Das ist die eGuide-Nummer des Objekts. Sie finden sie in der Ausstellung bei ausgewählten Objekten.
Das ist die Standort-Nummer des Objekts.
Klicken Sie hier, um zum Hauptmenü zu gelangen.
Klicken Sie hier, um die Sprache zu ändern.
Klicken Sie hier, um die Schriftgrösse zu ändern und sich anzumelden.
Klicken Sie hier, um den Standort des Objekts anzuzeigen.
Vergrössern Sie Bilder mit zwei Fingern, rotieren Sie 360°-Bilder mit einem Finger. Schieben Sie ein Bild weg, um zum nächsten zu gelangen.
Klicken Sie hier für Hintergrundinformationen, Biografien, Legenden etc.
Klicken Sie hier, um sich Sprechtexte oder Tondateien anzuhören.
Teilen Sie ein Objekt.
Laden Sie es als PDF herunter.
Oder fügen Sie es zu den gespeicherten Objekten hinzu.
 
Umschlag, Fortune 4, 1943
Herbert Matter
Umschlag, Fortune 4
Herbert Matter,

Umschlag, Fortune 4,
1943

*1035
g1J6
f Objekt e
[{"lat":47.38282727164793,"lng":8.535705472387349},{"floor":"floorplan-ug"}]
UG
EG
1
2
2
Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Fortune 4 Herbert Matter Umschlag
  • Fortune 4 Herbert Matter Umschlag
  • Fortune 4 Herbert Matter Umschlag
  • Fortune 4 Herbert Matter Umschlag
  • Fortune 4 Herbert Matter Umschlag
6
7
Text anhören
j

Tanzende Buchstaben, Stühle in der Schwebe, vorbeiziehende Wolken: Ein spielerisch leichter Umgang mit Elementen der modernen Bildgestaltung kennzeichnet Herbert Matters (1907–1984) amerikanisches Œuvre. Auffallend viele seiner dort über fünf Jahrzehnte entstandenen Arbeiten kreisen um das Thema Bewegung.

Als Herbert Matter Ende 1935 die Schweiz in Richtung Amerika verliess, hatte der junge Fotograf und Grafiker bereits ein stattliches Portfolio. Werbesachen für den Winterkurort Engelberg fanden sich ebenso darin wie eine Reihe von Fotoplakaten, die international für den Tourimus in der Schweiz warben. Matters Gestaltung bestach durch abenteuerliche Bildmontagen. Wiederholt erschien das Motiv von Skifahrern und deren wellenförmige Spuren im Schnee. Bewegung faszinierte Matter – zumal wenn sie mit der Kamera eingefangen und im Sinne Laszlo Moholy-Nagys als ästhetisches Experiment angelegt war. Auch in den USA, wo er in Alexander Calders Mobiles ideale Studienobjekte fand. Den Stroboskop-Blitz benutzte der Fotograf, um die Phasen schneller Bewegungen im Bild festzuhalten. Im Herbst 1943 stellte Matter derartige Fotografien in der Ausstellung Action Photography am Museum of Modern Art MoMA in New York aus. Zu der Zeit entstand auch das Titelbild des renommierten Fortune-Magazins vom Oktober 1943. Matter bildet hier das Motiv eines Kugellagers ab – die Ausgabe ist der Nachkriegswirtschaft in Amerika gewidmet. Gezeigt wird jedoch nicht das Sachobjekt als solches. Im Unterschied zu Josef Albers’ Buchumschlag Machine Art für das MoMA (1934) wird das mechanische Objekt bei Matter durch Rotation, Überblendung und geometrische Farbtupfer zum funkelnden Schmuckstück. Es zieht sphärische Kreise, wie dies Planeten tun, und bindet dabei auch den Titelbuchstaben «o» in sein Universum mit ein. (Karin Gimmi)

Zeitschrift, Umschlag, Fortune 4, 1943
Gestaltung: Herbert Matter
Herausgabe: Time Inc., New York, US
33 x 26.5 cm
Donation: Lawrence Wolfson
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Alexander S.C. Rower (Hg.), Calder by Matter, Paris 2013.

Herbert Matter. A Retrospective, Ausst.-Kat. A+A Gallery, School of Art, Yale University, 16. Januar–3. Februar 1978.

Schweizerische Stiftung für Fotografie (Hg.), Herbert Matter. Foto-Grafiker. Sehformen der Zeit. Das Werk der zwanziger und dreissiger Jahre, Ausst.-Kat. Kunsthaus Zürich, 6. Oktober–3. Dezember 1995, Baden 1995.

Kerry William Purcell, «Herbert Matter», in: Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), 100 Jahre Schweizer Grafik, Zürich 2014, S. 104–109.

Herbert Matter, plus 2, Februar 1939, Architectural Forum.

Biografieo
Herbert Matter
Herbert Matter
*1907 in Engelberg
†1984 in Springs

Der Fotograf und Grafikdesigner Herbert Matter gilt als Begründer des modernen Fotoplakats in der Schweiz. Bereits Anfang der 1930er-Jahre integrierte er das Medium Fotografie überzeugend in die bis dahin rein zeichnerische Reklamegrafik. Herbert Matter studierte zunächst Malerei an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, anschliessend besuchte er in Paris die Académie de lʼArt Moderne, wo Fernand Léger und Amédée Ozenfant zu seinen Lehrern gehörten. Von 1929 bis 1932 arbeitete Matter in Paris als selbstständiger Grafiker und Fotograf und war für das Grafik- und Fotostudio Deberny & Peignot tätig, wo er sich eine fototechnische Ausbildung erwarb. In Paris lernte er auch Adolphe M. Cassandre kennen, mit dem er mehrere Plakate gestaltete. 1932 kehrte Matter in die Schweiz zurück und sorgte mit seinen aufsehenerregenden grafischen Arbeiten für das Schweizer Verkehrsamt für eine gänzlich neue Ästhetik in der Tourismusbranche. Nach seiner Emigration in die USA 1936 arbeitete Matter in New York als Modefotograf für die Zeitschriften Vogue und Harper’s Bazaar. 1939 gestaltete er das Innere des Schweizer Pavillons auf der New Yorker Weltausstellung: Eine monumentale dreidimensionale Fotomontage vermittelte das Bild einer dynamischen Schweiz. 1946 begann die zwanzigjährige Zusammenarbeit mit dem Möbelkonzern Knoll International, für den Matter das Logo mit dem grossen K gestaltete, zudem zahlreiche Kataloge und Werbeanzeigen. Matter entwarf für Unternehmen wie New Haven Railroad und Institutionen wie das Guggenheim Museum ganze Corporate-Identity-Programme. Daneben dokumentierte er als Fotograf auch das Werk von zahlreichen Künstlern, darunter Alexander Calder, Mark Rothko und Jackson Pollock. 1960 besuchte er Alberto Giacometti in dessen Atelier in Paris, in den darauffolgenden Jahren entstanden zahlreiche Fotografien zum Leben und Werk des Künstlers, die Matter später in einem Buch veröffentlichte. Auch im Filmmetier war Matter erfolgreich, so schuf er beispielsweise 1949 den Film Works of Calder. Matter unterrichtete zudem über zwanzig Jahre lang Fotografie und Grafik an der Yale University in New Haven und prägte damit eine ganze Generation von Studenten. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Schweizerische Stiftung für die Photographie (Hg.), Herbert Matter. Foto-Grafiker, Sehformen der Zeit, Baden 1995.

 

Porträt Herbert Matter, Fotografie: Alex Matter, Abbildung: artnet.com

Legendeno

Zeitschrift, Umschlag, Fortune 4, 1943, Gestaltung: Herbert Matter, Donation: Lawrence Wolfson
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Hanging Mobile, 1936, Künstler: Alexander Calder
Abbildung: James Johnson Sweeney, Alexander Calder. The Museum of Modern Art, New York 1951, S. 34.

Ausstellungskatalog, Calder, 1964, Umschlaggestaltung: Herbert Matter, Herausgabe: Guggenheim Museum, New York, US
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungskatalog, Umschlag, Museum of Modern Art – Machine Art, 1934, Gestaltung: Josef Albers
Abbildung: Jennifer Jane Marshall, Machine Art 1934, Chicago 2012, o.S.

Werbeblatt, World Travelers-All! Paperboard Packages, 1941, Gestaltung: Herbert Matter, Auftrag: Container Corporation of America, CCA, Chicago, US
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Werbeinserat, Chaise de la Collection de sièges en plastique moulé d'Eero Saarinen, 1956, Gestaltung: Herbert Matter, Auftrag: Knoll International U.K. Ltd., London, GB
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Herbert Matter

Herbert Matter (1907 – 1984) verkörpert wie kein anderer Schweizer Grafiker seiner Zeit die transatlantische Moderne. In Engelberg geboren, übersiedelt Matter 1936 nach Amerika. Im Kreis der europäischen Künstleravantgarde prägt er dort mit Zeitschriftencovers und Museumskatalogen, Logos und Firmenidentitäten den Stil des modernen Grafikdesigns mit. Kühne Bildausschnitte, Experimente im Studio und in der Dunkelkammer sowie künstlerische Bildmontagen zeichnen seine Fotografiken aus.