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Sachfotografie, Schokoladen-Mischmaschine, 1927–28
Hans Finsler
Sachfotografie, Schokoladen-Mischmaschine
Hans Finsler,

Sachfotografie, Schokoladen-Mischmaschine,
1927–28

Hans Finsler
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Schokoladen-Mischmaschine Hans Finsler Sachfotografie
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  • Schokoladen-Mischmaschine Hans Finsler Sachfotografie
  • Schokoladen-Mischmaschine Hans Finsler Sachfotografie
  • Schokoladen-Mischmaschine Hans Finsler Sachfotografie
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Hans Finsler (1891–1972) gelang ein rasanter Aufstieg als Fotograf: Der Kunsthistoriker wurde 1927 Lehrer für Fotografie an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle, nur kurz nachdem er dort als Autodidakt mit Sachfotos begonnen hatte, und erhielt vom Schokoladenhersteller Most seinen ersten Auftrag.

In den 1920er-Jahren trat die Fotografie in der Werbung zunehmend an die Stelle der Illustration, womit Werbebilder zu einem einträglichen Tätigkeitsfeld für viele Fotografen wurden. Als Industrie- und Produktfotograf suchte Hans Finsler nach nüchternen, dabei jedoch visuell attraktiven Bildern. Dafür stehen auch seine Aufnahmen für die Hallenser Firma Most, damals einer der grössten Schokoladenhersteller Deutschlands. Als Vertreter der Neuen Fotografie engagierte sich Finsler für eine eigenständige fotografische Sprache und gegen ein Lernen etwa von der Malerei. Dabei erachtete Jan Tschichold gerade die Aufnahme der Schokolademischmaschine als der Kunst ebenbürtig: «Durch die grossen Schwarz-Weiss-Kontraste und die Mannigfaltigkeit der Grautöne ist hier eine Wirkung entstanden, die in ihrer Farbigkeit manche Malerei oder Zeichnung übertrifft.» Zur ästhetischen Absicht gehörte auch die fixierte Bewegung, die aus der Summierung von Licht und Zeit entstand und sich in der Unschärfe der fliessenden Schokoladenmasse, des einströmenden Zuckers und der rotierenden Maschinenteile zeigte. Das Bild war 1929 im Kunstgewerbemuseum Zürich als Teil von Finslers Beitrag zur Wanderausstellung Film und Foto zu sehen, der wohl wichtigsten Schau der avantgardistischen Fotografie jenes Jahrzehnts. Noch im gleichen Jahr bewarb er sich als Leiter der neu gegründeten Fachklasse für Fotografie der Kunstgewerbeschule Zürich, deren Profil und internationale Ausstrahlung er von 1932 bis 1958 prägte. (Andres Janser)

Sachfotografie, Schokoladen-Mischmaschine, 1927–1928
Fotografie: Hans Finsler
Auftrag: Most Schokoladenfabriken, Halle (Saale), DE
Material/Technik: Fotopapier, s/w-Fotografie
36.5 x 30 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Jan Tschichold, «Fotografie und Typografie», in: Die Form 5 (1928), S. 140–150.

Hans Finsler, Mein Weg zur Fotografie. 30 Aufnahmen aus den zwanziger Jahren, Zürich 1971.

Thilo Koenig/Martin Gasser (Hg.), Hans Finsler und die Schweizer Fotokultur: Werk, Fotoklasse, Moderne Gestaltung 1932–1960, Zürich 2006.

Legendeno

Sachfotografie, Schokoladen-Mischmaschine, 1927–1928, Fotografie: Hans Finsler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Buch, Doppelseite mit Zeichnung der Schokoladenreibe von Marcel Duchamp und Fotografie der Schokoladenmischmaschine von Hans Finsler, Bilder und Text: Hans Finsler, 1969
Abbildung: Hans Finsler, Mein Weg zur Fotografie, Kempten, 1969, o.S

Sachfotografie, Hände beim Stanniolieren (Originaltitel), 1927– 28, Fotografie: Hans Finsler, Auftrag: Most Schokoladenfabriken, Halle (Saale), DE
Abbildung. Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sachfotografie, Schräge Brücke, 1928, Fotografie: Hans Finsler, Donation: Hans Finsler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sachfotografie, Scheerkette, 1929, Fotografie: Hans Finsler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sachfotografie, Einfahrt der Förderbahn, 1929, Fotografie: Hans Finsler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sachfotografie, Zwiebeln in der Sonne, 1929, Fotografie: Gerda Leo, Donation: Hans Finsler
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Hans Finsler - Neue Fotografie

Als Vertreter der Neuen Fotografie engagiert sich Hans Finsler (1891 − 1972) für eine eigenständige fotografische Sprache. Er verbindet Schwarz-Weiss-Kontraste mit mannigfaltigen Grautönen und zeigt die Motive angeschnitten, mit Bewegungsunschärfe oder in konstruktivistischen Bilddiagonalen. Finsler beteiligt sich 1929 an der Wanderausstellung Film und Foto, der wichtigsten Schau der avantgardistischen Fotografie jenes Jahrzehnts, und wird zu einem bedeutenden Fotolehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich.