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Knoblauchpresse, Zylyss, um 1950
Karl Zysset
Knoblauchpresse, Zylyss
Karl Zysset,

Knoblauchpresse, Zylyss,
um 1950

Karl Zysset
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Zylyss Karl Zysset Knoblauchpresse
  • Zylyss Karl Zysset Knoblauchpresse
  • Zylyss Karl Zysset Knoblauchpresse
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Karl Zysset (1907–1998) ist nicht nur der Erfinder der Knoblauchpresse, er hat auch viele andere nützliche Küchenhelfer entwickelt und für deren Produktion und Vertrieb die Firma Zyliss AG gegründet. Ihre einfachen, gut gestalteten mechanischen Geräte prägten die Schweizer Küchen bis in die 1980er-Jahre. 1982 wurde das Unternehmen an Investoren verkauft und die Produktion nach Asien verlegt.

Bereits als Fahrradmechaniker und Inhaber des Velohauses Zysset in Lyss machte Karl Zysset (1907–1988) erste Erfindungen: eine ausklappbare, seitliche Velostütze und ein Gepäckträger. Über den Knoblauchkonsum von Zysset ist nichts bekannt, doch um 1950 entwickelte er ein einfaches Gerät, mit dem Knoblauchzehen zu feinem Püree gepresst werden konnten, ähnlich einer Saftpresse. Die erste Knoblauchpresse mit leicht geschwungenen Aluminiumgriffen lag ähnlich gut in der Hand wie die Bremse am Fahrrad. Sie besteht aus drei Gussteilen: einem Hebel mit Kolben und einem Zylinder mit perforiertem Boden. Die Zehe wird in den Zylinder gelegt und mit Hebelkraft durch die kleinen Löcher im Zylinderboden getrieben. Die schlichte Sachlichkeit und überzeugende Ergonomie fand auch Anklang bei der Jury des SWB. 1952 erhielt die Knoblauchpresse die Auszeichnung «Die gute Form». Zysset gab das Velogeschäft auf, gründete die Firma Zylyss (eine Kombination aus seinem Familiennamen und dem Standort) und widmete sich fortan ganz der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Küchengeräten. Neben Dreh- und Hebelsaftpressen, Brot- und Wurstschneidemaschinen produzierte Zysset zwei weitere weltweit bekannte küchentechnische Erfindungen: Salatschleuder und Zwiebelhacker (1953). Letzterer machte die Firma mit dem Slogan «Zick-Zick-Zyliss» in den 1960er-Jahren zum Inbegriff für Schweizer Küchengeräte. (Renate Menzi)

Knoblauchpresse, Zylyss, um 1950
Entwurf: Karl Zysset
Herstellung: Zysset & Co., Lyss, CH
Vertrieb: Reist & Co., Bern, CH
Material/Technik: Aluminium
3.5 x 5 x 19 cm
Donation: Knecht Arredamenti, Locarno, CH
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Design, Zürich 2014, S. 154.

Roger Monnerat, «Karl Zysset und sein Blitzhacker», in: Work, die Zeitung der Gewerkschaft Unia, 20.11.2003.

Legendeno

Knoblauchpresse, Zylyss, um 1950, Entwurf: Karl Zysset, Donation: Knecht Arredamenti, Locarno, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Produktgruppe Zysset & Co., um 1950, SWB-Fotosammlung von gutem Gebrauchsgerät
Dauerleihgabe: Schweizerischer Werkbund (SWB)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Hacken Zyliss, 1981, Schweiz, Gestaltung: Reinhard Morscher
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Raffeln Zyliss, 1981, Schweiz, Gestaltung: Reinhard Morscher
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Pressen Zyliss, 1981, Schweiz, Gestaltung: Reinhard Morscher
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Aluminium

Weil seine Herstellung viel elektrische Energie benötigt, gilt Aluminium als «Schweizer Rohstoff». 1888 wurde das erste mit Wasserkraft betriebene Aluminiumwerk Europas in Neuhausen in Betrieb genommen. Das leichte Metall wurde billiger und hielt nach der Verwendung im Flugzeugbau Einzug in die Schweizer Haushalte. Während des Zweiten Weltkriegs ersetzte Aluminium den rar gewordenen Stahl und erlebte nicht nur in der Feldküche einen Boom.