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Werbeinserat, Bech Electronic Centre, 1959–61
Karl Gerstner
Werbeinserat, Bech Electronic Centre
Karl Gerstner,

Werbeinserat, Bech Electronic Centre,
1959–61

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Bech Electronic Centre Karl Gerstner Werbeinserat
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Die Basler Agentur Gerstner + Kutter, die in den 1960er-Jahren unter dem Namen Gerstner, Gredinger + Kutter GGK internationale Erfolge feierte, gilt vor allem in ihrer Frühphase als stilbildend. Der Grafiker Karl Gerstner (1930–2017) fand in Markus Kutter (1925–2005) den idealen Texter – und umgekehrt. Sie machten intelligente Werbung auf untypische Weise, steigerten die Kraft der Werbeaussage durch integrale Wort- und Formspiele. So auch bei diesem Inserat für das Bech Electronic Centre von 1959/1960.

Obschon der Werbeberuf in Gestalterkreisen verpönt war, gründeten der Grafiker Karl Gerstner und der Historiker Markus Kutter 1959 ihre eigene Agentur Gerstner + Kutter – Werbung, Graphik und Publizität in Basel. Die beiden hatten zuvor bei der Chemiefirma J.R. Geigy AG gearbeitet – Gerstner als Grafiker, Kutter als Pressechef – und zusammen zwei wegweisende Bücher herausgegeben: den synthetischen Roman Schiff nach Europa (1957) und den Jubiläumsdoppelband Geigy 1758 bis 1939 und Geigy heute zum 200-jährigen Bestehen der Firma Geigy (1958). In beiden Werken bilden Idee, Text und Gestaltung eine integrale Einheit. Dieses Prinzip, das Gerstner 1959 «integrale Typographie» nannte und in seinem Kultbuch Programme entwerfen (1964) zur interdisziplinären Methode erweiterte, kam auch bei der Konzeption von Erscheinungsbildern und Werbekampagnen zum Tragen. So beispielsweise bei der Gestaltung des visuellen Auftritts des Zürcher Elektronikgeschäfts Bech Electronic Centre ab 1959. Gerstner erkannte, dass sich der Firmenname für Wortspiele eignete und erhob diese Einsicht zum konzeptuellen Leitfaden. Indem er die Wortkombinationen auf den Drucksachen und Werbemitteln variierte, machte er diese interessanter. Die Varianten suggerierten zudem die elektronische Serienbildung. Beim halbseitigen Tageszeitungsinserat gliederte er den üppigen Werbetext von Kutter so, dass dieser abschnittsweise wie in einem Verzeichnis unter den fetten Versalien stand. Diese bereiteten das Wortspiel des Firmenlogos vor. (Barbara Junod)

Werbeinserat, Bech Electronic Centre, 1959–1961
Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner
Text: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Markus Kutter
Auftrag: Bech Elechtronic Center, Zürich, CH
Material/Technik: Papier, Offsetdruck
27.7 x 34.1 cm
Donation: Gerstner, Gredinger + Kutter, Werbeagentur AG, Basel, CH
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Richard Hollis, Schweizer Grafik. Die Entwicklung eines internationalen Stils. 1920–1965, Basel/Boston/Berlin, 2006, S. 180–183, 228–233.

Manfred Kröplien (Hg.), Karl Gerstner. Rückblick auf 5 x 10 Jahre Graphik Design etc., Ostfildern-Ruit 2001, insbesondere S. 12–15, 50–51, 56–57.

Karl Gerstner, Programme entwerfen, Teufen 1964, insbesondere S. 57–76.

Hans Neuburg, «Neuzeitliche Werbegrafik als Einheit von Idee, Text und Form», in: Neue Grafik//New Graphic Design/Graphisme actuel 6 (1960), S. 18–34.

Legendeno

Werbeinserat, Bech Electronic Centre, 1959–1961, Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner, Donation: Gerstner, Gredinger + Kutter, Werbeagentur AG, Basel, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Visitenkarte, Rudolf F. Bech – Bech Electronic Centre, 1959 61, Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner, Donation: Gerstner, Gredinger + Kutter, Werbeagentur AG, Basel, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Entwurf für Rechnungsformular, Bech Electronic Centre, 1959 61, Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner, Donation: Gerstner, Gredinger + Kutter, Werbeagentur AG, Basel, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Bech Electronic Centre, 1959, Schweiz, Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Neujahrskarte, Bech Electronic Centre, 1959 61, Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner, Donation: Gerstner, Gredinger + Kutter, Werbeagentur AG, Basel, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Papiertüte, Bech Electronic Centre, 1959–61, Gestaltung: Gerstner + Kutter, Basel, CH / Karl Gerstner, Donation: Gerstner, Gredinger + Kutter, Werbeagentur AG, Basel, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Bech Electronic Centre

Die Basler Werbeagentur Gerstner + Kutter macht ab 1959 mit neuen visuellen Konzepten auf sich aufmerksam. Geleitet wird sie vom Grafiker Karl Gerstner (1930 – 2017) und dem Historiker und Texter Markus Kutter (1925 –2005). Sie verstehen Idee, Text und Form als ein sich durchdringendes Ganzes und entwerfen «Programme» als Mittel zur Lösung von Designproblemen. Beim visuellen Auftritt für das Fachgeschäft Bech Electronic Centre wird das Wortspiel mit dem Firmenlogo zum medienumfassenden Programm.