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Plakat, Besos robados (Originalfilmtitel: Baisers volés), 1970
René Azcuy Cárdenas
Plakat, Besos robados (Originalfilmtitel: Baisers volés),
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Plakat, Besos robados (Originalfilmtitel: Baisers volés),
1970

René Azcuy Cárdenas
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Museum für Gestaltung Zürich
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8031 Zürich
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Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Besos robados (Originalfilmtitel: Baisers volés) René Azcuy Cárdenas
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DE-24-0018.mp3
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Nach der kubanischen Revolution entwickelte das vom nationalen Filminstitut ICAIC geförderte Filmplakat eine völlig eigenständige Ästhetik. René Azcuy Cárdenas (geb. 1938) zählte mit seinen poetisch verdichteten Plakaten zu den prominenten Vertretern dieser neuen Bildkultur.

Wie viele seiner Zeitgenossen besuchte René Azcuy Cárdenas die renommierte Kunstschule in Havanna. Er wandte sich bald der Plakatgestaltung zu und entwarf bis in die frühen 1980er-Jahre Plakate für das Instituto Cubano de Arte e Industria Cinematográficos (ICAIC). Charakteristisch für das kubanische Filmplakat ist der Verzicht auf die einfache Montage von Standfotografien und damit auf eine rein erzählerische Wiedergabe des Geschehens.
Cárdenas Plakate zeigen häufig eine stark reduzierte Farbpalette und die Verarbeitung fotografischer Versatzstücke. In dem ebenso komischen wie melancholischen Film Baisers volés verstrickt sich François Truffauts (1932–1984) Alter Ego, Antoine Doinel, in verschiedene amouröse Abenteuer. Cárdenas gelang es, Inhalt und Titel symbolhaft zu verknappen. Er fand zu einer ebenso sinnlichen wie verspielten gestalterischen Umsetzung, die dem Geist des Films meisterhaft gerecht wird. (Bettina Richter)

Plakat, Besos robados (Originalfilmtitel: Baisers volés), 1970
Erscheinungsland: Kuba
Gestaltung: René Azcuy Cárdenas
Auftrag: Instituto Cubano de Arte e Industria Cinematográficos, ICAIC, Havanna, CU
Material / Technik: Siebdruck
76 × 51 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Felipe Hernández Cava, «Affiches aux sonorités cubaines», in: Étapes graphiques, Nr. 39 (April 1998), S. 48–51.

Dugald Sterner, Kunst der Revolution, 100 Plakate aus Kuba, Köln/Berlin 1980.

Sara Vega, Alicia Garcia, La otra imagen del cine cubano, Havanna 1997.

Legendeno

Plakat, Besos robados (Originalfilmtitel: Baisers volés), 1970, Kuba, Gestaltung: René Azcuy Cárdenas
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Testimonio, 1970, Kuba, Gestaltung: René Azcuy Cárdenas
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Kubanischer Film

In Kuba entsteht nach 1959 eine eigenständige Plakattradition. Künstlerinnen und Künstler leisten mit dem staatlich geförderten Filmplakat ihren persönlichen Beitrag zur Revolution. Nicht mehr US-Filme, sondern europäische und einheimische Produktionen werden nun beworben. Anleihen der internationalen Kunstavantgarde verbinden sich im kubanischen Filmplakat mit den eigenen nationalen Wurzeln. Im Siebdruck reproduziert, faszinieren sie bis heute besonders durch ihre leuchtende Farbigkeit.