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Plakat, Schweizerische Städtebauausstellung – Kunsthaus Zürich, 1928
Niklaus Stoecklin
Plakat, Schweizerische Städtebauausstellung – Kunsthaus Zürich
Niklaus Stoecklin,

Plakat, Schweizerische Städtebauausstellung – Kunsthaus Zürich,
1928

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Schweizerische Städtebauausstellung – Kunsthaus Zürich Niklaus Stoecklin Plakat
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Ende der 1920er-Jahre erreichte die Diskussion um die Bauformen der Zukunft einen Höhepunkt. Die Architektur der damaligen Epoche ist streng und schnörkellos. Mustersiedlungen und Ausstellungen sollten das Publikum auch in Zürich vom neuen Stil überzeugen. Niklaus Stoecklin (1896–1982) zeigte in seinem Plakat von 1928 einen immensen Bau, dessen Seitenflügel als überdimensionierte Backsteine gelesen werden können.

Die Rationalisierung der modernen Bauweise der 1920er-Jahre fand ihre Fürsprecher in dem 1928 erstmals durchgeführten Congrès International d’Architecture Moderne (CIAM), der wichtigsten Plattform für Gegenwartsarchitektur. Niklaus Stoecklin gelang es, die revolutionären Anliegen des Neuen Bauens auf überzeugende Weise ins Plakat zu übersetzen, vereint dieses doch alle gestalterischen Elemente einer neuen Funktionalität. Er entdeckte auch schon früh den Buchstaben als autonomes Bildmittel. Dieser bewusste Einsatz der Type leitete neben anderen Aspekten ab den 1930er-Jahren den Modernismus im Grafikdesign ein. Stoecklins grosszügige städtebauliche Anlage in Z-Form, die das gesamte Plakat dominiert, steht gleichzeitig als Buchstabe «Z» für Zürich. Die dynamische Diagonale betont die fortschrittliche Idee konstruktivistischer Gestaltungsweisen. Die vom Bund Schweizerischer Architekten organisierte Städtebauausstellung wurde als Wanderausstellung konzipiert und wollte nicht zuletzt das rationale progressive Architekturverständnis der Moderne weithin bekannt machen. Zeitgleich fand auch eine Wanderausstellung des Deutschen Werkbundes zum Thema statt. Ökonomische, technische und soziale Aspekte vermittelten sich beispielhaft in einem typisierten Wohnungsbau, der die Wohnbedürfnisse entsprechend standardisierte. Die im Jahr der Ausstellung durch Max Ernst Haefeli (1901–1976) erbauten Rotach-Häuser in Zürich, die heute unter Denkmalschutz stehen, veranschaulichen diese architektonischen Anliegen. (Bettina Richter)

Plakat, Schweizerische Städtebauausstellung – Kunsthaus Zürich, 1928
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Niklaus Stoecklin
Auftrag: Kunsthaus Zürich, CH
Material/Technik: Lithografie
128 x 90 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Magie der Dinge, Poster Collection 24, Zürich 2012.

Gewerbemuseum Basel / Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Niklaus Stoecklin, Reihe Schweizer Plakatgestalter 3, Basel 1986.

Biografieo
Niklaus Stoecklin
Niklaus Stoecklin
*1896 in Basel
†1982 in Riehen/Basel

Niklaus Stoecklin zeigte bereits früh eine aussergewöhnliche künstlerische Begabung. Eine Lehre als Flachmaler brach er ab, um sich von seinem Onkel, dem Kunstmaler Heinrich Müller, in die Ölmalerei einführen zu lassen. Anfang 1914 besuchte Stoecklin die Kunstgewerbeschule München, reiste bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs aber zurück in die Schweiz. Dort setzte er für kurze Zeit seine Ausbildung an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel bei Burkhard Mangold fort. 1914 entwarf er sein erstes Plakat und konnte gleichzeitig frühe künstlerische Erfolge feiern. 1917 machte sich Stoecklin selbstständig. Mit seinem präzisen Stil, der die Dinge in ihrer Stofflichkeit erfasst, zählt Stoecklin zu einem Hauptvertreter der Malerei der Neuen Sachlichkeit. Als einziger Schweizer Künstler war er 1925 in der berühmten Mannheimer Ausstellung Neue Sachlichkeit von Georg Hardlaub vertreten, die der neuen Stilrichtung ihren Namen gab. Einzelausstellungen würdigten sein Schaffen dieser Zeit ebenso wie offizielle Aufträge für Wandmalereien. Nach 1945 brach sein Ruhm als Maler durch die Dominanz der Abstrakten ab. 1958 erhielt Stoecklin zwar den Kunstpreis der Stadt Basel, aber erst in den 1970er-Jahren führte ein neu erwachtes Interesse an der Malerei der Neuen Sachlichkeit wieder zu einer verstärkten Rezeption seines Werks. Neben Buchillustrationen und der Gestaltung von Briefmarken sicherten Plakataufträge Stoecklins Broterwerb. Das berühmte Gaba-Plakat (1927) ist in seiner signethaften Verknappung jedoch nicht charakteristisch für Stoecklins Plakatschaffen, das 116 Arbeiten umfasst. Mit seiner detailgetreuen, sachlichen Wiedergabe der Dinge entsprach Stoecklin hingegen ideal den Bedürfnissen der Werbeindustrie der Zwischenkriegsjahre. Nachfolgende Plakatgestalter wie Herbert Leupin, Donald Brun oder Peter Birkhäuser wurden wesentlich von ihm beeinflusst. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Niklaus Stoecklin, Reihe Schweizer Plakatgestalter 3, Basel 1986.

Porträt Niklaus Stoecklin, Foto: unbekannt
Abbildung: Gewerbemuseum Basel (Hg.), Plakate und angewandte Graphik, Basel 1966.

Legendeno

Plakat, Schweizerische Städtebauausstellung – Kunsthaus Zürich, 1928, Schweiz, Gestaltung: Niklaus Stoecklin
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Neues Bauen – Wanderausstellung des deutschen Werkbundes – Kunstgewerbemuseum Zürich, 1928, Schweiz, Gestaltung: Theo Ballmer
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK