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Modell, (ohne Titel), 1899
Hermann Obrist
Modell, (ohne Titel)
Hermann Obrist,

Modell, (ohne Titel),
1899

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • (ohne Titel) Hermann Obrist Modell
  • (ohne Titel) Hermann Obrist Modell
  • (ohne Titel) Hermann Obrist Modell
  • (ohne Titel) Hermann Obrist Modell
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Der gebürtige Schweizer Hermann Obrist (1862–1927) gilt als Initiator der Münchner Jugendstilbewegung. Als Bildhauer führte er in den Jahren nach 1900 vorwiegend Auftragsarbeiten wie Grabmäler und Brunnen in einer eigenen biomorphen Formensprache aus.

Hermann Obrists Schaffen – dessen Stellenwert in der Forschung lange Zeit übergangen wurde – ist in vielerlei Hinsicht repräsentativ für eine Zeit, in der figürlich-abstrahierende Formen und Linien vom lebendigen Wachstum der Natur inspiriert und eine Tendenz zum Gegenstandslosen wesentlich waren. Sein Weg in die Abstraktion unterscheidet sich jedoch von anderen Jugendstilkünstlern. Obrist abstrahierte die Formen nicht im Sinne einer Reduktion. Vielmehr nahm er die formalen Dynamiken, die er als selbsternannter Sammler, Forscher und Beobachter in der Natur entdeckte, collageartig in seine Arbeiten auf. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf organische und anorganische Wachstumsprozesse, Rhythmen und Bewegungen. Mit deren zugrundeliegenden Gesetzmässigkeiten als Ausgangspunkt entwickelte der Künstler seine Arbeiten dann additiv, indem er die mannigfaltigen Strukturen kombinierte und miteinander verschmelzen liess. So scheint auch das Brunnenmodell eher aus dem Stein gewachsen, als aus ihm gehauen zu sein. Im Zentrum des Modells türmen sich Felsen empor, fast als seien sie durch seismografische Verschiebungen in jene Richtung getrieben worden. Aus den Hähnen sprudelndes Wasser weckt die Erinnerung an Wasserfälle, die sich ihren Weg durch ein Gebirge bahnen. (Julia Klinner)

Modell zu einem Dreischalenbrunnen, 1899
Entwurf/Ausführung: Hermann Obrist
Material/Technik: Gips, gegossen, gefasst
43 x 55 cm
Donation: Marie-Luise Obrist, Amaranth Obrist
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum Bellerive, Eva Afuhs / Staatliche Graphische Sammlung München, Andreas Strobl (Hg.), Hermann Obrist. Skulptur, Raum, Abstraktion um 1900, Zürich 2009.

Biografieo
Hermann Obrist
Hermann Obrist
*1862 in Kilchberg
†1927 in München

Hermann Obrist initiierte die deutsche Jugendstilbewegung, die anspruchsvolles Handwerk der angewandten Kunst mit den ästhetischen Ansprüchen der freien, bildenden Kunst verschmolz. Nach naturwissenschaftlichen Studien in Heidelberg und kunstgewerblichem Unterricht in Karlsruhe, liess er sich im Sommer 1888 bei Jena zum Keramiker ausbilden. Ein Jahr später zog er nach Paris, wo er die Bildhauerklasse an der Académie Julian besuchte. Der Verkauf seines ersten Brunnenmodells ermöglichte ihm 1892 eine Reise nach Florenz. Hier gründete er gemeinsam mit Berthe Ruchet, der langjährigen Gesellschaftsdame seiner Mutter, ein Atelier für Stickerei.

Mit seinem Umzug nach München begann 1895 Obrists steile Karriere als bedeutendster Pionier der Kunstgewerbereform. Wie bei den Vertretern der Arts-and-Crafts-Bewegung spielte auch bei ihm das Motiv der Pflanze eine entscheidende Rolle. Deren dekorative Qualitäten waren für Obrist weniger wichtig als ihre konstruktiven und strukturellen Eigenschaften, die er in seinen Stickereien und Möbeln umsetzte. Im Auftrag des Kunstgewerbevereins entwickelte Obrist eine intensive Vortragstätigkeit in ganz Deutschland und publizierte zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften. Anfang 1902 eröffnete er zusammen mit Wilhelm von Debschitz die Lehr- und Versuch-Ateliers für angewandte und freie Kunst in München, die er 1904 wegen zunehmender Schwerhörigkeit verliess, um sich der eigenen Arbeit zu widmen.

Quelle:

Museum Bellerive (Hg.), Hermann Obrist. Skulptur – Raum – Abstraktion um 1900, Zürich 2002.
www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4022833

Porträt Hermann Obrist
Abbildung: npg.org.uk / Fotografie: unbekannt

Legendeno

Modell zu einem Dreischalenbrunnen, 1899, Entwurf/Ausführung: Hermann Obrist, Donation: Marie-Luise Obrist, Amaranth Obrist
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fototafel, Dreischalenbrunnen von Hermann Obrist, Datierung unbekannt, Fotografie: Verlagsanstalt für Kunst München, DE, Donation: Marie-Luise Obrist
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Modell zu einem Nutzbrunnen für Mensch, Vieh, Hund und Vogel, um 1900, Entwurf/Ausführung: Hermann Obrist, Donation: Marie-Luise Obrist, Amaranth Obrist
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase, um 1900, Entwurf/Ausführung: Hermann Obrist, Donation: Marie-Luise Obrist, Amaranth Obrist
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase, um 1900, Entwurf/Ausführung: Hermann Obrist, Donation: Marie-Luise Obrist, Amaranth Obrist
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK