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Brosche, (ohne Titel), 1912
Georg Jensen
Brosche, (ohne Titel)
Georg Jensen,

Brosche, (ohne Titel),
1912

Georg Jensen
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • (ohne Titel) Georg Jensen Brosche
  • (ohne Titel) Georg Jensen Brosche
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  • (ohne Titel) Georg Jensen Brosche
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Der dänische Künstler und Handwerker Georg Jensen (1866–1935) hat durch die gezielte Wahl der verwendeten Materialien die von ihm entworfenen Jugendstilschmuckstücke zu erschwinglichen Produkten gemacht. Die mit Opalen besetzte repräsentative Silberbrosche zeigt die geometrisch geordnete Umsetzung eines Blütenstands.

Inspiriert von komplexen Staubgefässen wie etwa an denjenigen der Passionsblume hat Georg Jensen die filigran durchbrochene achtlappige Rosette durch Stege sternförmig verbunden. Tiefe erzielte er mit einer Schicht aus zwei vierpassigen Elementen, in deren Mitte ein bewegliches Pendel prangt. Der Opalbesatz verstärkt dessen kinetische Wirkung in idealer Weise und macht das Stück mittels Reflexen des Halbedelsteins vor der Schwärze der Zwischenräume zur Augenweide. Als Sohn eines Messerschleifers erlernte Jensen bereits mit 14 Jahren die Goldschmiedekunst und anschliessend bis 1892 an der Königlich Dänischen Kunstakademie die Bildhauerei. Seine Keramikfiguren fanden durchaus Anklang, doch für den Lebensunterhalt verdingte er sich bei der renommierten Porzellanfirma Bing & Grøndahl, gründete versuchsweise ein eigenes Keramikatelier und wirkte als Silberschmied in Mogens Ballins Kopenhagener Metallwerkstätte. Als Vorarbeiter von 30 Angestellten sammelte er dort die nötigen Erfahrungen für eine eigene Silberwerkstatt, die er 1904 gründete. Im gleichen Jahr erregte er mit 110 Arbeiten in einer Ausstellung im Kopenhagener Kunstindustriemuseum grosse Aufmerksamkeit. An seinem Stand könne man «cheap and mass-produced silverware with a perfect artistic expression» erwerben, schrieb die Kritik. Tatsächlich produzierte man in den Anfangsjahren komplett von Hand. Später verwendete Jensen etwa für die Vorderseiten von Broschen eine Stanzmaschine, um die grosse Nachfrage zu befriedigen. Trotzdem blieben zur Vollendung des Produkts sehr viele Handgriffe nötig. In seiner Manufaktur lief die Produktion nach 1904 auf Hochtouren, so dass Jensen in kurzer Zeit erweitern musste und Filialen in Berlin, London und der Fifth Avenue in New York eröffnete. Kooperationen mit Künstlern und Designern erwiesen sich bis heute als dauerhaft erfolgreiches Konzept. (Sabine Flaschberger)

Brosche mit Anhänger, 1912
Entwurf/Ausführung: Georg Jensen
Material/Technik: Silber; Opal
9.9 x 6.3 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

The Bard Graduate Center for Studies in the Decorative Arts, Design and Culture, Georg Jensen Jewelry, New York 2005.

Legendeno

Brosche mit Anhänger, 1912, Entwurf/Ausführung: Georg Jensen
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Brosche, Design Nr. 94, 1914, Entwurf/Ausführung: Georg Jensen
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Zuckerschale, um 1910, Entwurf/Ausführung: Georg Jensen
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Terrine, 1952, Entwurf: Magnus Stephensen, Ausführung: Georg Jensen
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Kelch, 1912, Entwurf/Ausführung: Georg Jensen
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Georg Jensen Katalog, um 1908–1912, Fotografie: Bruce White
Abbildung: David A. Taylor (Hg.), Georg Jensen Jewelry, New Haven 2005 / The Georg Jensen Archive

Georg Jensen (stehend) mit Lehrlingen im Atelier in Kopenhagen, um 1909
Abbildung: David A. Taylor (Hg.), Georg Jensen Jewelry, New Haven 2005 / The Georg Jensen Archive

Ausstellungstexto
Schmuck

Der Begriff Schmuck oder Geschmeide geht wie das mittelhochdeutsche «gesmide» (Metall, Schmuck) und das althochdeutsche «smida» (Metall) auf den germanischen Begriff «smi» (in Metall arbeiten) zurück. Die Kunst, Schmuck herzustellen, beschränkt sich jedoch nicht nur auf eine gekonnte Bearbeitung verschiedener Metalle. Bernhard Schobingers (geb. 1946) Ohrringe aus Dübeln, Marietta Meier-Bättigs (geb. 1966) Armreif aus Rosshaar, die Fahrradschlauchhalskette von Regula Wyss (geb. 1948) oder Verena Sieber-Fuchs’ (geb. 1943) Kronkorkenkragen zeugen von einer überraschend vielseitigen Materialität.