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Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna, 1963
René Burri
Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna
René Burri,

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna,
1963

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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna René Burri Fotografie
  • Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna René Burri Fotografie
  • Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna René Burri Fotografie
  • Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna René Burri Fotografie
  • Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna René Burri Fotografie
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René Burri im Gespräch
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Nur wenige Fotografien brennen sich ins kollektive Gedächtnis der Menschheit ein. Der kubanische Revolutionär Che Guevara (1928–1967), fotografiert von René Burri (1933–2014), ist ein solches Bild. 1963, kurz nach der Kubakrise, welche die Welt beinahe in einen Atomkrieg stürzte, traf Burri den jungen Industrieminister in La Havanna. Bei seiner Erstveröffentlichung im Magazin Look war die Fotografie noch stark beschnitten. Erst durch die Hippie- und Kommunenszene Ende der 1960er-Jahre avancierte das Bild zu einer Ikone der Jugendkultur.

Das querformatige Porträt eines selbstbewusst blickenden Che Guevara ist mit Sicherheit René Burris bekanntestes Bild – eine Ikone der Fotografie im 20. Jahrhundert mit weltweiter Verbreitung. Die Aufnahme ist Teil einer grösseren Kuba-Reportage, die der Fotograf im Januar 1963 im Auftrag der amerikanischen Illustrierten Look (gemeinsam mit der schwedischen Journalistin Laura Berquist) erarbeitet hat. Ein Interviewtermin in Che Guevaras Industrieministerium in Havanna bot die Gelegenheit für eine beachtliche Porträtserie, die auch einen nachdenklichen, müden, lachenden oder verschmitzten Che Guevara zeigt. Den Weg in unser kollektives Gedächtnis freilich hat allein das Brustbild des stolzen Revolutionärs gefunden: Erstmals abgedruckt in Look am 9. April 1963, wurde es allerdings nur klein reproduziert, stark beschnitten und ganz am Ende der mehrseitigen Reportage aufgeführt. In der Folge haben Plakate, Postkarten, T-Shirts, Seifen, Weinetiketten, selbst Kondome oder Uhren (selten unter Einhaltung des Copyrights) dem Bild zu globaler Aufmerksamkeit verholfen und es zur absoluten «Che-Devotionalie» werden lassen. Alberto Korda, der ebenfalls eine Che-Ikone fotografiert hatte, witzelte bei einem Treffen mit René Burri: «Ich habe das berühmteste Che Portrait fotografiert.» Burri konterte: «Ja, das stimmt. Aber ich habe das beste Portrait des Comandante geschossen!» (Christian Brändle)

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna, Kuba, 1963 (Modern Print 2013)
Fotografie: René Burri
Bildquelle: Magnum, Paris, FR
Auftrag: Magazin Look, Des Moines, US
Material/Technik: Fotopapier, s/w-Fotografie, Modern Print
23.2 × 34.8 cm
Donation: René Burri
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Biografieo
René Burri
René Burri
*1933 in Zürich
†2014 in Zürich

René Burri gehört zu den international bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Nach seiner Ausbildung bei Hans Finsler und Alfred Willimann an der Zürcher Kunstgewerbeschule (1949–1953) knüpfte er 1955 erste Kontakte zur Agentur Magnum und begegnete erstmals dem Baumeister Le Corbusier, mit dessen Leben und Werk er sich in den Folgejahren intensiv beschäftigen sollte. Als Magnum-Korrespondent unternahm Burri unzählige Reisen an die Schauplätze des Weltgeschehens. Von der Suez-Krise um 1956 bis zum Massaker von Tienanmen von 1989 hielt er die historischen Ereignisse für Life, Look, Paris-Match, Epoca, The Sunday Times Magazine, The New York Times, Stern, Du usw. fest. Er interessierte sich aber auch für den Alltag der Menschen in Ländern wie Brasilien, China, Palästina, Vietnam und Deutschland. Seine Porträts einflussreicher Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Ernesto Che Guevara, Muhammad Anwar as-Sadat, Le Corbusier, Pablo Picasso und Alberto Giacometti zählen zu den Bildikonen des 20. Jahrhunderts. 1959 veröffentlichte Burri in der Zeitschrift Du seinen Bildessay über das Leben der Gauchos in Lateinamerika. 1960 trat er mit einer aufsehenerregenden Reportage und einer Ausstellung über Die Deutschen an die Öffentlichkeit. 1963 folgte im Auftrag der Zeitschrift Look ein grosser Bildbericht über Kuba, für den er auch Fidel Castro und Che Guevara porträtierte. Im selben Jahr reiste Burri nach Washington, um die Trauerfeierlichkeiten für den ermordeten John F. Kennedy zu fotografieren. 1969 begann er eine langjährige Serie zum Thema moderne Architektur für das Daily Telegraph Magazine. 1978 fotografierte er für das Magazin Stern eine Reportage über Argentinien im Zeichen der Militärjunta. Zwei Jahre nachdem Burri zum Präsidenten von Magnum Paris gewählt wurde, zeigte das Kunsthaus Zürich 1984 die erste grosse Retrospektive Burris unter dem Titel One World. Dieser folgten weitere Ausstellungen sowie zahlreiche Auszeichnungen. Parallel zu seiner Arbeit in Schwarz-Weiss arbeitete Burri seit 1967 auch in Farbe und drehte Dokumentarfilme. Ihm ist es gelungen, sich jeder Einordnung in einen Stil oder eine Schule zu entziehen und seine eigene, unverwechselbare fotografische Handschrift zu entwickeln. (Andrea Eschbach, Barbara Junod)

Quelle:

Hans-Michael Koetzle, René Burri. Fotografien, Berlin 2004.

www.nzz.ch/aktuell/zuerich/zuercher_kultur/rene-burri-wird-80-jahre-alt-1.18060325.

Patrick Moser (Red.), René Burri – Le Corbusier intime, Villa Le Lac, Corseaux 2011.

Porträt René Burri, Fotografie: Kostas Maros, Abbildung: fotocommunity.de

Legendeno

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna, Kuba, 1963, Modern Print: 2013, Fotografie: René Burri, Donation: René Burri
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna, Kuba, 1963, Modern Print: 2013, Fotografie: René Burri, Donation: René Burri
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna, Kuba, 1963, Modern Print: 2013, Fotografie: René Burri, Donation: René Burri
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Industrieministerium Havanna, Kuba, 1963, Modern Print: 2013, Fotografie: René Burri, Donation: René Burri
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Ernesto «Che» Guevara, Zürich, Schweiz, 1993, Modern Print: 2013, Fotografie: René Burri, Donation: René Burri
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Fotografie, Guerrillero Heroico (Che Guevara), 5. März 1960, Fotografie: Alberto Korda
Abbildung: Paris Match, 19. August 1967 (Erstveröffentlichung)

Ausstellungstexto
René Burri – Che Guevara

Nur wenige Fotografien brennen sich ins kollektive Gedächtnis der Menschheit ein. Der kubanische Revolutionär Che, fotografiert von René Burri (1933 – 2014), ist ein solches Bild. 1963, kurz nach der Kubakrise, welche die Welt beinahe in einen Atomkrieg gestürzt hätte, trifft Burri den jungen Industrieminister in Havanna. Bei seiner Erstveröffentlichung im Magazin Look ist die Fotografie noch stark beschnitten. Erst durch die Hippie- und Kommunenszene Ende der 1960er-Jahre avanciert das Bild zu einer Ikone der Jugendkultur.