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Programmvorschau, Juni-Festwochen Zürich, 1957
Josef Müller-Brockmann
Programmvorschau, Juni-Festwochen Zürich
Josef Müller-Brockmann,

Programmvorschau, Juni-Festwochen Zürich,
1957

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
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25 Jahre lang gestaltete Josef Müller-Brockmann (1914–1996) die Plakate und Programmhefte für Tonhalle, Stadttheater und Opernhaus Zürich. Orientierte er sich bei seinen Plakaten an der konkreten Kunst, so bediente er sich für die Programmhefte der experimentellen Fotografie. Das zeigt auch eine Heftserie der Juni-Festwochen mit ihrer impressionistisch anmutenden Titelfotografie.

Von 1950 bis in die 1970er-Jahre entwarf Josef Müller-Brockmann zahlreiche Plakate und Programmhefte für die Tonhalle, das Stadttheater und das Opernhaus Zürich. Diese Aufträge verdankte er seinem guten Ruf und den Beziehungen zu diesem Milieu. Nach 1945 hatte er sich als Bühnen- und Kostümbildner einen Namen gemacht, und seine Frau, Verena Brockmann, spielte als Violonistin im Tonhalle-Orchester Zürich. Mit ihr und Richard Paul Lohse teilte er seine Begeisterung für die atonale Musik von Arnold Schönberg und für zeitgenössische Komponisten wie Karlheinz Stockhausen, in deren Partituren er Parallelen zur konkreten Kunst und zur eigenen experimentellen Grafik entdeckte. In den frühen 1950er-Jahren begann er, in seinen Plakaten musikalische Themen wie Rhythmus oder Schwerelosigkeit mit konkreten Formen auszudrücken. Bei der Umschlaggestaltung der Programmhefte nutzte er hingegen die Möglichkeiten der Experimentalfotografie. So bei einem Heft von 1957 für das vom Stadttheater (ab 1964 vom Opernhaus) organisierte Opern- und Balletprogramm der Zürcher Juni-Festwochen. Hier verwendete er eine Fotografie mit künstlich im Atelier erzeugten Lichtern, die als unscharfe Punkte die traumhaften Glanzlichter im verdunkelten Opernsaal suggerierten. Folgehefte nahmen das Thema mit einer beschnittenen Sicht auf die Zuschauerbühne fotografisch wieder auf und kippten den Titel in die Vertikale. Ab 1960 bis ca. 1965 waren die Hefte und Plakate oft auf rein typografische Lösungen beschränkt. (Barbara Junod)

Programmvorschau, Juni-Festwochen Zürich, 1957
Gestaltung: Josef Müller-Brockmann
Auftrag: Stadttheater Zürich, CH
Fotografie (Fotogramm): Atelier Muüller-Brockmann, Zürich, CH
22.5 × 14.1 cm
Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Kerry William Purcell, Josef Müller-Brockmann, London 2006, S. 85–97, 158–181.

Lars Müller, Josef Müller-Brockmann. Ein Pionier der Schweizer Grafik, Baden (1994) 2001, S. 17, 20, 26, 32–33, 36.

Josef Müller-Brockmann, Mein Leben: Spielerischer Ernst und ernsthaftes Spiel, Baden 1994, S. 14–17, 26, 29–33, 42–43.

LMNV/Anita Schmidt/Walter Binder, «Geformte Bewegung», in: Neue Grafik 8 (1960), S. 2–12.

Biografieo
Josef Müller-Brockmann
Josef Müller-Brockmann
*1914 in Rapperswil
†1996 in Zürich

Joseph Müller-Brockmann steht mit seinem grafischen Werk und seinen theoretischen Schriften stellvertretend für den Swiss Style der Nachkriegszeit. Nach Abbruch der Grafikerlehre war er zunächst Hospitant an der Kunstgewerbeschule Zürich. Ab 1934 arbeitete er im eigenen Atelier als Grafiker und Illustrator und fand in der Schaufenstergestaltung ein wichtiges Betätigungsfeld. Nach Kriegsende gewannen Bühnenbild und Theaterplakat an Bedeutung. Anfang der 1950er-Jahre wandte er sich zunehmend von der Illustration ab und suchte nach einer sachlich-konstruktiven, universal verständlichen Sprache in der visuellen Kommunikation. Erste Plakataufträge erhielt Müller-Brockmann von der Zürcher Tonhalle, für die er bis 1972 Plakate gestaltete. 1952 gewann er einen vom Automobil Club der Schweiz (ACS) lancierten Wettbewerb mit seinem Plakat Schützt das Kind!, für das er mit dem Fotografen Ernst A. Heiniger zusammenarbeitete. Internationale Anerkennung fand Müller-Brockmann durch sein Referat auf der International Design Conference in Aspen/Colorado. 1958 war er Mitbegründer der Zeitschrift Neue Grafik, die bis 1965 in 18 Nummern erschien. Ab den 1960er-Jahren war Müller-Brockmann als Berater und Gestalter des Corporate Designs für die Rosenthal-Porzellanwerke sowie für die Max Weishaupt GmbH tätig, von 1967 bis 1988 war er Designberater von IBM Europa. 1967 gründete er gemeinsam mit drei anderen Partner die Werbeagentur Müller-Brockmann + Co., die er jedoch von 1976 bis 1984 allein weiterführte. Unter anderem wirkte Müller-Brockmann in dieser Zeit als Berater und Gestalter für Olivetti, die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und das Kunsthaus Zürich. Müller-Brockmann wurde mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gewürdigt. Der Verleihung des Brunel Awards in den Jahren 1985, 1987 und 1994 folgten weitere internationale Auszeichnungen. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Lars Müller, Josef Müller-Brockmann, Ein Pionier der Schweizer Grafik, Baden 1994/2001. Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Josef Müller-Brockmann, Poster Collection 25, Zürich 2014.

 

Porträt Josef Müller-Brockmann, Foto: unbekannt Abbildung: www.buamai.com

Legendeno

Programmvorschau, Juni-Festwochen Zürich, 1957, Gestaltung: Josef Müller-Brockmann, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Experimentalfotografie, Umschlagentwurf für Programmheft, Stadttheater Zürich – Juni Festwochen, 1957, Fotografie: Atelier Müller-Brockmann, Zürich, CHDonation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Experimentalfotografie, Umschlagentwurf für Programmheft, Stadttheater Zürich – Juni Festwochen, 1957, Fotografie: Atelier Müller-Brockmann, Zürich, CHDonation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Experminentalfotografie, Umschlagentwurf für Programmheft, Stadttheater Zürich – Juni Festwochen, 1957, Fotografie: Atelier Müller-Brockmann, Zürich, CH, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Programmvorschau, Juni-Festwochen Zürich 1960, 1960, Gestaltung: Josef Müller-Brockmann, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Programmheft, Stadttheater Zürich – Spielzeit 1960/61, 1960, Gestaltung: Josef Müller-Brockmann, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Josef Müller-Brockmann - Kulturgrafik

Josef Müller-Brockmanns Leidenschaft für Musik und Schauspiel zeichnet sich schon früh ab und wird 1943 mit der Heirat der Violinistin Verena Brockmann fester Bestandteil seines Lebens. Von 1950 bis in die 1970er-Jahre entwirft er für Tonhalle, Stadttheater und Opernhaus Zürich Plakate und Programmhefte. Zu Beginn wechseln sich illustrative und geometrische Kompositionen noch ab, später setzt sich das Konstruktive durch, wobei das Programmheft anders als das Plakat – dem fotografischen Experiment Raum gibt.