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Plakat, Drei Glocken, um 1956
Donald Brun
Plakat, Drei Glocken,
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Plakat, Drei Glocken,
um 1956

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Drei Glocken Donald Brun
  • Drei Glocken Donald Brun
  • Drei Glocken Donald Brun
  • Drei Glocken Donald Brun
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Donald Brun (1909–1999) gelang es stets, seine virtuose Vielseitigkeit dem jeweiligen Interesse des Kunden unterzuordnen. In einem konventionellen, erzählerischen Stil schuf er für die deutsche Nudelfirma Drei Glocken Werbeplakate, die ganz von ihrer Protagonistin leben.

Vorsichtig schüttet das lächelnde Puppenmädchen Nudeln in den heissen Topf, die blau-goldene Verpackung ist gut sichtbar. Die Kundinnen sollen sich die Verpackung visuell einprägen, um in den ersten Selbstbedienungsläden der Nachkriegszeit danach zu greifen. Das Markenzeichen der drei Glocken findet sich in der Halskette der Köchin wiederholt. Bruns rothaarige Werbefigur, die auch auf weiteren Plakaten der Drei Glocken GmbH auftritt, hat ausserdem eine Schwester: das Persil-Gritli.
Brun entwarf diese kindlich-erotischen Haushaltshelferinnen in den 1940er-Jahren. Das Persil-Gritli erfreute sich so grosser Beliebtheit, dass es zum Jubiläum der Waschmittelfirma Henkel 1956 als Puppe auf den Markt kam. Geschickt verband Brun hier Werbebotschaften mit gesellschaftspolitischen Implikationen: Hausarbeit wird durch moderne Produkte zum Kinderspiel und lässt den Frauen genügend Freizeit, um sich um ihre Schönheit zu kümmern. Und doch soll sie fest in Frauenhand bleiben, die Erziehung zur Hausfrau beginnt schon im Mädchenalter. (Bettina Richter)

Plakat, Drei Glocken, um 1956
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Donald Brun
Auftrag: Drei Glocken GmbH, Weinheim, DE
Material / Technik: Lithografie
42 × 29.5 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Donation: Guido Tön AG, Zürich, CH
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Donald Brun, Poster Collection 2, Baden 2001.

Biografieo
Donald Brun
Donald Brun
*1909 in Basel
†1999 in Clarens

Donald Brun absolvierte zunächst eine Lehre als Reklamezeichner bei Ernst Keiser in Basel und besuchte anschliessend die Fachklasse für Grafik an der Allgemeinen Gewerbeschule bei Paul Kammüller. Danach setzte er seine Ausbildung in Berlin an der Akademie für Freie und Angewandte Kunst fort, wo er bis 1931/32 beim Nestor der deutschen Gebrauchsgrafik Oskar H. W. Hadank sowie bei Ernst Böhm studierte. 1933 gründete er sein eigenes Atelier in Basel. In den Jahren 1945 bis 1947 unterrichtete Brun zudem im Teilpensum als Fachlehrer an der Kunstgewerbeschule Basel. 1977 gab er seine beruflichen Tätigkeiten auf und zog sich nach Clarens an den Genfersee zurück, wo er sich der freien künstlerischen Arbeit widmete. Brun war auf allen Gebieten der visuellen Kommunikation tätig. Mit seinem Plakatschaffen zählt er zu den Werbern der ersten Stunde. Nicht die eigene Künstlerhandschrift, sondern die adäquate Umsetzung der Werbebotschaft war ihm oberstes Ziel. So gehorchten seine Plakate den Anforderungen der noch jungen Konsumgesellschaft. Die Darstellung der Dinglichkeit von Produkten im Stil des Sachplakats steht neben humoristischen, erzählerischen Varianten und grafisch strengen Umsetzungen. Mit seinen Plakaten für Persil oder Bally nahm Brun zudem den Kampagnencharakter heutiger Werbestrategien vorweg. Neben der Gestaltung von Plakaten hatte die Realisierung von Messeständen für ihn primären Stellenwert. 1939 wirkte er beispielsweise an der Gestaltung des Modepavillons an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich mit. Über einige Jahre hinweg war er zudem Ausstellungsleiter der Mustermesse Basel. Brun gehörte zu den Initianten der Alliance Graphique Internationale (AGI) und war einer der Pioniere des Verbands Schweizer Graphiker sowie des Goldenen Pinsels, einer alljährlich für gute Werbung verliehenen Auszeichnung. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Museum für Gestaltung Zürich, Bettina Richter (Hg.), Donald Brun, Poster Collection 2, Baden 2001.
http://poster-auctioneer.com/flip_book/cat/plakatgestalter

Porträt Donald Brun
Abbildung: Archiv Roland Kupper / Fotografie: Erich Kupper

Legendeno

Plakat, Drei Glocken, um 1956, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun, Donation: Guido Tön AG, Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, 3 Glocken Eiernudeln, um 1957, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun, Donation: Guido Tön AG, Zürich, CH
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Persil, 1946, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Es git nüt bessers als Persil, 1945, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Es git nüt bessers als Persil, 1944, Schweiz, Gestaltung: Donald Brun
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Konsumplakate - Küche

Plakate, die Nahrungsmittel oder kleine und grosse Küchenhelfer bewerben, haben seit jeher Konjunktur. Neben der Qualität der vorgeführten Produkte geht es immer auch um das Argument der Zeit- und Kostenersparnis. Abgepackte Fertigprodukte und technische Errungenschaften machen Küchenarbeit scheinbar zum Kinderspiel, wie es die Puppenköchin von Donald Brun (1909 – 1999) suggeriert. Trotz aller modernen Errungenschaften sind es noch heute meist Frauen, die auf Haushaltsplakaten verewigt werden.