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Plakat, Gewerbemuseum Basel – Basel und die Stadtstrassen der Zukunft, 1961
Armin Hofmann
Plakat, Gewerbemuseum Basel – Basel und die Stadtstrassen der Zukunft
Armin Hofmann,

Plakat, Gewerbemuseum Basel – Basel und die Stadtstrassen der Zukunft,
1961

Armin Hofmann
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
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Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
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  • Gewerbemuseum Basel – Basel und die Stadtstrassen der Zukunft Armin Hofmann Plakat
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In Armin Hofmanns (geb. 1920) Plakat für eine Ausstellung im Basler Gewerbemuseum verbinden sich konstruktivistische Ansätze mit einer sinnlichen, poetischen Formensprache. Dieser Zugriff ist charakteristisch für Hofmanns gesamtes Plakatschaffen, in dem rationale und emotionale Ansprache auf überraschende Weise verschmelzen.

Wie bei vielen seiner Plakate beschränkte sich Hofmann auch bei diesem Ausstellungsplakat auf eine einzige Farbe, ein leuchtendes Signalrot. Für die Reproduktion im Hochdruck schnitt er die zeichenhaften Formen in Linol. Ohne Kenntnis des Textes offenbart sich ihre Bildhaftigkeit kaum. Mit dessen Hilfe lässt sich hingegen der Weissraum zwischen den vier in die Mitte zielenden roten Flächen als Strassen interpretieren. Ihre Dynamik findet einen Gegenpol in den streng in vier Spalten gesetzten Textblöcken. Die zentrale inhaltliche Botschaft, Titel und Ort der Ausstellung benennend, ist gut lesbar im linken oberen Bildteil angeordnet. Die Schriftgrösse entspricht dem jeweiligen Informationsgehalt und wird von Spalte zu Spalte kleiner. In der rechten oberen Ecke findet sich kleingedruckt der Hinweis auf den Plakatgestalter selbst. Dieser Wechsel der Schriftgrösse vermittelt aber auch Rhythmus und Tiefenwirkung. Die abstrakte Übersetzung eines komplexen Ausstellungsinhalts stellt für den Betrachter durchaus eine Herausforderung dar, die gleichzeitig dazu anregt, das «Bilderrätsel» zu lösen. Seien es rein typografische Umsetzungen, die Einbindung fotografischer Elemente oder der erfinderische Einsatz einer abstrakten Formensprache: Trotz ihrer vermeintlich kompositorischen Strenge faszinieren Hofmanns Plakate immer auch durch ihre Musikalität. Mit seinem grafischen Schaffen gilt er als undogmatischer Vermittler eines «dritten Weges» neben Swiss Style und illustrativen Zugängen. (Bettina Richter)

Plakat, Gewerbemuseum Basel – Basel und die Stadtstrassen der Zukunft, 1961
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Armin Hofmann
Auftrag: Gewerbemuseum Basel, CH
Material/Technik: Hochdruck
127 x 90 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Armin Hofmann, Poster Collection 7, Baden 2003.

Biografieo
Armin Hofmann
Armin Hofmann
*1920 in Winterthur

Armin Hofmann arbeitete nach seiner Ausbildung zum Zeichner-Lithografen in verschiedenen Ateliers als Lithograf und Entwerfer, unter anderem bei der Froebenius AG und im Atelier Fritz Bühler, beide in Basel. Ab 1947 unterrichtete er an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel (AGS, später Schule für Gestaltung) in der Fachklasse Grafik, wo er ein Unterrichtsverfahren für künstlerische und gestalterische Berufe entwickelte, das breite Anerkennung erlangte. Ab Mitte der 1950er-Jahre folgten Gastprofessuren in den USA, zunächst an der Museum School of Art und später an der Yale University, wo er bis 1991 regelmässig lehrte, sowie 1965 für sechs Monate in Indien am National Institute of Design in Ahmedabad. Sein 1965 erschienenes Buch Methodik der Form- und Bildgestaltung hat sich als Standardwerk etabliert. 1967 wurde er in Basel zum Leiter der Fachklasse für Gebrauchsgrafik an der AGS ernannt. Entsprechend der von ihm geforderten grundlegenden Ausbildung für Grafiker gründete Hofmann gemeinsam mit Emil Ruder 1968 den Weiterbildungskurs für visuelle Gestaltung an der AGS, der internationale Ausstrahlung entwickelte. Früh erkannte Hofmann, dass die technologische Entwicklung eine radikale Erneuerung der Lehrmethoden für angehende Gestalter erfordert. Die für ihn charakteristische Verbindung von Reflexion und Offenheit für das Unvorhersehbare hat viele jüngere Gestalter geprägt. Als Mitglied der Direktorenkonferenz der Schweizerischen Kunstgewerbeschulen war Hofmann ab 1971 an der Koordinierung der nationalen Ausbildungsprogramme beteiligt. Mit seinen ikonischen Plakaten für Basler Kulturinstitutionen wie das Stadttheater, die Kunsthalle und das Gewerbemuseum wurde Hofmann zum undogmatischen Vermittler vom Swiss Design. Sein gestalterisches Werk umfasst zudem Signete, Bücher, Farbkonzepte, Orientierungssysteme und Kunst-am-Bau-Projekte.

Quelle:

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Armin Hofmann, Poster Collection 7, Baden 2003.

Porträt Armin Hofmann
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich, ZHdK / Fotografie: Melchior Imboden

Legendeno

Plakat, Gewerbemuseum Basel – Basel und die Stadtstrassen der Zukunft, 1961, Schweiz, Gestaltung: Armin Hofmann
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Basler Theater, 1968, Schweiz, Gestaltung: Armin Hofmann
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK