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Deckenleuchte, Type 1926, 1927
Max Ernst Haefeli
Deckenleuchte, Type 1926
Max Ernst Haefeli,

Deckenleuchte, Type 1926,
1927

*2005
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Type 1926 Max Ernst Haefeli Deckenleuchte
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Die auf Rollen verschiebbare Zuglampe ist eine Spezialanfertigung des neuen Leuchtentyps, den der Architekt Max Ernst Haefeli (1901–1976) erstmals 1927 in der Ausstellung Form ohne Ornament präsentierte. Die funktionalen Leuchten mit Opalglasschirm sind von Industrieleuchten inspiriert, in ihrer Ausführung jedoch edel und präzise.

Die entlang einer gebogenen Schiene auf Rollen verschiebbare Zuglampe von Max Ernst Haefeli war eine Sonderanfertigung für den Architekten Karl Egender und seine Frau Trudy EgenderWintsch, eine Malerin. Sie beleuchtete bis 1985 den ebenfalls von Haefeli entworfenen Esstisch in der herrschaftlichen Altbauwohnung in Meilen, die das Paar mit einer wunderbaren Mischung von Einrichtungsgegenständen befreundeter Gestalter und mit eigenen Entwürfen füllte. Die ältesten Stücke – ein kleiner Elektron-Tisch sowie die verschiebbare Deckenleuchte – gehen wohl auf Egenders Mitgliedschaft in der Schweizer Kollektivgruppe zurück, die vom SWB im Hinblick auf die Stuttgarter Werkbundausstellung Die Wohnung 1927 initiiert worden war. Den Leuchtentyp mit der Opalglaskugel und dem zusätzlichen Opalglasschirm hatte Haefeli im Februar / März 1927 erstmals in der Ausstellung Form ohne Ornament im Kunstgewerbemuseum Zürich präsentiert, und zwar in Kombination mit seinen ersten Typenmöbeln. Diese für eine Serienproduktion konzipierte Lampenserie umfasste eine Decken-, eine Wand- und eine Ständerlampe. Die Gläser stammten von Schott aus Jena, wie jene der beiden anderen, für die Ausstellungen Die Wohnung in Stuttgart 1927 und Das Neue Heim II in Zürich 1928 konzipierten Serien. Typisch für Haefeli, tut sich «das Fabrikmässige » trotz der paar betont technoiden Elemente und der Nacktheit der Glaskörper weder bei den Standardmodellen noch bei der Sonderanfertigung in einer billig wirkenden «Manifest-Wichtigtuerei» (Peter Meyer) kund. (Arthur Rüegg)

Verschiebbare Deckenleuchte, Type 1926, 1927
Entwurf: Max Ernst Haefeli
Herstellung: Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Jena, DE; Paul Eberth & Co., Zürich, CH
Material/Technik: Opalglas; Messing, vernickelt
Dm Kugel 17 cm, Dm Schirm 29,6 cm
Donation: Arthur Rüegg
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 69.

Christoph J. Bürkle / Ruggero Tropeano, «Max Ernst Haefeli als Entwerfer: Werkbundgedanken, Schweizer Design und die Arbeit an der ‹Form ohne Ornament›», in: Arthur Rüegg / Ruggero Tropeano, Wege zur «Guten Form». Neun Beiträge zur Geschichte der Schweizer Produktgestaltung, Basel/Boston/Berlin 1995, S. 40–48.

Das Werk 14 (1927), Heft 8, Sonderheft Das gute Industrieprodukt, S. 237.

Biografieo
Max Ernst Haefeli
Max Ernst Haefeli
*1901 in Zürich
†1976 in Herrliberg

Max Ernst Haefeli studierte 1919–1923 als Sohn des Architekten Max Haefeli zunächst Architektur bei Karl Moser an der ETH Zürich. 1923/24 sammelte er erste Praxiserfahrungen im Berliner Büro von Otto Bartning. Nach seiner Rückkehr nach Zürich arbeitete er im Büro seines Vaters, bevor er 1926 sein eigenes Büro gründete. Seine Erfahrungen im Entwurf von Typenmöbeln für die Möbelfabrik Horgenglarus führten ihn 1927 als Leiter einer Gruppe Schweizer Architekten an die Stuttgarter Weissenhofsiedlung, wo er einige Wohnungen im Apartmentblock von Mies van der Rohe einrichten konnte. Dort präsentierte Haefeli auch den Elektron-Stuhl (1927), den ersten metallenen Stuhl aus moderner Schweizer Produktion. 1927/28 erbaute Haefeli die Musterhäuser an der Zürcher Wasserwerkstrasse und möblierte eine Wohnung mit markterprobten Typenprodukten sowie eigenen Leuchten und Stahlrohrmöbeln. Ab Mitte der 1920er-Jahre pflegte Haefeli eine enge Zusammenarbeit mit Ernst Kadler-Vögeli, dem Firmendesigner von Horgenglarus, in deren Zuge 1926 der zeitlose Stuhl Haefeli entstand, der wie andere Entwürfe Haefelis bis heute hergestellt wird. Von 1928 bis 1932 war Haefeli an der Realisierung der Schweizer Werkbundsiedlung Neubühl in Zürich beteiligt und richtete im Rahmen der 1931 dort stattfindenden Wohnausstellung das Einfamilienhaus eines Geschäftsführers musterhaft ein. Anfang der 1930er-Jahre sammelte Haefeli erste Lehrerfahrung als Leiter der Konstruktionskurse an der Kunstgewerbeschule und am Abendtechnikum Juventus in Zürich. 1935 realisierte Haefeli gemeinsam mit Werner Max Moser das Freibad Allenmoos in Zürich-Oerlikon. Im selben Jahr war er unter der Federführung Sigfried Giedions an der Konzeption der kulturhistorischen Ausstellung Das Bad von gestern und heute im Zürcher Kunstgewerbemuseum beteiligt. Von 1937–1975 führte er sein Büro gemeinsam mit Werner Max Moser und Rudolf Steiger. Die drei Schweizer wurden zu bahnbrechenden Figuren des Neuen Bauens in der Schweiz, ein Meilenstein ihrer Architektur ist das Zürcher Kongresshaus (1937–1939). (Andrea Eschbach)

Quelle:

Rüegg, Arthur (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel/Boston/Berlin 2002.

Legendeno

Verschiebbare Deckenleuchte, Type 1926, 1927, Entwurf: Max Ernst Haefeli, Donation: Arthur Rüegg
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Detailaufnahme, Rollmechanismus der verschiebbaren Deckenleuchte, 1927, Entwurf: Max Ernst Haefeli, Donation: Arthur Rüegg
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK