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Tavolata
Sebastian Marbacher
Tavolata
Sebastian Marbacher,
*2101

Tavolata

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
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MFGZ-2021-6Zi-Marbacher-E-UT-1080p_Stereo.mp4

«Wir sind beisammen am Tisch, reden über Haltung, sorgfältiges Design, und Witz gibt es auch. Denn wir sind hier versammelt in cleverer Runde. Stühle hat’s genug und sonst holen wir noch welche in der Sammlung!»
Den Persönlichkeiten, die hier zusammensitzen, geht es um Leidenschaft, um mutige und durchdachte Gestaltung, die den Status quo hinterfragt. An diesem Tisch wird über Ästhetik und Proportion, Materialeinsatz, Alltagstauglich- und Langlebigkeit verhandelt. Stell dir vor, du wärst dabei. Was würdest du fragen? Und bevor du gehst, nimm eine Postkarte mit, damit du dich erinnerst an diese Runde in diesen Sitzen, die so viel erzählen über Haltung, Design und Witz. (Sebastian Marbacher)

*2027 Alois Rasser, Wellkartonstuhl

*2028 Donald Judd, Stuhl, Nr. 15

Sebastian Marbacher, Tavolata für die Ausstellung 6 Zimmer × 6 Positionen, 2021, Museum für Gestaltung Zürich. Video: schwarzpictures.com, Zürich
Biografie
Sebastian Marbacher
Sebastian Marbacher
*1986 in Luzern

Sebastian Marbacher absolvierte eine Berufslehre zum Konstrukteur, bevor er sein Industriedesign-Studium an der Zürcher Hochschule der Künste antrat. Direkt anschliessend gründete er in Zürich sein eigenes Studio und trat in die Selbstständigkeit ein. Bereits während der Ausbildung untersuchte Marbacher Sitzmöbel und ihre Einflussnahme auf soziale Interaktionen. Mit seiner Diplomarbeit bench exercise stellte er eine mehrseitig begehbare Treppenskulptur in den öffentlichen Raum, die zum Zusammensitzen in unterschiedlichen Formationen verleitet, ohne genaue Vorgaben zu machen. Dieses Projekt konnte Marbacher dann 2015 im Auftrag des Bundesamtes für Kultur (BAK) weiterentwickeln und 2020 für das Kunst(Zeug)Haus in Rapperswil-Jona als massgeschneiderte Version auf dessen Vorplatz dauerhaft umsetzen. Getrieben vom Anreiz der maximalen Reduktion entwickelte Marbacher 2016 den kantigen Massivholzstuhl Basic Chair, für den er 2017 den Schweizer Designpreis des BAK erhielt. Nachdem er den Wettbewerb für das Kunst-am-Bau-Projekt des 2019 neu eröffneten Schulhaus Zofingen gewann, entwarf Marbacher für die Kinder begehbare Skulpturen im Innen- und Aussenraum. Als grosse, farbige Spielklötze greifen sie formale Aspekte der Architektur auf und zelebrieren die spielerische Interaktion. (Sabina Tenti)

Quelle:

Carina Iten, «Sebastian Marbacher. ‹Mir entspricht das Reduzierte und Bescheidene›», in: Das Ideale Heim. Magazin für Architektur, Design und Wohnkultur, Dezember/Januar 2018, S. 72–74.
Susanna Koeberle, «Design macht Schule», 20.9.2019, in: www.swiss-architects.com/de/architecture-news/meldungen/design-macht-schule
www.sebastian.marbacher.com

Porträt Sebastian Marbacher
Abbildung: Sebastian Marbacher / Fotografie: Lorenz Cugini