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Vase, Lotus, 1902
Roelof Sterken
Vase, Lotus
Roelof Sterken,

Vase, Lotus,
1902

Roelof Sterken
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Lotus Roelof Sterken Vase
  • Lotus Roelof Sterken Vase
  • Lotus Roelof Sterken Vase
  • Lotus Roelof Sterken Vase
  • Lotus Roelof Sterken Vase
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Das hauchzarte Eierschalenporzellan der holländischen Manufaktur Rozenburg besticht durch seine eigenwillige Form und ätherische Ausstrahlung. Das ornamentale Dekor inspiriert sich an javanischer Batik sowie japanischen Holzschnitten und bindet Motive aus der Tier- und Pflanzenwelt in intensiver Farbgebung ein.

Aus der quadratischen Standfläche der Vase wölbt sich die Wandung mit acht Graten vor, eine kantige Form, die typisch war für die Blütezeit der Manufaktur (1900 bis 1904). Der Lotus dominiert die Komposition, die sich auf den vier flächigen Seiten der Vase in Variationen entwickelt. Auf dem federleichten Fritten- oder Eierschalenporzellan mutieren die starken Stiele des Lotus zu fein gepunkteten Linien, auf denen die schweren Köpfe zu balancieren scheinen und ihr Innenleben in geradezu aufreizender Art präsentieren. Stilistisch inspirierte sich das Dekor an javanischer Batik wie auch am japanischen Holzschnitt, etwa im Fall der pointilistisch ausgeführten Farbflächen, die den Hintergrund strukturieren. Auf Betreiben Wolf von Gutenbergs entstand 1883 im Landhaus Rozenburg in Den Haag eine Manufaktur, in der dieser – als ehemaliger Porzellandekorateur in Delft – einen eigenen Zweig der dortigen typischen Blau-Weiss-Malerei anstrebte. Erst unter dem ausgebildeten Architekten Jurriaan Kok als künstlerischem Leiter und in Zusammenarbeit mit dem Chemiker M. N. Engelen glückte 1899 der Wechsel zum kunstvollen Porzellan. Das neue Material liess sich in bis dahin undenkbare Formen giessen und ergab ein durchscheinendes, jedoch stabiles Endprodukt. Die kantige Bauweise verhinderte zudem das Einsacken der Gefässe während des Brandes bei hohen Temperaturen. Der Erfolg der Firma Rozenburg setzte unmittelbar nach der Präsentation der Produkte auf der Pariser Weltausstellung 1900 ein, ebbte aber wegen der hohen Preise der Stücke nach 1914 wieder ab. 1917 schloss die Firma ihre Tore. (Sabine Flaschberger)

Vase, Lotus, 1902
Dekormalerei: Roelof Sterken
Herstellung: Haagsche Plateelbakkerij Rozenburg, Den Haag, NL
Material/Technik: Frittenporzellan, bemalt
20.7 x 8.2 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Legendeno

Vase, Lotus, 1902, Herstellung: Haagsche Plateelbakkerij Rozenburg, Den Haag, NL
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase, Iris, um 1905, Herstellung: Plateelbakkerij Zuid Holland, Gouda, NL
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Tasse mit Untertasse, Islandmohn, 1902, Herstellung: Haagsche Plateelbakkerij Rozenburg, Den Haag, NL
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Deckeldose, 1908, Entwurf: Christiaan Johannes van der Hoef, Herstellung: Amphora, Oegstgeest, NL

Teeservice, 1905, Herstellung: Fabriek van Gebruiks- en Sieraardewerk enz. Voorheen Amstelhoek, Omval, NL
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Tasse mit Untertasse, Chrysanthemen, 1907, Herstellung: Haagsche Plateelbakkerij Rozenburg, Den Haag, NL
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK