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Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957
Lora Lamm
Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente
Lora Lamm,

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente,
1957

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • La Rinascente Lora Lamm Entwurf für Werbeprospekt
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Lora Lamm im Gespräch
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Als Grafikerin des Mailänder Warenhauses La Rinascente entwickelt die Bündnerin Lora Lamm (geb. 1928) einen eigenen illustrativen Stil, welcher der konstruktiven Schweizer Grafik fern steht. Dies liegt in ihrer Vorliebe für das Zeichnerische begründet, aber auch in der Ansprache eines vornehmlich weiblichen Publikums, das sie mit ihren charmanten Illustrationen besser zu erreichen vermochte als mit einer sachlichen Grafik.

Die an der Kunstgewerbeschule Zürich ausgebildete Grafikerin Lora Lamm arbeitete von 1953 bis 1962 in Mailand: zuerst im Studio Boggeri, danach beim Confiseur Motta und ab 1954 im modernen Warenhaus La Rinascente. Dort gestaltete sie unter der Leitung von Max Huber (1919–1992), der das neue Erscheinungsbild der Rinascente entworfen hatte, die Hauszeitschrift und sämtliche Werbemittel für die Verkaufsausstellungen. Als Huber 1958 das Warenhaus verliess, übernahm Lamm dessen Posten (bis 1962). Im Unterschied zu Huber und anderen Schweizer Berufskollegen in Mailand pflegte Lamm einen illustrativen Stil, der wenig mit der konstruktiven Schweizer Grafik gemein hatte. Das lag einerseits in ihrer Vorliebe für das Zeichnerische begründet, aber auch darin, dass die modische Rinascente hauptsächlich ein weibliches Publikum ansprach. Mit ihrer spielerisch-leichten und humorvollen Grafik, die sich an trendigen Warenhäusern wie Macy’s (USA) inspirierte, gelang es Lamm, die Kundinnen zu verzaubern. Der ovale Frühlingsprospekt Primavera von 1957, der die Neuheiten und Veranstaltungen der Rinascente ankündigte, ist hierfür ein gutes Beispiel: Jede Illustration wurde mit Wasserfarbe oder deckender Gouache luftig und präzise zugleich in Originalgrösse entworfen und danach mit dem inwendigen Begleittext in Offset gedruckt. Der Text zur eleganten jungen Frau vor blauem Hintergrund ist eine Ode an die den Frühling verkörpernde 18-Jährige, die mit Sonderangeboten angelockt wurde. (Barbara Junod)

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957
Illustration: Lora Lamm
Auftrag: La Rinascente, Mailand, IT
16.3 x 13.3 cm
Donation: Lora Lamm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Barbara Junod, «Die Herren von Jelmoli und Globus kamen nach Milano – Wir inspirierten uns an Amerika», in: Museum für Gestaltung (Hg.), Zürich–Milano, PC 14, Zürich 2007, S. 52–53.

Biografieo
Lora Lamm
Lora Lamm
*1928 in Arosa

Lora Lamm studierte von 1946 bis 1951 Grafik an der Kunstgewerbeschule Zürich, unter anderen bei Johannes Itten, Ernst Keller und Ernst Gubler. Nach ihrem Studienabschluss und der Anstellung im grafischen Atelier der Triplex-Werbe-Agentur zog es sie auf Rat von Frank Thiessing, Texter derselben Agentur, ins wirtschaftlich boomende Mailand der Nachkriegszeit. Dort wurde sie zunächst Mitarbeiterin im Studio Boggeri und folgend als Verpackungsgestalterin bei der Firma Panettone Motta Milano. Auf Empfehlung des Schweizer Grafikers Max Huber kam sie 1954 in die Werbeabteilung des Warenhauses La Rinascente. Dort erarbeitete sie sich rasch eine feste Anstellung und bestimmte mit ihrem frischen Stil massgeblich den visuellen Auftritt des Hauses. Eine ihrer bedeutendsten Werbekampagne war Il Giappone von 1956. Sie überzeugt durch eine schlichte japanische Note, die gleichzeitig dem Schweizerischen Konstruktivismus nahe steht. 1958 entschied sich Lamm, nur noch als freie Mitarbeiterin für La Rinascente und das dazugehörige Billigwarenkaufhaus Upim zu arbeiten. Dies erlaubte ihr, nebenbei selbständig für andere Kunden wie Pirelli, Elizabeth Arden, Niggi oder Latte Milano zu arbeiten. 1963 kehrte Lamm nach Zürich zurück, wo sie als Freelancerin arbeitete und später als Partnerin in die Werbeagentur Frank C. Thiessing eintrat. Sie hielt jedoch weiterhin Kontakte nach Mailand und führte noch bis 1966 für italienische Kunden Aufträge aus. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Zürich - Milano, Poster Collection 14, Baden 2007. Lora Lamm, Nicoletta Ossanna Cavadini (Hg.), Lora Lamm, Grafica a Milano – Graphic Design in Milan 1953-1963, Mailand 2013.

 

Porträt Lora Lamm, Fotografie: Serge Libiszewski, Abbildung: irenebrination.typepad.com

Legendeno

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957, Illustration: Lora Lamm, Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Werbeprospekt, Primavera in tutta la Rinascente, um 1957, Illustration: Lora Lamm, Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957, Illustration: Lora Lamm Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957, Illustration: Lora Lamm Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957, Illustration: Lora Lamm Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957, Illustration: Lora Lamm Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Werbeprospekt, La Rinascente, 1957, Illustration: Lora Lamm Donation: Lora Lamm
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Lora Lamm – La Rinascente

Die in Zürich ausgebildete Lora Lamm (geb. 1928) gestaltet von 1954 bis 1962 umfassende Werbekampagnen wie auch dekorative Muster für das Mailänder Warenhaus La Rinascente. Dabei entwickelt sie abseits der konstruktiven Schweizer Grafik ihren eigenen illustrativen Stil. Dies hängt mit ihrer Vorliebe für das Zeichnerische zusammen, aber auch mit dem weiblichen Zielpublikum, das sie mit ihren charmanten Illustrationen besser zu erreichen vermag als mit einer distanziert-sachlichen Grafik.