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Stoffcoupon, Handkerchief – Strawberry Ground, 1910–1920
Fröhlich Brunnschweiler & Cie.
Stoffcoupon, Handkerchief – Strawberry Ground,
Fröhlich Brunnschweiler & Cie.,
*1092

Stoffcoupon, Handkerchief – Strawberry Ground,
1910–1920

Fröhlich Brunnschweiler & Cie.
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  • Handkerchief – Strawberry Ground Fröhlich Brunnschweiler & Cie. Stoffcoupon
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Die Firma Fröhlich Brunnschweiler & Cie. produzierte 1872 bis in die 1940er-Jahre gestreifte und karierte Baumwollgewebe für den Export und steht beispielhaft für die schweizerische Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie im Speziellen für die glarnerische Textilproduktion. An den jeweiligen Markt angepasst, produzierte die Firma Tücher in verschiedenen Karo- und Streifenmustern.

In Nigeria als besonders beliebt erwiesen sich die Madras Handkerchiefs, quadratische Baumwolltücher mit der Seitenlänge von einem Yard, welche in Südindien seit dem 17. Jahrhundert vornehmlich für den Export nach Afrika und Europa produziert wurden. Diese Stoffe zeichneten sich durch einen achsensymmetrisch gespiegelten Rapport aus, welcher sich meist über die gesamte Breite zog. Nachdem die Firmeninhaber anfangs mit «Reals» gehandelt hatten, die sie direkt bei den Webern in Indien ankauften, begannen sie rasch, sogenannte «Imitations» in ihrer eigenen Manufaktur zu produzieren, um sich mit der Farbgebung und der Musterung besser an den Geschmack der Kundschaft in den afrikanischen Ländern anpassen zu können. Wie verschiedene andere Firmen war auch die 1872 gegründete Firma Fröhlich Brunnschweiler & Cie. in Ennenda bestrebt, mit dem Handel von Handkerchiefs auf den Märkten der englischen Kolonien in Westafrika Fuss zu fassen. Zu diesem Zweck entsandte man junge Familienmitglieder, die vor Ort Handelsbeziehungen aufbauten. In Nigeria fand die Firma einen zuverlässigen Absatzmarkt für ihre «Imitations», deren Verwendung als Kopf- oder Hüfttuch bei den Frauen und Männern der Igbo sehr verbreitet war. Unter den ausschliesslich karierten Stoffen in zwei bis fünf Farben erfreute sich vor allem der rot-weisse Strawberry Ground grosser Beliebtheit. (Julia Klinner)

Stoffcoupon, Handkerchief – Strawberry Ground, 1910–1920
Herstellung: Fröhlich Brunnschweiler & Cie., Ennenda, CH
Material/Technik: Baumwolle, Leinwandbindung
93 × 89 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
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Literatur

Sigrid Barten (Hg.), Kreuz und Quer der Farben. Karo- und Streifenstoffe der Schweiz für Afrika, Indonesien und die Türkei, Ausst.-Kat. Museum Bellerive, Zürich 1997.

Legenden

Stoffcoupon, Handkerchief – Strawberry Ground, 1910–1920, Herstellung: Fröhlich Brunnschweiler & Cie., Ennenda, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stoffcoupon, Pestemal (auch Futah), 1910–1914, Herstellung: Fröhlich Brunnschweiler & Cie., Ennenda, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stoffcoupon, Pestemal (auch Futah), 1910–1914, Herstellung: Fröhlich Brunnschweiler & Cie., Ennenda, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stoffcoupon, Handkerchief, 1910–1920, Herstellung: Fröhlich Brunnschweiler & Cie., Ennenda, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Stoffcoupon, Handkerchief, 1924–1928, Herstellung: Fröhlich Brunnschweiler & Cie., Ennenda, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Der Nigerianische Angestellte Amusa Erogbogbo zeigt vor dem Verkaufsladen, wie die Handkerchiefs getragen werden, 1938, Fotografie: Norman Fröhlich
Abbildung: Sigrid Barten (Hg.), Kreuz und Quer der Farben: Karo- und Streifenstoffe der Schweiz für Afrika, Indonesien und die Türkei, Zürich 1997 / Archiv Norman Fröhlich

Ausstellungstext
Fröhlich Brunnschweiler & Cie. – Webstoffe

Die Firma Fröhlich Brunnschweiler & Cie. in Ennenda produziert von 1872 bis in die 1940er- Jahre vorwiegend baumwollene Streifen- und Karogewebe für den Export. Für den türkischen Markt entstehen die luftig gewebten Badetücher Pestemal in unterschiedlicher Streifenbreite und Farbkombination, während sich auf dem afrikanischen Markt, etwa in Nigeria, der Strawberry Ground aus verwebtem Rot und Weiss als besonders beliebt erweist. Dieser ist den indischen Madras-Handkerchiefs nachempfunden.