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Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite), Unknownmix – UX, 1984
Hans-Rudolf Lutz
Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite), Unknownmix – UX
Hans-Rudolf Lutz,

Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite), Unknownmix – UX,
1984

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Unknownmix – UX Hans-Rudolf Lutz Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite)
  • Unknownmix – UX Hans-Rudolf Lutz Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite)
  • Unknownmix – UX Hans-Rudolf Lutz Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite)
  • Unknownmix – UX Hans-Rudolf Lutz Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite)
  • Unknownmix – UX Hans-Rudolf Lutz Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite)
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Als Mitglied der Zürcher Rockband UnknownmiX (1983–1992) entwarf Hans-Rudolf Lutz (1939–1998) deren Kassetten- und Plattenhüllen, Drucksachen und Werbemittel, gestaltete aber auch alle Visuals der Liveauftritte. Dabei bediente er sich konsequent der Univers-Schrift und seines eigenen Bildrepertoires.

Ende der 1970er-Jahre lernte der Gestalter Hans-Rudolf Lutz die Sängerin Magda Vogel, seine zukünftige Lebenspartnerin, in Zürich kennen. Diese war gerade dabei, mit dem Elektroniker Ernst Thoma und dem Schlagzeuger Knut Remond einen neuartigen Elektropop zu kreieren. Begeistert von dieser «urbanen Volksmusik», die Rock, Pop, Techno, Minimal sowie Geräusche und Tierlaute vermischte, entwarf Lutz den Umschlag der ersten Musikkassette der Band. Sie kam 1983 unter dem Namen UnknownmiX auf den Markt. Der Text des Umschlags war noch mit Vogels Schreibmaschine geschrieben. Ab 1984 verwendete Lutz für die Plattenhüllen, Drucksachen und Werbemittel der Band konsequent Adrian Frutigers Schrift Univers und zwar ausschliesslich die kursiven Schriftschnitte 47 und 67. Das gilt auch für die Schallplattenhülle von 1984, die auf einer Seite positiv mit UX – Schwarz auf Weiss – und auf der anderen negativ mit UnknownmiX – Weiss auf Schwarz – beschriftet ist. Eine radikal minimale Gestaltung. Auf diesem Umschlag figuriert Lutz zudem erstmals als Mitglied der Band: «Hans-Rudolf Lutz all visual…». Denn Lutz verantwortete nicht nur die Printmedien, sondern während der rund zehn Jahre des Bestehens der Band auch alle Visuals der Liveauftritte. Als «Visual DJ» tauchte er die Bühne samt Sängerin und Musikern mittels mehrerer Diaprojektoren und Schweinwerfer in ein abstraktes Ambiente. Dabei bediente er sich seines eigenen Bildrepertoires und für die Musiktitel der kursiven Univers-Schrift. (Barbara Junod)

Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite), UnknownmiX – UX, 1984
Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz
Auftrag: Unknownmix Zürich, CH
Vertrieb: Recommended Records Zürich, CH
Verwendete Schrift: Univers
31.3 x 31.5
Donation: Magda Vogel
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Hans-Rudolf Lutz, Typoundso, 2. Aufl., Zürich 1997 (1996), S. 148–161.

UnknownmiX, The Siren, Zürich, RecRec Music, 1989: https://www.youtube.com/watch?v=txXrzJUSdvg

UnknowmmiX, Django, Zürich, RecRec Music, 1985: https://www.youtube.com/watch?v=MzP0JhU95E0

UnknownmiX, Chew The Gun, Zürich, LXRC31: https://soundcloud.com/luxrec/sets/lxrc31

UnknownmiX, UX Records – UX-004, Zürich, 1984 : https://www.discogs.com/UnknownmiX-UX/release/1211116

UnknownmiX, Discografie:

https://www.discogs.com/artist/152831-UnknownmiX

http://www.definitiv-zuerich.ch/bands/-/id/62/b/unknownmix

Biografieo
Hans-Rudolf Lutz
Hans-Rudolf Lutz
*1939 in Zürich
†1998 in Zürich

Hans-Rudolf Lutz absolvierte von 1955 bis 1959 eine Lehre als Schriftsetzer in der Druckerei Orell Füssli. Danach arbeitete er beim Typografen Arthur Kümin und später in der Druckerei Anton Schöb. 1961 verliess Lutz die Schweiz, um durch Europa und Nordafrika zu reisen. Nach seiner Rückkehr besuchte er 1963 an der Schule für Gestaltung Basel einen einjährigen Kurs für typografische Gestaltung bei Emil Ruder und Robert Büchler. Von 1964 bis 1966 arbeitete Lutz im Studio von Albert Hollenstein in Paris, wo er als Leiter der Gruppe «expression typographique» die typografischen Möglichkeiten des damals neuen Fotosatzes auslotete und den Handwerkern die gestalterischen Grundlagen in Abendkursen vermittelte. Ab 1966 führte Lutz ein eigenes Atelier in Zürich. Im selben Jahr gründete er den Hans-Rudolf Lutz Verlag und nahm eine Stelle als Fachlehrer für Schriftsatz an der Schule für Gestaltung Zürich an, wo er mit kurzer Unterbrechung über dreissig Jahre lang unterrichtete. Lutz beteiligte sich zudem ab 1971 am Aufbau der F + F-Schule für experimentelle Gestaltung in Zürich. Sein Hauptsitz als Lehrer für Typografie und interdisziplinäre Gestaltung lag jedoch ab 1968 bis zu seinem Tod in Luzern. 1977 konzipierte Lutz für die Typografischen Monatsblätter eine Serie plagiierter Zeitschriftentitel, mit denen er zeigte, dass der visuelle Auftritt immer «mitgelesen» wird – eine Erkenntnis, die er auch seinen Studenten in der Schweiz, in Edmonton (CA), Columbus/Ohio und Providence/Rhode Island (USA) sowie in Bremen (DE) mit auf den Weg gab. Von 1967 bis 1980 gestaltete Lutz die Bücher des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) an der ETH Zürich sowie zahlreiche Kunst- und Politbücher im Eigenverlag. In den 1980er- und 1990er-Jahren machte er sich zudem als Herausgeber und Autor von Lehr- und Bilderbüchern einen Namen. Ausbildung in typografischer Gestaltung (1987), Die Hieroglyphen von heute (1990) und Typoundso (1996) gehören zu den wichtigsten. Daneben trat Lutz auch als visueller DJ der Musikgruppe UnknownmiX auf. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Hans-Rudolf Lutz, Ausbildung in typografischer Gestaltung, Zürich 1987.
Hans-Rudolf Lutz, Typoundso, Zürich 1996.
Friedrich Friedl, Nicolaus Ott, Bernard Stein, Typography, Köln 1998.
Barbara Junod, «Untersuchung und Experiment: Hans Rudolf-Lutz und Wolfgang Weingart», in: Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Grafik, Zürich 2014.
http://lutz-verlag.ch/about/
www.eyemagazine.com/feature/article/reputations-hans-rudolf-lutz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Rudolf_Lutz
http://www.definitiv-zuerich.ch/bands/-/id/62/b/unknownmix

Porträt Hans-Rudolf Lutz
Abbildung: lutz-verlag.ch / Fotografie: unbekannt

Legendeno

Schallplattenhülle (Vorder- und Rückseite), UnknownmiX – UX, 1984, Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz, Donation: Magda Vogel
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Musikkassetten-Umschlag, Unknownmix, 1983, Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz, Donation: Magda Vogel
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, UX – Unknownmix, 1989, Schweiz (Rote Fabrik), Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz, Donation: Kulturzentrum Rote Fabrik, Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Schallplatte und Hülle, UX – UnknownmiX Sincerely Habibi, 1991
Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz, Donation: Magda Vogel

Schallplattenhülle, UnknownmiX – whaba!, 1988, Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz, Donation: Magda Vogel
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Pressedokumentation, UnknownmiX (Die Band im Bild), 1992, Gestaltung: Hans-Rudolf Lutz, Donation: Magda Vogel
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Hans-Rudolf Lutz - UnknownmiX

Die Zürcher Rockband UnknownmiX (1983 – 1992) mischt Rock, Pop, Techno, Minimal sowie Geräusche und Tierlaute zu einer radikalen urbanen Musik, die in den Liveshows mit Bildprojektionen interagiert. Zur Initialband gehören die Sängerin Magda Vogel, der Elektroniker Ernst Thoma, der Schlagzeuger Knut Remond und der Gestalter Hans-Rudolf Lutz (1939 − 1998). Lutz entwirft sämtliche Kassetten- und Plattenhüllen, Drucksachen und Werbemittel der Band. Zudem gestaltet er die Visuals der Liveauftritte.