch, bezeichnet aber auch dessen Gesamtqualität: «äs-the-tisch». Drei verschiedene Versionen sind bekannt: Eine frühe Anfertigung mit einer Holzkugel als Verbindungsstück der Beine sowie zwei für die Serienproduktion entwickelte Versionen, die sich primär im Material der Beine unterscheiden. Dreht man einen unter dem Tisch befestigten Hebel nach links oder rechts, wird ein Stahlband in einer Trommel auf- oder abgewickelt. Die Beine gleiten dann unter der Platte auf radial angeordneten Schienen und senken oder heben so die Tischplatte. (Arthur Rüegg)

Aufzugtisch, S.T.-Tisch, 1951
Entwurf: Jürg Bally
Produktion: Werkgenossenschaft Wohnhilfe, Zürich, CH
Material/Technik: Ahorn massiv, lackiert; Linolbelag mit Ahornkante (Tischblatt)
32–75 x 100 cm
Donation: Jürg Bally
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 184.

Christoph Bignens, «S.T.-Tisch, 1954. Jürg Bally», in: Arthur Rüegg (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel/Boston/Berlin 2002, S. 198f.

Biografieo
Jürg Bally
Jürg Bally
*1923 in Münsingen
†2002 in Zollikon

Jürg Bally war Innenarchitekt, Möbeldesigner und Produktentwerfer. Er führte ab 1956 ein eigenes Ladenlokal in Zürich, in dem er auch internationales Design lancierte und vertrieb. Unter dem Firmennamen Bally Forma, später Bally Abita, entwarf er Möbel für öffentliche wie private Auftraggeber. 1952 war er während zwei Jahren als freier Designer für Knoll International tätig. Seit den 1950er-Jahren entstanden wandelbare und leichte Möbel, unter anderem ein Doppelschalenstuhl mit einer Sperrholz-Sitzschale (1959) für Girsberger und der S.T.-Tisch (1954) für die Zürcher Werkgenossenschaft Wohnhilfe. Der dreibeinige Ess-/Teetisch verweist schon im Namen auf seine Aufgaben: Das in der Höhe stufenlos verstellbare Möbel dient sowohl als Esstisch als auch als Teetischchen. Die Mechanik ist unsichtbar unter der Tischplatte befestigt, die drei gekreuzten Beine mit beweglicher Zapfenverbindung laufen in Metallschienen. 1955 wurde der Tisch vom Schweizer Werkbund mit dem Prädikat «Die gute Form» ausgezeichnet. Als Innenarchitekt zeichnete Jürg Bally unter anderem verantwortlich für die Gestaltung der Kabinen, des Restaurants und der Bar des Rheinschiffs Basilea (1959) und die Einrichtung einer Musterwohnung für die Expo 64 in Lausanne. Dort stellte er im Kinderzimmer sein Möbelprogramm Cabin vor, ein wandelbares und erweiterbares System aus Holzmodulen. 1976 erhielt Jürg Bally Aufträge zur Möblierung der Architekturabteilung der ETH Zürich Hönggerberg, zu Hörsaalbestuhlungen und Büroeinrichtungen bei IBM sowie beim CERN in Genf. Von 1988–1990 engagierte er sich als Lehrer für Möbeldesign an der Fachschule für Innenarchitektur in Basel. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Arthur Rüegg (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel/Boston/Berlin 2002.

 

Porträt Jürg Bally, Fotografie: Erika Faul-Symmer, Abbildung: Archiv ZHdK

Legendeno

Aufzugtisch, S.T.-Tisch, 1951, Entwurf: Jürg Bally, Donation: Jürg Bally
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Aufzugmechanismus, S.T.-Tisch, 1951, Entwurf: Jürg Bally
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Detail Aufzugsmechanismus, S.T.-Tisch, 1951, Entwurf: Jürg Bally
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Frühe Anfertigung S.T.-Tisch mit Holzkugel, 1951, Entwurf: Jürg Bally
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK