Das ist die eGuide-Nummer des Objekts. Sie finden sie in der Ausstellung bei ausgewählten Objekten.
Das ist die Standort-Nummer des Objekts.
Klicken Sie hier, um zum Hauptmenü zu gelangen.
Klicken Sie hier, um die Sprache zu ändern.
Klicken Sie hier, um die Schriftgrösse zu ändern und sich anzumelden.
Klicken Sie hier, um den Standort des Objekts anzuzeigen.
Vergrössern Sie Bilder mit zwei Fingern, rotieren Sie 360°-Bilder mit einem Finger. Schieben Sie ein Bild weg, um zum nächsten zu gelangen.
Klicken Sie hier für Hintergrundinformationen, Biografien, Legenden etc.
Klicken Sie hier, um sich Sprechtexte oder Tondateien anzuhören.
Teilen Sie ein Objekt.
Laden Sie es als PDF herunter.
Oder fügen Sie es zu den gespeicherten Objekten hinzu.
 
Brieföffner, (ohne Titel), um 1905
Henry van de Velde
Brieföffner, (ohne Titel),
Henry van de Velde,
*1004

Brieföffner, (ohne Titel),
um 1905

*1004
g1D1
[{"lat":47.382886749364424,"lng":8.535638417161977},{"floor":"floorplan-ug"}]
UG
EG
1
2
2
Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
Pavillon Le Corbusier
Höschgasse 8
8008 Zürich
Museumsplan
  • (ohne Titel) Henry van de Velde Brieföffner
  • (ohne Titel) Henry van de Velde Brieföffner
  • (ohne Titel) Henry van de Velde Brieföffner
g1D1
6
7
Text anhören
j

Gemäss Henry van de Veldes (1863–1957) Motto «Schönheit ist eine Waffe» begeistert der schlichte Brieföffner aus geschnitztem Elfenbein durch die ornamentale Kraft der Linie, die Exklusivität des Materials sowie die unprätentiöse und doch edle Ausstrahlung. Das kleine Objekt verkörpert damit van de Veldes gesamte gestalterische Vision.

Aus dem Nachlass des grossen Jugendstilkünstlers, Architekten und Gestalters Henry van de Velde selbst gelangten drei Brieföffner aus dem Jahr 1905 ins Museum für Gestaltung Zürich. Für wen der Künstler diese ursprünglich entworfen hatte, ist nicht vollständig gesichert, doch waren sie wohl in seinen letzten, den Schweizer Jahren Teil seiner persönlichen Wohnausstattung. Es ist ein einfacher Alltagsgegenstand, hergestellt aus einem hochwertigen tierischen Material, das damals ethisch noch nicht verwerflich war, im Gegenteil: Van de Velde verwendete es sogar explizit auf eine Aufforderung des belgischen Königs Leopold II. hin, der Belgisch-Kongo als Privateigentum verwaltete und an Luxusgegenständen aus Elfenbein ein geschäftliches Interesse hatte. Van de Velde widmete sich als ursprünglich bildender Künstler ab 1895 programmatisch und emphatisch der Gestaltung von Gebrauchsgegenständen auf allen Ebenen. Die uns stets begleitenden Objekte versteht van de Velde als Kunst im höchsten Sinne und begreift sie als Spiegel der Wirklichkeit sowie als Instrument, diese zu beeinflussen: «Die Kunst erneuert ihre Form, weil die Gesellschaft ihre Form ändert.» So lässt sich aus dem kleinen Gegenstand des Brieföffners die Vision einer neuen Lebensart herauslesen. Gemäss van de Veldes Vorstellung muss diese dem Wiederaufblühen des Kunsthandwerks Raum geben. (Franziska Müller-Reissmann)

Brieföffner, um 1905
Entwurf: Henry van de Velde
Herstellung: Bauer & Sohn, Weimar, DE
Material/Technik: Elfenbein, geschnitzt
24 × 4.3 cm
Donation: Nele van de Velde
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
j
Literatur

Klaus-Jürgen Sempach/Birgit Schulte (Hg.), Henry van de Velde. Ein europäischer Künstler seiner Zeit, Köln 1992.

Thomas Föhl/Sabine Walter (Hg.), Leidenschaft, Funktion und Schönheit. Henry van de Velde und sein Beitrag zur Moderne, Weimar 2013.

Legenden

Brieföffner, um 1905, Entwurf: Henry van de Velde, Donation: Nele van de Velde
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Brieföffner, um 1905, Entwurf: Henry van de Velde, Donation: Nele van de Velde
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Henry van de Velde in seinem Arbeitszimmer im Haus Hohe Pappeln in Weimar, 1907–1908, Reproduktion: 2014, Fotografie: Klassik Stiftung Weimar
Abbildung: Archiv ZHdK

Fotografie, Das von Henry van de Velde gestaltete Arbeitszimmer in der Secessions-Ausstellung München, 1899, Reproduktion: 2014, Fotografie: Klassik Stiftung Weimar
Abbildung: Archiv ZHdK

Ausstellungstext
Elfenbein

Elfenbein, dem zuweilen magische Kräfte zugeschrieben werden, zählt zu den ältesten und edelsten Werkstoffen in Kunst und Kunsthandwerk. Besonders im 19. Jahrhundert ist Elfenbein für dekorative Objekte der Tischkultur und Mode sehr beliebt. Aufgrund seines seltenen Vorkommens und des hohen Preises hat man häufig versucht, es durch Knochen zu ersetzen. Das Bestreben, Elfenbein zu imitieren und so in grösserem Ausmass von seinen optischen und haptischen Qualitäten profitieren zu können, hat nicht zuletzt zur Entwicklung moderner Kunststoffe geführt.