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Teeservice, Alsiko, um 1933
Fritz HaussmannHelene Haussmann
Teeservice, Alsiko
Fritz Haussmann, Helene Haussmann,

Teeservice, Alsiko,
um 1933

Fritz HaussmannHelene Haussmann
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Alsiko Fritz Haussmann Helene Haussmann Teeservice
  • Alsiko Fritz Haussmann Helene Haussmann Teeservice
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Mit dem Alsiko-Teeservice gelang es dem Keramikerpaar Fritz (1900–1968) und Helene Haussmann (1905–1989), ein formschönes, funktionales Geschirr auf den Markt zu bringen. Unglasiert oder mit farbiger Glasur erfreute es sich grosser Beliebtheit, auch über Werkbundkreise hinaus.

Die in Deutschland ausgebildeten Keramiker Fritz und Helene Haussmann-Frei leiteten den Namen ihrer 1928 in Niederuster gegründeten Töpferwerkstätte Alsiko von einem Grundstoff der Keramikherstellung ab: Aluminium-Silikat-Oxid. 1933 bezogen sie in einen von Max Ernst Haefeli ebenfalls in Uster erstellten modernen Neubau, der neben der geräumigen Manufaktur einen Verkaufsladen und ihre Wohnung enthielt. Nachdem die beiden anfänglich formstrenge Studiokeramik hergestellt hatten, entstanden nun vermehrt schlichte Gefässe für den täglichen Gebrauch. Ihr Alsiko-Teeservice ist ein Klassiker par excellence. Die patentierte Teekanne – sie ist rundlich wie das Jenaer Glasmodell Wilhelm Wagenfelds – weist einen nach unten gebogenen nichttropfenden Ausguss auf. Die aus äusserst feinkörnigem Ton geformten Serviceteile wurden unglasiert in Rot und Schwarz sowie mit verschiedenen farbigen Glasuren geliefert. Die Haussmann-Keramik war – dank zahlreicher Verkaufsstellen in Zürich (u. a. Verkaufsgenossenschaft «Zur Spindel», ab 1937 Cornelius), in Basel und Klosters – auch über den Werkbundkreis hinaus verbreitet, sodass die Manufaktur bis zu 15 Mitarbeitende beschäftigen konnte. Bekannte Kunstgewerblerinnen wie Berta Tappolet, Luise Strasser, Cornelia Forster und Amata Good arbeiteten als Malerinnen. Helene Haussmann fertigte auch Figürliches. Sie leitete die Keramikmalerei und experimentierte mit einer Vielzahl von Farben, Glasuren und Zwischenbränden. (Arthur Rüegg)

Teeservice, Alsiko, um 1933
Entwurf: Helene Haussmann, Fritz Haussmann
Herstellung: Keramische Werkstätte Alsiko, Uster, CH
Vertrieb: Verkaufsgenossenschaft zur Spindel, Zürich, CH
Material/Technik: Steinzeug, unglasiert
Teekanne 12,5 × 25 × 17 cm
Donation: Arthur Rüegg
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 110.

«Keramische Werkstätte und Wohnhaus F. Haussmann, Uster», in: Werk 22 (1935), Heft 12, S. 397–401.

Auskünfte von Steffen Kuhn, Zürich.

Legendeno

Teeservice, Alsiko, um 1933, Entwurf: Helene Haussmann, Fritz Haussmann, Donation: Arthur Rüegg
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Teller, nach 1937, bemalt von Berta Tappolet, Entwurf: Helene Haussmann, Fritz Haussmann
Abbildung: Arthur Rüegg

Fotografie, 1933 erbaute Töpferwerkstatt Alsiko in Uster, um 1935
Abbildung: Arthur Rüegg