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Werbekarte, Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l'humeur soulage, 1961–62
Nelly Rudin
Werbekarte, Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l'humeur soulage
Nelly Rudin,

Werbekarte, Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l'humeur soulage,
1961–62

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l'humeur soulage Nelly Rudin Werbekarte
  • Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l'humeur soulage Nelly Rudin Werbekarte
  • Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l'humeur soulage Nelly Rudin Werbekarte
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1961 brachte die Basler Chemiefirma Geigy das psychovegetative Harmonisierungsmittel Insidon auf den Schweizer Markt. Sie beauftragte die Grafikerin Nelly Rudin (1928–2013) die an die Ärzteschaft gerichtete Einführungskampagne zu gestalten. Rudin visualisierte die Wirkung des Medikaments anhand einer Kugel, die von der darin gefangenen Patientin dank der Einnahme von Insidon gesprengt wird.

Zwischen der Allgemeinen Gewerbeschule Basel und dem Grafikatelier der Geigy-Propaganda gab es enge Kontakte. Der Grafiklehrer Armin Hofmann (geb. 1920) war mit dem Geigy-Atelierchef Max Schmid (1921–2000) befreundet und schickte seine begabtesten Schüler zu Geigy. Zu diesen zählte auch Nelly Rudin, die allerdings direkt über ihren Bruder, den Werbeleiter René Rudin, ins Unternehmen kam. Zusammen mit Schmid, Karl Gerstner und Gérard Ifert prägte sie den frühen «Geigy-Stil». Als 1961 das psychovegetative Harmonisierungsmittel Insidon für den Schweizer Markt zugelassen wurde, führte Nelly Rudin bereits seit fünf Jahren ihr eigenes Atelier in Zürich. Hier erhielt sie auch Aufträge von Geigy. 1961/1962 gestaltete sie die an die Schweizer Ärzteschaft gerichtete Einführungskampagne für Insidon mit dem Symbol der in einer Glaskugel gefangenen Patientin, die sich durch die Sprengung der Kugel von ihrem psychischen Leiden befreit. Das von einem Slogan begleitete Symbol wurde auf allen Werbemitteln – Inserat, Ärztemuster, Bestellschein, Karte usw. – verwendet. Für das breite Format der Werbekarte fand Rudin die passende Lösung, indem sie den Zustand der Patientin in drei Stufen darstellte: vor der Einnahme des Medikaments in der Kugel kauernd, nach der Einnahme entspannt in der Kugel stehend, danach selbstbewusst die Kugel sprengend. Die insgesamt nüchterne Visualisierung mittels einfacher Strichrasterfotografie (Kugelmotiv), Groteskschrift und reduzierter Farbigkeit verleiht dieser Werbung einen seriösen Anstrich, der an das Vertrauen der Ärzteschaft appellierte. (Barbara Junod)

Werbekarte, Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l’humeur soulage, um 1962
Gestaltung: Nelly Rudin
Auftrag: J. R. Geigy AG, Basel, CH
Material/Technik: Halbkarton, Offsetdruck
13.6 x 29.7 cm
Donation: Brian Stones
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Andres Janser/Barbara Junod (Hg.), Corporate Diversity, 2009, S. 16–22, 36–40, 98, 104–107, 148–155.

Interview von B. Junod mit Nelly Rudin in ihrem Atelier, Badenerstrasse 460, Zürich, 23. November 2004

Legendeno

Werbekarte, Insidon Geigy – apaise supprime anxiété et tension relève l’humeur soulage, um 1962, Gestaltung: Nelly Rudin, Auftrag: J. R. Geigy AG, Basel, CH, Donation: Brian Stones
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ärztemuster, Insidon Geigy – Armonizzatore neuro-vegetativ o e psichico, 1961–63, Gestaltung: Roland Aeschlimann (Motiv: Nelly Rudin), Produktion: Geigy S.A., Mailand, IT, Donation: Roland Aeschlimann
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ärztemuster, geöffnet, Insidon Geigy – Armonizzatore neuro-vegetativ o e psichico, 1961–63, Gestaltung: Roland Aeschlimann (Motiv: Nelly Rudin), Produktion: Geigy S.A., Mailand, IT, Donation: Roland Aeschlimann
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Werbekarte, Insidon Geigy – en cardiologie, um 1963, Gestaltung: unbekannt, Auftrag: J. R. Geigy AG, Basel, CH, Donation: Brian Stones
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Nelly Rudin – Geigy Design

Die an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel zur Grafikerin ausgebildete Nelly Rudin (1928 –2013) arbeitet zwischen 1951 und 1962 mehrmals für das Grafikatelier der «Geigy-Propaganda». Zuerst als freie Mitarbeiterin vor Ort, danach als Mitarbeiterin im Atelier Müller-Brockmann in Zürich und zuletzt von ihrem eigenen Zürcher Atelier aus. Sie gestaltet vor allem pharmazeutische Werbemittel, für die sie anfänglich rein grafische Symbole verwendet, später jedoch fotografische Lösungen bevorzugt.