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Konservenglas, Universal-Konservenglas Bülach, 1948
Glashütte Bülach AG
Konservenglas, Universal-Konservenglas Bülach
Glashütte Bülach AG,

Konservenglas, Universal-Konservenglas Bülach,
1948

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Universal-Konservenglas Bülach Glashütte Bülach AG Konservenglas
  • Universal-Konservenglas Bülach Glashütte Bülach AG Konservenglas
  • Universal-Konservenglas Bülach Glashütte Bülach AG Konservenglas
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Obwohl das Einmachen von Obst und Gemüse wieder in Mode gekommen ist, wird das Bülacher Glas nicht mehr hergestellt. Es wurde nach und nach durch die Einführung von Tiefkühlprodukten verdrängt. Während des Zweiten Weltkriegs war das typische grüne Einmachglas mit Bügelverschluss und Dichtungsring jedoch ein bewährtes Mittel, um die saisonal verfügbaren Frischprodukte in Vorräte für den langen Winter zu verwandeln.

Während des Ersten Weltkriegs wurden in der Schweiz die deutschen Einmachgläser der Marke Weck so knapp, dass die Bundesbehörden die Lancierung einer Bülacher «Kochflasche» veranlassten. Bei dem 1920 lancierten Glas war das Dichtungsproblem mit Porzellankopf und Gummiring gelöst (wie bei den erst seit Kurzem bekannten Bierflaschen-Verschlüssen). Um die Teile beim Einmachen besser reinigen zu können, entwickelte die Glashütte Bülach einen Deckel aus gegossenem Glas mit passender Gummidichtung und abnehmbarem Drahtbügel. Er kam in die Nut des Deckels zu liegen und liess sich am Flaschenhals festklemmen. Diese Einmachflasche von 1924 aus typischem Bülacher Grünglas mit einer vier Zentimeter breiten Öffnung wurde dank zahlreicher Plakate, Rezeptbüchlein und öffentlicher Vorführungen ein national bekannter Markenartikel. Einmachen bedeutete in der Schweiz nicht wie im nahen Ausland «sterilisieren», sondern «heisseinfüllen», was mit weniger Aufwand, aber peinlicher Sauberkeit zu leisten war. 1939 wurde ein Glas mit sechs Zentimeter breiter Öffnung eingeführt, um auch ganze Früchte einzufüllen. Während des Zweiten Weltkriegs war die Produktionskapazität in Bülach dauerhaft ausgelastet, 1948 kam das «Universal-Konservenglas Bülach» mit Acht-Zentimeter-Öffnung auf den Markt, ab 1952 mit einem patentierten Bügelverschluss. Es wurde bis 1972 produziert und verschwand dann allmählich aus den Vorratskammern, um der Tiefkühltruhe Platz zu machen. (Renate Menzi)

Universal-Konservengläser Bülach, 1948, Patent Bügel 1952
Entwurf: Glashütte Bülach AG, CH
Herstellung: Glashütte Bülach AG, CH
Material/Technik: Pressglas eingefärbt, Glas, gegossen (Deckel); Metall (Drahtbügel); Gummi (Dichtungsring)
1 1/2 l Inhalt; Einfüllöffnung: 8 cm, Einfüllöffnung 6 cm (rechts)
Donation: Glashütte Bülach AG, CH
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 107.

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Unbekannt – Vertraut. «Anonymes» Design im Schweizer Gebrauchsgerät seit 1920, Reihe Schweizer Design-Pioniere 4, Zürich 1987.

Legendeno

Universal-Konservengläser Bülach, 1948, Patent Bügel 1952, Herstellung: Glashütte Bülach AG, CH, Donation: Glashütte Bülach AG, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Universal-Konservenglas Bülach, 1948, Patent Bügel 1952, Herstellung: Glashütte Bülach AG, CH, Donation: Glashütte Bülach AG, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Zeichnung, Patent Bügelverschluss, 1952
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Bülach, 1934, Schweiz, Gestaltung: Peter Birkhäuser
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK