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Fauteuil et tabouret, Soft Chair, Elementsystem 922, 1967
Susi BergerUeli Berger
Fauteuil et tabouret, Soft Chair, Elementsystem 922
Susi Berger, Ueli Berger,

Fauteuil et tabouret, Soft Chair, Elementsystem 922,
1967

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zurich
Carte du musée
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zurich
  • Soft Chair, Elementsystem 922 Susi Berger Ueli Berger Fauteuil et tabouret
  • Soft Chair, Elementsystem 922 Susi Berger Ueli Berger Fauteuil et tabouret
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Susi (née en 1938) et Ueli Berger (1937-2008), couple d’artistes et de designers, découpent un fauteuil sans structure interne dans un bloc de mousse. Ils testent d’abord des prototypes chez eux avant que le producteur Victoria-Werke ne les intègre dans sa gamme de meubles et ne les revête de vinyle brillant en couleur.

La question d’un siège susceptible de séduire « les jeunes en blue-jeans » est posée dès 1955 lors d’un colloque du SWB (Association suisse des artisans). La culture pop américaine et le message de libération qu’elle véhicule sont toutefois inconciliables avec le canon stylistique de « Die gute Form » (La bonne forme). Le SWB lance donc en 1967 une campagne baptisée « Chair fun » appelant à créer des sièges originaux. Susi et Ueli Berger, couple d’artistes et de designers, proposent un fauteuil sans structure porteuse interne, qu’ils nomment Soft Chair. Cette sculpture caricaturale de siège est découpée dans un bloc massif de mousse polyuréthane. Le dossier en S se prolongeant jusqu’au sol et doté de cinq sorties d’air sert à consolider la statique et rehausse la dynamique du mouvement ondulatoire. En 1967, Victoria-Werke intègre le Soft Chair ainsi que le fauteuil Multi-Soft, que le couple a dessiné en 1961, dans sa production (trois ans avant le célèbre Multi Chair de Joe Colombo). Multi-Soft peut donc être considéré comme une contribution suisse précoce à l’idée d’ensemble de canapés et de sièges. Les éléments rembourrés s’assemblent grâce à des fermetures éclair, peuvent former des fauteuils ou se déplier en matelas et sont reliés par des sangles. Susi et Ueli Berger délaissent définitivement le meuble individuel en proposant Terreno (1972) et, avec d’autres designers, créent des blocs de mousse combinables au gré des envies pour composer des ensembles. (Renate Menzi)

Sessel und Hocker (Prototypen), Soft Chair, Elementsystem 922, 1967, Produktion 1970–1974
Entwurf: Susi + Ueli Berger
Hersteller: Victoria-Werke AG, Baar, CH
Material/Technik: Bezug Polyvinylchlorid; Füllung Polyether-Schaumstoff
Sessel 69 x 64 x 98 cm, Hocker 36 x 64 x 55 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Bibliographieo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 218.

Lotte Schilder Bär / Norbert Wild (Hg.), Designland Schweiz. Gebrauchsgüterkultur im 20. Jahrhundert, Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung, Zürich 2001.

Christoph Bignens, «Ausbruch aus dem ‹befreiten Wohnen›», in: Rüegg, Arthur (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel / Boston / Berlin 2002, S. 177–195.

Biographieo
Susi Berger
Susi Berger
*1938 à Luzern

Susi Wyss machte zunächst eine Lehre als Grafikerin. Im Alter von zwanzig Jahren schloss sie ihre Lehre ab und arbeitete danach vier Jahre für die Werbeagentur Sandmeier AG. 1962 trat sie dem Verband Schweizer Grafiker (VSG) bei und heiratete noch im selben Jahr Ueli Berger, mit dem sie bis zu seinem Tod 2008 in enger künstlerischer Zusammenarbeit verbunden war. Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Grafikerin, bei der sie unter anderem Ausstellungsplakate gestaltete und Erscheinungsbilder von Kunstgalerien schuf, arbeitete sie auch mit Architekten zusammen. Für diese entwickelte Susi Berger Farbgebungen und Materialkonzepte. Gemeinsam haben Susi und Ueli Berger mit ihren raffinierten und zugleich stets zweckmässigen Möbelentwürfen Schweizer Designgeschichte geschrieben. Beide Gestalter waren am Funktionalismus geschult und wurden von dem Wunsch angetrieben, Möbel nach ihren ungewöhnlichen Vorstellungen zu entwerfen. Mit Ironie und Fantasie sowie viel Gespür für Materialität und Formen entwickelten die beiden Objekte wie den Soft Chair (1967) oder die Wolkenlampe (1970) – heute Klassiker, die immer noch hergestellt oder in der Designszene hoch gehandelt werden. Für die Wolkenlampe benutzten sie 1970 die damals neue Technologie der Vakuumverformung von Kunststoffen, um aus tradierten Formen auszubrechen und eine Hängelampe zu gestalten, die von allen Seiten neue Ansichten bot. Der Schubladenstapel (1981) aus Palisanderholz für Röthlisberger ist eines der bekanntesten Möbel der Bergers. Sieben unterschiedlich grosse und unregelmässig angeordnete Schubladen sind darin verschraubt. Susi und Ueli Berger haben in ihrem fast vierzigjährigen gemeinsamem Schaffen auch – zusammen und getrennt – in anderen Bereichen des Designs und der Kunst gearbeitet. 2010 wurde das Lebenswerk von Susi und Ueli Berger mit dem Grand Prix Design des Bundesamts für Kultur geehrt. 2018 erscheint ein umfassender Werkkatalog zum Möbelschaffen der Bergers, dazu zeigt das Museum für Gestaltung Zürich die wichtigsten Möbelentwürfe in einer Ausstellung. (Andrea Eschbach)

Source:

Arthur Rüegg (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel/Boston/Berlin 2002.

Porträt Susi Berger
Abbildung: bak.admin.ch / Fotografie: Ruth Erdt

Ueli Berger
Ueli Berger
*1937 à Bern
†2008 à Bern

Der vielseitig tätige Ueli Berger war als Maler, Bildhauer, Zeichner und Designer Autodidakt. Nach einer Malerlehre knüpfte er Kontakte zur Berner Kunstszene und arbeitete 1960–61 im Büro des Innenarchitekten Hans Eichenberger. Dreimal gewann er das Eidgenössische Stipendium für angewandte Kunst (1961/70/71). Er arbeitete in unterschiedlichen Architekturbüros, leitete von 1965–69 die Design- und Entwicklungsabteilung bei der Firma Troesch Sanitär und beteiligte sich immer wieder an Kunstausstellungen. Als Mitglied der Avantgarde-Gruppe Bern 66 fand seine künstlerische Arbeit international Beachtung. Seit Beginn der 1970er-Jahre beschäftigte er sich auch mit Interventionen an Gebäuden und im öffentlichen Raum, gefolgt von Videoinstallationen. Ueli Berger war 1987–93 Mitbegründer und Lehrbeauftragter der Fachklasse für freie Kunst an der Schule für Gestaltung in Bern. Mit seiner Frau Susi Berger war er ab 1962 in enger künstlerischer Zusammenarbeit verbunden. Die raffinierten und zugleich stets zweckmässigen Möbelentwürfe des Gestalterpaars haben Schweizer Designgeschichte geschrieben. Beide waren am Funktionalismus geschult und wurden von dem Wunsch angetrieben, Möbel nach ihren ungewöhnlichen Vorstellungen zu entwerfen. Mit Ironie und Fantasie sowie viel Gespür für Materialität und Formen entwickelten sie Objekte wie den Soft Chair (1967) oder die Wolkenlampe (1970) – heute Klassiker, die noch immer hergestellt oder in der Designszene hoch gehandelt werden. Für die Wolkenlampe benutzten sie 1970 die damals neue Technologie der Vakuumverformung von Kunststoffen, um aus tradierten Formen auszubrechen. Der Schubladenstapel (1981) aus Palisanderholz für Röthlisberger ist eines der bekanntesten Möbel der Bergers. Sieben unterschiedlich grosse und unregelmässig angeordnete Schubladen sind darin verschraubt. Susi und Ueli Berger haben in ihrem fast vierzigjährigen gemeinsamen Schaffen auch – zusammen und getrennt – in anderen Bereichen des Designs und der Kunst gearbeitet. 2010 wurde das Lebenswerk von Susi und Ueli Berger mit dem Grand Prix Design des Bundesamts für Kultur geehrt. 2018  erscheint ein umfassender Werkkatalog zum Möbelschaffen der Bergers, dazu zeigt das Museum für Gestaltung Zürich die wichtigsten Möbelentwürfe in einer Ausstellung. (Andrea Eschbach)

Source:

Arthur Rüegg (Hg.), Schweizer Möbel und Interieurs im 20. Jahrhundert, Basel/Boston/Berlin 2002.

Porträt Ueli Berger
Abbildung: bernerzeitung.ch / Fotografie: unbekannt

Légendeso

Sessel und Hocker (Prototypen), Soft Chair, Elementsystem 922, 1967, Entwurf: Susi + Ueli Berger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sessel, Soft Chair, Elementsystem 922, 1967, Entwurf: Susi + Ueli Berger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sessel, Multi-Soft, 1961, Entwurf: Susi + Ueli Berger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Werbeprospekt, MD. Moebel Interior Design – Multi-Soft, 1968, Auftrag: Victoria Design AG, Baar, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Werbeprospekt, MD. Moebel Interior Design – Multi-Soft, 1968, Auftrag: Victoria Design AG, Baar, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Susi und Ueli Berger mit ihren Kindern im Wohnzimmer, Bern, 1968, Fotografie: Walter Studer
Abbildung: Peter Studer