Das ist die eGuide-Nummer des Objekts. Sie finden sie in der Ausstellung bei ausgewählten Objekten.
Das ist die Standort-Nummer des Objekts.
Klicken Sie hier, um zum Hauptmenü zu gelangen.
Klicken Sie hier, um die Sprache zu ändern.
Klicken Sie hier, um die Schriftgrösse zu ändern und sich anzumelden.
Klicken Sie hier, um den Standort des Objekts anzuzeigen.
Vergrössern Sie Bilder mit zwei Fingern, rotieren Sie 360°-Bilder mit einem Finger. Schieben Sie ein Bild weg, um zum nächsten zu gelangen.
Klicken Sie hier für Hintergrundinformationen, Biografien, Legenden etc.
Klicken Sie hier, um sich Sprechtexte oder Tondateien anzuhören.
Teilen Sie ein Objekt.
Laden Sie es als PDF herunter.
Oder fügen Sie es zu den gespeicherten Objekten hinzu.
 
Plakat, Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead, 1965
Tadanori Yokoo
Plakat, Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead
Tadanori Yokoo,

Plakat, Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead,
1965

Tadanori Yokoo
*4011
g
f Objekt e
[{"lat":47.38317028915906,"lng":8.536062876738583},{"floor":"floorplan-2"}]
UG
EG
1
2
2
Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead Tadanori Yokoo Plakat
  • Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead Tadanori Yokoo Plakat
6
7
Text anhören
j

Tadanori Yokoo (geb. 1936) gilt als Enfant terrible der japanischen Kunstszene. Mit seinen Referenzen an die Pop-Art und psychedelische Bildwelten radikalisierte er in den 1960er-Jahren das Grafikdesign seines Landes. Gleichzeitig stilisierte er sich mit diesem Plakat zum Künstlergenie «made in Japan» und provozierte damit ein breites Publikum.

Das Bild eines schmächtigen Erhängten, in der oberen Plakatmitte vor einer aufgehenden Sonne platziert, schockiert den Betrachter. Es ist der Künstler selbst, der im Alter von 29 Jahren seinen Tod verkündet. Eine Fotografie in der linken unteren Plakatecke zeigt ihn als Kleinkind vor gleichem Strahlenhintergrund, ein Zitat der japanischen Kriegsflagge. In der gegenüberliegenden Ecke verschwindet er im Klassenkollektiv. Die Handgeste, die dieses Foto überlagert, ist ein Symbol für Sex. Tadanori Yokoo nahm mit dem Plakat 1965 an der Ausstellung Persona im Kaufhaus Matsuya teil, welche die damals führenden japanischen Künstler feierte. Für Yokoo markierte die Einladung zur Teilnahme an der Schau den Abschied von seinem bisherigen Kunstschaffen. Das Plakat erzählt von seinem metaphorischen Selbstmord und dem Start als Neugeborener auf den Pfaden der Kunst. In einer begleitenden Performance inszenierte Yokoo sein eigenes Begräbnis. Tatsächlich erteilte er von nun an seinem bisherigen Werk und seinen Vorbildern eine Absage. Yokoos bilderstürmerischer Humor äussert sich in der respektlosen Neuinterpretation japanischer Motive ebenso wie im ironischen Zitat. Die leuchtende Farbigkeit seiner Plakate ist eine Referenz an die Pop-Art sowie die Abwendung von der eigenen Tradition. Yokoos Arbeiten wirkten in dieser Zeit auf jüngere Grafikdesigner wie ein Befreiungsschlag. Sie trugen wesentlich zum Selbstverständnis des Grafikers als Künstler bei, wie es die heutige Plakatszene in Japan noch immer bestimmt. (Bettina Richter)

Plakat, Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead, 1965
Erscheinungsland: Japan
Gestaltung: Tadanori Yokoo
Auftrag: Tadanori Yokoo
Material/Technik: Offset
103 x 73 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Phaidon (Hg.), The Phaidon Archive of Graphic Design, Berlin 2012, ID I034

Legendeno

Plakat, Tadanori Yokoo – Having reached a climax at the age of 29, I was dead, 1965, Japan, Gestaltung: Tadanori Yokoo
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, A la maison de M. Civeçawa, 1965, Japan, Gestaltung: Tadanori Yokoo
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Koshimaki-Osen, 1966, Japan, Gestaltung: Tadanori Yokoo, Fotografie: Eiko Hosoe
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK