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Plakatentwurf-Skizzen, Der Film, 1959
Josef Müller-Brockmann
Plakatentwurf-Skizzen, Der Film
Josef Müller-Brockmann,

Plakatentwurf-Skizzen, Der Film,
1959

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Der Film Josef Müller-Brockmann Plakatentwurf-Skizzen
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  • Der Film Josef Müller-Brockmann Plakatentwurf-Skizzen
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  • Der Film Josef Müller-Brockmann Plakatentwurf-Skizzen
  • Der Film Josef Müller-Brockmann Plakatentwurf-Skizzen
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Zur gleichen Zeit wie sein erstes, rein typografisches Musikplakat für die Tonhalle Zürich entwarf Josef Müller-Brockmann (1914–1996) ein rein typografisches Ausstellungsplakat – Der Film – für das Kunstgewerbemuseum Zürich. Offensichtlich hatte ihn sein Freund Carlo Vivarelli darin bestärkt, eine weitere formale Reduktion zu wagen.

Entwurfsskizzen zum Ausstellungsplakat Der Film für das Kunstgewerbemuseum Zürich lassen vermuten, dass Josef Müller-Brockmann schnell zu einer rein typografischen Lösung fand. Erhärtet wird diese Vermutung durch eine Erwähnung Müller-Brockmanns in seinen Memoiren (1994): Carlo Vivarelli soll sich kritisch über die geometrischen Elemente in seinen Konzertplakaten geäussert haben, was ihn dazu veranlasste, diese (ab 1959) rein typografisch zu gestalten. Vivarelli hatte schon Jahre zuvor mit seinem Plakat Für das Alter gezeigt, was eine inszenierte weisse Groteskschrift auf schwarzem Grund auf Distanz zu bewirken vermag, allerdings ohne ganz auf das fotografische Bild zu verzichten. Richard Paul Lohse ging mit seinem Allianz-Plakat (1954) einen Schritt weiter, indem er die vertikale weisse Titelschrift zum alleinigen Akteur auf der schwarzen Fläche machte – eine treffende Interpretation der abbildungsfreien konkreten Kunst, die Teil der angekündigten Ausstellung war. Müller-Brockmann, der sich klar an der reduzierten Formensprache der konkreten Kunst und der Grafik seiner Kollegen inspirierte, griff für sein Film-Plakat jedoch ebenso auf Experimente in der Fotogrammtechnik zurück. Den in Akzidenz Grotesk gesetzten Plakattitel belichtete er in verschiedenen Positionen und Schärfegraden auf Fotopapier und übermalte ihn mit Deckweiss, bis er den gewünschten Effekt eines horizontal verlaufenden Filmvorspanntitels erreichte. Der liess sich bequem in die strukturierte Fläche des Plakats integrieren. (Barbara Junod)

Plakatentwurf-Skizzen, Der Film, 1959
Gestaltung: Josef Müller-Brockmann
Auftrag: Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, CH
Material/Technik: Papier, Filzstiftzeichnung
28 x 21 cm
Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Kerry William Purcell, Josef Müller-Brockmann, London 2006, S. 178–183.

Lars Müller, Josef Müller-Brockmann. Ein Pionier der Schweizer Grafik, Baden (1994) 2001, S. 36, 144–145, 157.

Josef Müller-Brockmann, Mein Leben: Spielerischer Ernst und ernsthaftes Spiel, Baden 1994, S. 42–43.

LMNV/Anita Schmidt/Walter Binder, «Geformte Bewegung», in: Neue Grafik 8 (1960), S. 2–12.

Biografieo
Josef Müller-Brockmann
Josef Müller-Brockmann
*1914 in Rapperswil
†1996 in Zürich

Joseph Müller-Brockmann steht mit seinem grafischen Werk und seinen theoretischen Schriften stellvertretend für den Swiss Style der Nachkriegszeit. Nach Abbruch der Grafikerlehre war er zunächst Hospitant an der Kunstgewerbeschule Zürich. Ab 1934 arbeitete er im eigenen Atelier als Grafiker und Illustrator und fand in der Schaufenstergestaltung ein wichtiges Betätigungsfeld. Nach Kriegsende gewannen Bühnenbild und Theaterplakat an Bedeutung. Anfang der 1950er-Jahre wandte er sich zunehmend von der Illustration ab und suchte nach einer sachlich-konstruktiven, universal verständlichen Sprache in der visuellen Kommunikation. Erste Plakataufträge erhielt Müller-Brockmann von der Zürcher Tonhalle, für die er bis 1972 Plakate gestaltete. 1952 gewann er einen vom Automobil Club der Schweiz (ACS) lancierten Wettbewerb mit seinem Plakat Schützt das Kind!, für das er mit dem Fotografen Ernst A. Heiniger zusammenarbeitete. Internationale Anerkennung fand Müller-Brockmann durch sein Referat auf der International Design Conference in Aspen/Colorado. 1958 war er Mitbegründer der Zeitschrift Neue Grafik, die bis 1965 in 18 Nummern erschien. Ab den 1960er-Jahren war Müller-Brockmann als Berater und Gestalter des Corporate Designs für die Rosenthal-Porzellanwerke sowie für die Max Weishaupt GmbH tätig, von 1967 bis 1988 war er Designberater von IBM Europa. 1967 gründete er gemeinsam mit drei anderen Partner die Werbeagentur Müller-Brockmann + Co., die er jedoch von 1976 bis 1984 allein weiterführte. Unter anderem wirkte Müller-Brockmann in dieser Zeit als Berater und Gestalter für Olivetti, die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und das Kunsthaus Zürich. Müller-Brockmann wurde mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gewürdigt. Der Verleihung des Brunel Awards in den Jahren 1985, 1987 und 1994 folgten weitere internationale Auszeichnungen. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Lars Müller, Josef Müller-Brockmann, Ein Pionier der Schweizer Grafik, Baden 1994/2001.
Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Josef Müller-Brockmann, Poster Collection 25, Zürich 2014.

Porträt Josef Müller-Brockmann
Abbildung: www.buamai.com / Fotografie: unbekannt

Legendeno

Plakatentwurf-Skizzen, Der Film, 1959, Gestaltung: Josef Müller-Brockmann, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakatentwurf, Per la vecchiaia Dono volontario, 1949, Schweiz, Gestaltung: Carlo Vivarelli, Fotografie: Werner Bischof, Auftrag und Donation: Pro Senectute, Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Helmhaus Zürich – Allianz, 1954, Schweiz, Gestaltung: Richard Paul Lohse
Auftrag: Stadt Zürich, Präsidialdepartement und Helmhaus Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Kunstgewerbemuseum Zürich – Ausstellung – Der Film, 1960, Schweiz, Gestaltung: Josef Müller-Brockmann, Auftrag: ZHdK, Museum für Gestaltung Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Ausstellungsplakat und -katalog, Der Film, 1959, Gestaltung und Fotografie: Josef Müller Brockmann, Auftrag: Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, CH, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Ausstellungsplakat und -katalog, Der Film, 1959, Gestaltung und Fotografie: Josef Müller-Brockmann, Auftrag: Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, KGMZ, CH, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Ausstellungsplakat und -katalog, Der Film, 1959, Gestaltung und Fotografie: Josef Müller Brockmann, Auftrag: Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, CH, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Ausstellungsplakat und -katalog, Der Film, 1959, Gestaltung und Fotografie: Josef Müller-Brockmann, Auftrag: Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, KGMZ, CH, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Andruck, Der Film, 1960, Gestaltung: Josef Müller-Brockmann, Auftrag: Kunstgewerbemuseum der Stadt Zürich, CH, Donation: Shizuko Yoshikawa (Archiv Josef Müller-Brockmann)
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Josef Müller-Brockmann – Der Film

Bei Josef Müller-Brockmann (1914 – 1996) setzt um 1959 eine weitere Phase grafischer Reduktion ein. Zeitgleich mit seinem ersten, rein typografischen Musikplakat für die Tonhalle Zürich entstehen auch sein bekanntes Plakat und der Katalog für die Ausstellung Der Film im Kunstgewerbemuseum Zürich. Hier wählt er ebenfalls eine rein typografische Lösung, allerdings unter Einsatz der experimentellen Fotografie, die Bewegung in die Typografie bringt und damit das filmische Moment betont.