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Stockpuppe, Die Lieblichen, eine nach der anderen: Die romantische Sirene, 1951
Fred Schneckenburger
Stockpuppe, Die Lieblichen, eine nach der anderen: Die romantische Sirene
Fred Schneckenburger,

Stockpuppe, Die Lieblichen, eine nach der anderen: Die romantische Sirene,
1951

Fred Schneckenburger
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Die Lieblichen, eine nach der anderen: Die romantische Sirene Fred Schneckenburger Stockpuppe
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Fred Schneckenburger (1902–1966) hat unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs ab 1947 im Alleingang mit seinem expressionistisch-surrealen Puppencabaret für Erwachsene einen einzigartigen Figurenschatz schriller Charaktere geschaffen, mit denen er in zeitkritischen und grotesken Stücken bei zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland Erfolge feierte.

Über 70 Stock- und Handpuppen hat Fred Schneckenburger als metaphorische Figuren mit sprechenden Attributen gestaltet. Gemäss Zeitzeugen sollten diese ein «Stich ins Fettpolster bürgerlicher Narretei» sein. Als Alter Ego sprach Schneckenburger selbst den Kasper, dessen bewegliche Nase als sensibles Organ brennende Themen aufspürte. Zahlreich sind die Merkmale der weiteren Figuren, die der erfolgreiche Kaufmann und Geschäftsführer der Frauenfelder Schmirgelpapierfirma SIA an den Wochenenden in Zürich als «Schnegg» zum Leben erweckte. Aus Kurzwaren und objets trouvés realisierte er ein Universum an materialisierten Gefühlen, deren kritische, bisweilen sarkastische Texte in den Aufführungen vom Band eingespielt wurden. Vorwiegend Schauspieler des Cabarets Cornichon liehen ihnen die Stimmen. Die romantische Sirene mit ihrem Augenaufschlag aus Miesmuschelschalen und dem dämonischen Grinsen aus zwei Reihen von Tierzähnen sprach Voli Geiler, Das ewig Weibliche oder Die echte Moderne verkörperte Margrit Rainer, während Walter Morath das Klagelied des Kriegsversehrten La gueule cassée anstimmte und Franz Wurm als Polizist dem Tod einen Strafzettel aufzubrummen versuchte. Schneckenburger selbst führte an der Seite von Luzzi Wolgensinger und weiteren Helfern die Figuren, die über einem Paravent und ohne Bühnenbild agierten. Das Puppencabaret lässt sich in geistiger Verwandtschaft zum Schweizerischen Marionettentheater verstehen, dessen Nachfolgeorganisation Zürcher Marionetten er ab 1963 für kurze Zeit leitete. (Sabine Flaschberger)

Stockpuppe, Die Lieblichen, eine nach der anderen – Die romantische Sirene, 1951
Entwurf/Ausführung: Fred Schneckenburger
Material/Technik: Holz; Isolierdraht; Seidensatin; Fischhaut; Tierzähne; Muscheln; Perlmutt; Glasperlen; Kunststoff
68 x 50 x 23 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Hana Ribi, Fred Schneckenburgers Puppencabaret, München: Stadtmuseum München 1991; Zürich: Museum Bellerive, 1992; Prag: Nationalmuseum, 1999.

Hana Ribi, «Fred Schneckenburgers Puppencabaret», in: Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Sammeln heisst forschen. Lasst die Puppen tanzen, Zürich 2017.

Legendeno

Stockpuppe, Die Lieblichen, eine nach der anderen – Die romantische Sirene, 1951, Entwurf/Ausführung: Fred Schneckenburger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stockpuppe, Der Tanz des Lebens (Oper) – Die Dienerin: Die Dienerin,1954, Entwurf/Ausführung: Fred Schneckenburger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stockpuppe, Wir lesen Kritik – Kasper: Kasper, 1963, Entwurf/Ausführung: Fred Schneckenburger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stockpuppe, Begegnungen Die Witwe und der Geile: Die Witwe, 1951, Entwurf/Ausführung: Fred Schneckenburger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Modeaufnahme aus der Zeitschrift Le Jardin des Modes, Les collections de Balenciaga et de Givenchy, November 1961, Fotografie: Helmut Newton
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Fred Schneckenburger bei einer Probe des Puppencabaret, 1954, Fotografie: Michael Wolgensinger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Zeichnung, um 1949, Ausführung: Warja Lavater
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK