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Sachfotografie, Riemenscheiben, um 1928
Albert Renger-Patzsch
Sachfotografie, Riemenscheiben
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um 1928

Albert Renger-Patzsch
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Riemenscheiben Albert Renger-Patzsch Sachfotografie
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  • Riemenscheiben Albert Renger-Patzsch Sachfotografie
  • Riemenscheiben Albert Renger-Patzsch Sachfotografie
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Mit seinem Fotobuch Die Welt ist schön, das er zunächst Die Dinge nennen wollte, wurde Albert Renger-Patzsch (1897–1966) international bekannt. Der Mitbegründer der Neuen Fotografie wollte nichts Geringeres als das Wesen der Gegenstände erfassen – egal ob sie der Natur oder der Technik entstammen.

Der Berufsfotograf Albert Renger-Patzsch beschäftigte sich von Beginn an mit den Formen und Strukturen von Maschinen, dem Oberflächenreiz von Schlangenhaut oder dem Feingefühl von Töpferhänden. Mit seinem Lebenswerk trug er dazu bei, das Alltägliche neu zu sehen – oder überhaupt erst wahrzunehmen. Dabei verstand er sich als Handwerker und Techniker, nicht als Künstler. Er war überzeugt, dass es notwendig und auch möglich sei, jedes Objekt auf eine objektive Art zu erfassen, die durch das Wesen des Objekts selber angeregt sei. Was nach einem Zirkelschluss klang, meinte: Ein Bild ist schön, weil das dargestellte Objekt schön ist. Dieser realistische Ansatz bedeutete auch: Wir sollen das Ding sehen, nicht das Bild des Dings. Idealerweise war das fotografische Bild selbst also «unsichtbar», womit auch sein Urheber unsichtbar wurde. Dieses Arbeiten ohne bewussten eigenen Stil wurde indes rasch selbst zum Stil, den andere aufgreifen konnten. Renger-Patzsch arbeitete in den ersten Jahren meist auftragsgebunden. Die Riemenscheiben nahm er in der Fabrikhalle der Siemens Elektrowärme GmbH auf, die Bügeleisen und andere elektrisch beheizte Geräte produzierte. Von dort sind keine weiteren Aufnahmen bekannt: Die Welt ist schön zeigte 100 ausgewählte Bilder in ihrem Eigenwert, jenseits des jeweiligen ursprünglichen Auftragskontexts. So wie er auch die einzelnen Objekte bevorzugt in Nahsicht wiedergab, losgelöst vom räumlichen, sozialen oder gar historischen Kontext. (Andres Janser)

Sachfotografie, Riemenscheiben, um 1928
Fotografie: Albert Renger-Patzsch
Auftrag: Siemens Elektrowärme GmbH, Neu-Sörnewitz, DE
Material/Technik: Barytpapier, s/w-Fotografie
17.2 × 23 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Albert Renger-Patzsch, Die Welt ist schön, München 1928.

Kunstgewerbemuseum Zürich, Photographien Albert Renger-Patzsch. Aufnahmen aus Natur und Technik, 1928.

Ann und Jürgen Wilde/Thomas Weski (Hg.), Albert Renger-Patzsch. Meisterwerke, München 1997.

SK Stiftung Kultur (Hg.), August Sander, Karl Blossfeldt, Albert Renger-Patzsch, Bernd und Hilla Becher. Vergleichende Konzeptionen, München 1997.

Legendeno

Sachfotografie, Riemenscheiben, um 1928, Fotografie: Albert Renger-Patzsch
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sachfotografie, Laufschiene einer Seilbahn, um 1928, Fotografie: Albert Renger-Patzsch
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Naturfotografie, Natterkopf, 1925–28, Fotografie: Albert Renger-Patzsch
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Sachfotografie, Töpferhände, um 1928, Fotografie: Albert Renger-Patzsch
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Naturfotografie, Sempervivum percarneum, um 1928, Fotografie: Albert Renger-Patzsch
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotobuch, Umschlag, Die Welt ist schön – Einhundert photographische Aufnahmen von Albert Renger-Patzsch, 1928, Herausgabe: Einhorn-Verlag, München, DE
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Albert Renger-Patzsch - Neue Fotografie

Albert Renger-Patzsch (1897 − 1966) will nichts Geringeres, als das Wesen der Dinge erfassen – egal ob sie der Natur oder der Technik ent-stammen. Sein Buch Die Welt ist schön (1928), das zunächst Die Dinge heissen sollte, zeigt die Gegenstände meist in Nahsicht und damit losgelöst vom Kontext: Er fotografiert sie auf eine «objektive» Art, die in seinen Augen durch das Wesen des jeweiligen Objekts angeregt ist. Ein solches Arbeiten ohne eigenen Stil wird rasch selbst zum Stil und erhält den Namen Neue Fotografie.