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Schüssel, Laubwald, 1908
Verreries de Nancy Daum Frères
Schüssel, Laubwald
Verreries de Nancy Daum Frères,

Schüssel, Laubwald,
1908

Verreries de Nancy Daum Frères
*1533
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Laubwald Verreries de Nancy Daum Frères Schüssel
  • Laubwald Verreries de Nancy Daum Frères Schüssel
  • Laubwald Verreries de Nancy Daum Frères Schüssel
  • Laubwald Verreries de Nancy Daum Frères Schüssel
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Die kleine Schüssel der französischen Glasmanufaktur Daum Frères mit dem Alloverdekor eines Laubwalds verblüfft durch ihre illusionistischen Qualitäten. Je weiter sich der Blick des Betrachters in die Tiefe der Schüssel versenkt, desto plastischer ersteht der Wald daraus.

In der romantisierenden Atmosphäre eines Laubwalds als idealisierter Stätte wachsen auf den abgeflachten Seiten dieser Schale dunkle Stämme aus dem hügeligen sonnendurchfluteten Waldboden. Die Kronen geben den Einblick ins Schaleninnere frei, während zugleich in einer perfekten 3D-Illusion Licht durch die Wandung einfällt. Die äusserst kleinteilige Emaillemalerei kaschiert das farblose Glas mit gelben Pulvereinschmelzungen praktisch vollständig. Das Gefäss selbst wurde in eine metallene Lehre geblasen. Erst durch die aufwendigen manuellen Schritte in der sogenannten Kaltverarbeitung erhielt das Werkstück mittels Schliff und Ätzung seine vollendete Form und in der Bemalung seine individuelle Prägung und Veredelung, eine Technik, die Daum Frères selbst auf Miniaturvasen zur Anwendung brachte. Die Gebrüder Auguste (1854–1909) und Antonin Daum (1864–1930) übernahmen 1887 die von ihrem Vater Jean Daum (1825–1885) betriebene Glasfabrik und steuerten diese als Daum Frères ins Feld der künstlerischen Glasverarbeitung. In der ostfranzösischen Stadt Nancy, die sich neben Paris zu einem zweiten Zentrum des Art Nouveau entwickelt hatte, schlossen sie sich der École de Nancy an, einer Vereinigung, die sich 1901 auf Initiative des Konkurrenten Emile Gallé formiert hatte und deren Ziel es war, in Gemeinschaftsausstellungen die Interessen der beteiligten Lothringer Künstler zu vertreten sowie talentierte Nachwuchskräfte auszubilden und zu fördern. (Sabine Flaschberger)

Schüssel, Laubwald, 1908
Herstellung: Verreries de Nancy Daum Frères, FR
Material/Technik: Glas, Pulvereinschmelzungen, formgeblasen, Hochätzung, Flachfarbenmalerei
10.4 x 15.1 x 12.8 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Bernd Hakenjos, Emile Gallé. Keramik, Glas und Möbel des Art Nouveau, hg. von Sigrid Barten und Hans Harder, Dissertation Köln 1973, München 2012.

Museum Bellerive, Sammlungskatalog Glas, Bd. II, Historismus, Jugendstil, Zwanziger Jahre, Zürich 1995.

Legendeno

Schüssel, Laubwald, 1908, Herstellung: Verreries de Nancy Daum Frères, FR
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase, Krokus, 1906, Herstellung: Verreries de Nancy Daum Frères, FR
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase mit Montierung, um 1924, Entwurf (Montierung): Louis Majorelle, Herstellung: Verreries de Nancy Daum Frères, FR
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase, um 1920, Herstellung: Verreries de Nancy Daum Frères, FR
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Schale, um 1908, Entwurf: Amalric Walter, Herstellung: Verreries de Nancy Daum Frères, FR
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Die Familie Auguste Daum, um 1903
Abbildung: Katharina Büttiker, Daum Frères – Verreries de Nancy: Glaskunst aus der Zeit 1892–1914, Zürich