Das ist die eGuide-Nummer des Objekts. Sie finden sie in der Ausstellung bei ausgewählten Objekten.
Das ist die Standort-Nummer des Objekts.
Klicken Sie hier, um zum Hauptmenü zu gelangen.
Klicken Sie hier, um die Sprache zu ändern.
Klicken Sie hier, um die Schriftgrösse zu ändern und sich anzumelden.
Klicken Sie hier, um den Standort des Objekts anzuzeigen.
Vergrössern Sie Bilder mit zwei Fingern, rotieren Sie 360°-Bilder mit einem Finger. Schieben Sie ein Bild weg, um zum nächsten zu gelangen.
Klicken Sie hier für Hintergrundinformationen, Biografien, Legenden etc.
Klicken Sie hier, um sich Sprechtexte oder Tondateien anzuhören.
Teilen Sie ein Objekt.
Laden Sie es als PDF herunter.
Oder fügen Sie es zu den gespeicherten Objekten hinzu.
 
Vase, Modell Nr. 93, 1919
Francois Décorchemont
Vase, Modell Nr. 93
Francois Décorchemont,

Vase, Modell Nr. 93,
1919

Francois Décorchemont
*1038
g1L1
f Objekt e
[{"lat":47.38283726027688,"lng":8.53574335858957},{"floor":"floorplan-ug"}]
UG
EG
1
2
2
Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Modell Nr. 93 Francois Décorchemont Vase
  • Modell Nr. 93 Francois Décorchemont Vase
6
7
Text anhören
j

Der hochkomplexe Prozess der Pâte de cristal-Technik hat in François Décorchemont (1880–1971) einen Meister gefunden. Aus der raffinierten Umrisslinie des Bechers materialisieren sich fünf detailreiche weibliche Köpfchen, die aus der Antike in die Zukunft des Art déco blicken.

Im September 1976 teilte der Schulvorstand der Stadt Zürich dem Schulamt mit, dass auf Wunsch der Kuratorin des Museum Bellerive für 16.300 Schweizer Franken eine Vase des berühmten französischen Glaskünstlers François Décorchemont angekauft werde, um die Sammlung (die heute Teil des Museum für Gestaltung Zürich ist) «um ein sehr hervorragendes Objekt» zu bereichern. Der aussergewöhnliche Ankauf betraf die dekorative Bechervase aus Pâte de cristal. Décorchemont hatte sich nach Ende des Ersten Weltkriegs wieder zurück an seine Öfen in seiner Geburtsstadt im normannischen Conches begeben, wo er 1902 – begeistert von den Werkstücken seines Landsmanns Albert-Louis Dammouse – mit der Glasmasse Pâte de verre zu arbeiten begann. In eine Künstlerfamilie hineingeboren, studierte Décorchemont bei seinem Vater Malerei und Keramik und verbrachte lange Jahre mit technischen Experimenten. Glas wurde zunächst mit Silikaten versetzt, als erstarrtes Material pulverisiert und unter Beigabe von Quittenkernen (als Bindemittel) als Grundmasse benutzt. In späteren Jahren griff Décorchemont auf fertige Rohmasse zurück. Die Feuerung erfolgte auf unterschiedlichen Hitzestufen, und die tagelange kontrollierte Abkühlung schloss den Prozess ab. Dass zahlreiche Stücke durch Risse in den schwer zu steuernden Koksöfen verlorengingen, machte die wenigen perfekten Stücke so kostbar. Erst ein ölgeheizter Ofen ermöglichte bessere Bedingungen, während sich in der Gestaltung die stilistischen Impulse des Art déco durchsetzten. (Sabine Flaschberger)

Vase, Modell Nr. 93, 1919
Entwurf/Ausführung: Francois Décorchemont
Material/Technik: Glas, formgeschmolzen, poliert
13.8 x 10.9 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Victor Arvas, Glas vom Jugendstil zur Art Deco, Originalausgabe 1987, dt. Auflage, Hongkong 1987.

Museum Bellerive (Hg.), Glas, Historismus, Jugendstil, Zwanziger Jahre, Bd.2, Zürich 1995.

Brief des Schulvorstands an das Schulamt der Stadt Zürich, 17.9.1976.

Legendeno

Vase, Modell Nr. 93, 1919, Entwurf/Ausführung: Francois Décorchemont
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Vase, 1927, Entwurf/Ausführung: Francois Décorchemont
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Bol breton, Modell Nr. 105, 1920, Entwurf/Ausführung: Francois Décorchemont
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Korrespondenz, Verfügung des Schulvorstandes zum Ankauf einer Glasvase von Francois Décorchemont, Kunstgewerbemuseum Zürich, 1976
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Opak

Glasgefässe in opaker Qualität bannen den Blick der Betrachter auf der Oberfläche. Unterschiedliche Grade der Abschirmung, komplexe Beschichtungs- und Gravurtechniken bilden die Grundlage und den Spielraum für Assoziationen rund um Motive aus der Natur. Die römischen Salbgefässe und das Zwillingsbalsamarium verblüffen durch die Perfektion des miniaturisierten Dekors und verorten das Genre der Glasverarbeitung unter anderem auch in der Antike.