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Serpent, (ohne Titel), vermutlich 19.Jh.
unbekannt
Serpent, (ohne Titel)
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Serpent, (ohne Titel),
vermutlich 19.Jh.

*1539
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
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Das aufgrund seiner schlangenartigen Form als Serpent bezeichnete historische Blasinstrument ist eine auffällige Erscheinung innerhalb der reichhaltigen Instrumententradition Europas. Anhand dieses aus Italien stammenden Stücks lassen sich die Schwierigkeiten aufzeigen, die Forscher mit bestimmten Instrumententypen im Besonderen und mit der Instrumentenklassifikation im Allgemeinen haben

Der Serpent ist ein Musikinstrument, das nicht ganz einfach zu spielen ist: Intonation und Stabilität der Töne erfordern grosse Geschicklichkeit. Das ungewöhnlich aussehende Stück wird in die Familie der Zinken als Bassinstrument eingeordnet. Allerdings wird die gängige Einordnung des Serpents als Basszink angezweifelt. Der Zink wie auch der Serpent sind Grifflochhörner mit Kesselmundstücken und müssten nach gängiger Klassifizierung zur Familie der Blechblasinstrumente gezählt werden, obwohl sie aus Holz hergestellt sind. Das schlangenförmig geschwungene Instrument ist in der Herstellung sehr aufwendig: Die Konstruktion ist mit der eines Alphorns vergleichbar. Nur wächst kein Baum in dieser vierfach gebogenen Form. Deshalb müssen mehrere Hartholzstücke verleimt, in zwei Teile aufgeschnitten, die Röhre ausgehöhlt und wieder zusammengeleimt werden. Zur klanglich nötigen Abdichtung des Instruments wird es mit Ziegenleder oder Pergament überzogen. Der Serpent blieb mit etwa zwei Metern Länge lange Zeit das einzige Bassinstrument, dessen Lautstärke für grössere Räume ausreichte. Neben dem Einsatz in Kirchen spielte der Serpent ab Mitte des 18. Jahrhunderts in der Militärmusik eine Rolle. Nach zwei Übergangsinstrumenten, dem Basshorn und der Ophikleïde, hat die neu entwickelte Tuba die Funktion des Serpents übernommen. Ob das vorliegende Instrument aus dem 16. Jahrhundert stammt, darf bezweifelt werden. (Adrian Steger, Franziska Müller-Reissmann)

 

Serpent, vermutlich 19. Jh.
Herstellung: unbekannt, IT
Material/Technik: Holz; Leder; Messing
104.7 x 40.4 cm
Donation: Hug & Cie., Musikinstrumente, Zürich, CH
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Hermann Moeck/Helmut Mönkemeyer, Zur Geschichte des Zinken, 2. Aufl., Celle 1978.

Ludwig Finscher (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart: Allgemeine Enzyklopädie der Musik, 2. neubearbeitete Aufl., Stuttgart 1989.

Legendeno

Serpent, vermutlich 19. Jh., Herstellung: unbekannt, IT, Donation: Hug & Cie., Musikinstrumente, Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK