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Plakat, Luzern – Lido, um 1932
Albert Solbach
Plakat, Luzern – Lido,
Albert Solbach,

Plakat, Luzern – Lido,
um 1932

Albert Solbach
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
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Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Luzern – Lido Albert Solbach
  • Luzern – Lido Albert Solbach
  • Luzern – Lido Albert Solbach
  • Luzern – Lido Albert Solbach
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In den 1930er-Jahren entstanden, angeregt von der Lebensreformbewegung, schweizweit neue Volksbäder, die Männern und Frauen das gemeinsame Vergnügen im und am Wasser gestatteten. Albert Solbach (Lebensdaten unbekannt) verewigte in seinem Plakat das Strandbad Luzern und huldigte mit seiner sportlichen Wasserskifahrerin dem Fortschrittsglauben.

Die Volksbäder der 1930er-Jahre standen für eine bis anhin unbekannte Körper- und Freizeitkultur, die durch geregelte Ferienansprüche und veränderte moralische Vorstellungen möglich wurde. Albert Solbachs androgyne Protagonistin mit ihrem durchtrainierten Körper und dem unter einer Badekappe verborgenen Haar ist die direkte Nachfahrin der australischen Sportschwimmerin Annette Kellermann. Diese wurde 1907 wegen unsittlicher Badebekleidung verhaftet und sorgte vor Gericht dafür, dass sich der Einteiler mit angeschnittenem Hosenbein endlich als weibliches Schwimmkostüm durchsetzte.
Solbach rückte auch den durch Leichtigkeit und Eleganz bestechenden Säulenbau des Garderobentrakts von Arnold Berger (1882–1956) in den Blick. Viele weitere Plakate der Zeit bewarben die neuen Bäder. Nicht nur war es dabei legitim, leichtbekleidete Frauen zu zeigen. Auch der modernen Bäderarchitektur und dem Bäderpionier Beda Hefti (1897–1981) wurde damit ein Denkmal gesetzt. (Bettina Richter)

Plakat, Luzern – Lido, um 1932
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Albert Solbach
Auftrag: Verkehrsverein Luzern, CH
Material / Technik: Lithografie
127 × 90 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Association des Amis de l’affiche suisse (Hg.), Paradis à vendre. Un siècle d’affiches touristiques suisses, Neuenburg/Genf 2005.

Bettina Richter, «Von der androgynen Sportlerin zur verführerischen Venus», in: Kunst + Architektur, Nr. 2 (2013), S. 56–63.

Legendeno

Plakat, Luzern – Lido, um 1932, Schweiz, Gestaltung: Albert Solbach
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Diepoldsau, 1934, Schweiz, Gestaltung: Jakob Weder
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Strandbad Weinfelden, 1935, Schweiz, Gestaltung: Hans Meyenhofer
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Strandbad Interlaken, 1932, Schweiz, Gestaltung: Martin Peikert, Donation: Suzanne Marie Peikert-Borboën
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Schwimmbad Heiden, 1932, Schweiz, Gestaltung: unbekannt
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Albert Solbach - Luzern Lido

Um 1930 können sich Frauen und Männer erstmals gemeinsam in den neu eröffneten Volksbädern im und am Wasser vergnügen. Albert Solbach, ein weitgehend unbekannter Künstler und Gestalter, rückt wie viele seiner Zeitgenossen eine androgyne Badende in den Mittelpunkt seines Plakats für das Luzerner Strandbad. Arnold Berger realisiert den eleganten Säulenbau des Garderobentrakts im Jahr 1929. Mit dem Schriftzug Luzern und der Bergkulisse bildet dieser eine beruhigende Horizontale hinter den gekreuzten Diagonalen von Seeufer und Frauenkörper.