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Schatulle, (ohne Titel), 1913
Eugen Hasenfratz
Schatulle, (ohne Titel)
Eugen Hasenfratz,

Schatulle, (ohne Titel),
1913

Eugen Hasenfratz
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • (ohne Titel) Eugen Hasenfratz Schatulle
  • (ohne Titel) Eugen Hasenfratz Schatulle
  • (ohne Titel) Eugen Hasenfratz Schatulle
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Plastisch wirkende Wollstickerei bestimmt die Optik der mit Stoff bezogenen Kartonschatulle. Auf jeder ihrer Seiten setzte Eugen Hasenfratz (1872–1939) eigenwillige Einzeltiere in kubistisch anmutenden Farbschattierungen gleichberechtigt in Szene.

Der als Maler ausgebildete Eugen Hasenfratz hat die Schatulle als einfache Kartonagearbeit mit Stülpdeckel durch seine Gestaltung merklich nobilitiert. Während sie innen mit türkisfarbenem Satin bezogen wurde, hat Hasenfratz für den äusseren Baumwollbezug Hunde und Vögel vor stilisierter Vegetation platziert, wobei sich die Rottöne der Tiere deutlich in den Vordergrund drängen. Wird der verängstigt blickende Vogel vom Raubtier gejagt? Entzieht sich dieses entnervt dem Gezeter des wütenden Vogels? Wie auch immer, auf dem Deckel der Schatulle sind Hund und Vogel vereint zu sehen, doch halt, da springt der eine ja schon wieder davon … Der aus dem aargauischen Baden stammende Eugen Hasenfratz erhielt seine Ausbildung an den Kunstgewerbeschulen von Zürich und Genf und übersiedelte anschliessend für ein Studium der Malerei nach Paris und Düsseldorf. 1905 bewarb er sich an der Zürcher Kunstgewerbeschule um den Lehrauftrag im Fachbereich Textilgestaltung – ohne Erfolg. Er übersiedelte nach Villich bei Bonn, wo er sich hauptsächlich der Malerei widmete. In seinen Entwürfen für Kissen, Tischdecken und Schatullen überwiegen Tier- und Pflanzenmotive. Die in Tusche ausgeführte Handskizze zu einer Stickerei zeigt, wie üppig und ornamental er die Tiere anlegte und wie gekonnt er das Dessin in die quadratische Grundfläche einpasste. Die Ausführung übertrug Hasenfratz jeweils an ortsansässige Stickerinnen. (Sabine Flaschberger)

Schatulle, 1913
Entwurf: Eugen Hasenfratz
Material/Technik: Baumwolle,
Wolle; Karton; Holz
21.5 x 19 x 14.5 cm
Donation: Margot Hasenfratz
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

www.treffpunkt-kunst.net/künstlerprofile-bonner-künstler/eugen-hasenfratz

Biografieo
Eugen Hasenfratz
Eugen Hasenfratz
*1872 in Baden
†1939 in Kriens

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Eugen Hasenfratz an den Kunstgewerbeschulen von Zürich und Genf. Anschliessend übersiedelte er nach Paris, wo er einige Semester freie Kunst studierte. An der Kunstakademie Düsseldorf vertiefte er seine Kenntnisse in der Landschafts- und Genremalerei. Danach zog es ihn an die Kunstakademie nach München, wo er den Kirchenmaler Franz Josef Hofstötter kennenlernte. Als dessen Mitarbeiter war Hasenfratz von 1896 bis 1901 an der Ausgestaltung der Pfarrkirche Herz Jesu in Ludwigsthal (DE) beteiligt. 1904 übersiedelte er nach Köln, wo er sein Aufgabenfeld in den Bereich der angewandten Kunst, insbesondere in die Gestaltung von Gebrauchsobjekten, verschob. 1905 kehrte Hasenfratz für kurze Zeit nach Zürich zurück. Hier bewarb er sich um einen Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung und Kunst im Fachbereich Textilgestaltung. In der Folgezeit entwarf er verschiedene Dessins für Kissen, Tischdecken und Schatullen. Die Ausführung der Entwürfe übertrug Hasenfratz ortsansässigen Näherinnen. Da er mit seiner Bewerbung in Zürich keinen Erfolg hatte, zog er 1906 nach Villich bei Bonn um. Hier wurde er Mitbegründer des Deutschen Werkbunds sowie der Künstlervereinigung 1914. Von 1918 bis 1933 beteiligte er sich an den Jahresausstellungen der Bonner Künstlervereinigung 1914. 1936 floh Hasenfratz vor den Nationalsozialisten in die Schweiz.

Quelle:

www.treffpunkt-kunst.net/k%C3%BCnstlerprofile-bonner-k%C3%BCnstler/eugen-hasenfratz/.

Legendeno

Schatulle, 1913, Entwurf: Eugen Hasenfratz, Donation: Margot Hasenfratz
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stickereibild , Weibliche Figur mit Hund, 1922, Entwurf: Eugen Hasenfratz
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Handtasche, 1930, Entwurf: Eugen Hasenfratz
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurfszeichnung für Stickerei, 1918, Ausführung: Eugen Hasenfratz
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurfszeichnung für Exlibris, 1914, Ausführung: Eugen Hasenfratz
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK