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Kimonomantel, (ohne Titel), 1995
Issey Miyake
Kimonomantel, (ohne Titel)
Issey Miyake,

Kimonomantel, (ohne Titel),
1995

Issey Miyake
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • (ohne Titel) Issey Miyake Kimonomantel
  • (ohne Titel) Issey Miyake Kimonomantel
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  • (ohne Titel) Issey Miyake Kimonomantel
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Wie futuristisch der überdimensionierte Kimono mit den starken Farbakzenten auch scheinen mag, die Inspiration durch das traditionelle japanische Kleidungsstück bleibt augenfällig. Dessen Schöpfer Issey Miyake (geb. 1938) sagt denn auch: «Ich arbeite gern im Sinne des Kimonos. Körper und Stoff nähern sich einander nur an.»

Die Traditionen seiner Heimat haben die Entwürfe Issey Miyakes nachhaltig beeinflusst. Tatsächlich bezieht sich der aus Polyester bestehende plissierte Mantel, auf dessen Innenseite farbige Applikationen aufgenäht sind, auf die Eigenschaften des Kimonos – das japanische Kleidungsstück schlechthin. Dennoch ist er kein Kimono im traditionellen Sinn, unterlag dieser als Inbegriff der Schönheit doch seit jeher einem strengen Code, der die Jahreszeit sowie Alter und Geschlecht des Trägers respektive der Trägerin berücksichtigte und auch der sozialen Unterscheidung diente. Miyake versuchte indessen, unter Verwendung von Polyester und moderner Technik die Kosten für seine Kleider zu reduzieren, und bot ab 1988 mit der Pleats-Please-Kollektion erschwingliche alltagstaugliche Kleidungsstücke mit hohem Tragekomfort an. Wie der Kimono sind praktisch alle seine Modelle aus der Fläche heraus konstruiert und werden erst beim Tragen dreidimensional. Die aus Recycling-Polyester bestehende Kollektion 1325 etwa nutzt die Technik des Origami, in der sich jedes einzelne (1) Kleidungsstück in ein dreidimensionales (3) Kleid entfaltet, sobald man es aus seinem gefalteten zweidimensionalen (2) Status löst. Ferner steht die Ziffer 5 für den temporären Zustand des Getragenwerdens. Wie auch seine Landsleute Yohji Yamamoto und Rei Kawakubo (Comme des Garçons) verweigerte sich Miyake als Modeschöpfer dem Pariser Modediktat und dessen bestehendem Schönheitsideal der körpernahen Silhouette. 1997 zog sich Miyake als Designer zurück und eröffnete 2007 das Museum und Design-Forschungszentrum 21-21 Design Sight in Tokio. (Sabine Flaschberger)

Kimonomantel, 1995
Entwurf: Issey Miyake
Herstellung: Issey Miyake Inc., Tokio, JP
Material/Technik: Polyestergewebe, plissiert, mit Applikationen
125 x 140 cm
Donation: Erika Ouie
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Legendeno

Kimonomantel, 1995, Entwurf: Issey Miyake, Donation: Erika Ouie
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Oberteil, Spiky shiny Issey, 2006, Entwurf: Issey Miyake, Donation: Anna Wirz-Justice
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Rock, 1991, Entwurf: Issey Miyake, Donation: Erika Ouie
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Gilet, 2002, Entwurf: Issey Miyake, Donation: Erika Ouie
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Kleid, 2006/7, Entwurf: Issey Miyake, Donation: Erika Ouie
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Issey Miyake, 1998, Gestaltung: Ikko Tanaka, Fotografie: Irving Penn, Donation: DNP Foundation for Cultural Promotion, Tokio, JP
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK