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Plakat, Horalka (La ciociara), 1962
Jaroslav Fišer
Plakat, Horalka (La ciociara),
Jaroslav Fišer,

Plakat, Horalka (La ciociara),
1962

Jaroslav Fišer
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Horalka (La ciociara) Jaroslav Fišer
  • Horalka (La ciociara) Jaroslav Fišer
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In der Tschechoslowakei der frühen 1960er-Jahre äusserte sich die gesellschaftliche und kulturelle Umbruchstimmung auch in einer neuen Ästhetik. Während in der offiziell geförderten Kunst weiterhin der sozialistische Realismus dominierte, wurde das Filmplakat zum kreativen Spielfeld.

Der Konstruktivismus und Surrealismus der Vorkriegszeit, aber auch internationale zeitgenössische Strömungen hatten im staatlichen Kunstbetrieb der ČSSR keinen Platz. In der angewandten Kunst hingegen fanden Maler künstlerische Freiräume, um mit stilistischen Vorbildern zu experimentieren. Zeitgleich eroberten ausländische Filme die Kinos.
Vittorio De Sicas Film La ciociara basiert auf einem Roman von Alberto Moravia. Er erzählt vom Überlebenskampf der schönen Cesira, dargestellt von Sophia Loren, und ihrer Tochter Rosetta im faschistischen Italien. Jaroslav Fišer (1919–2003) komprimiert das Melodram in einem expressiven Bild. Im Hintergrund, als vertikale Verlängerung der Schriftspalte, erkennt man die Figur der Rosetta, den Blick bannt jedoch die schmerzvolle Gestalt der Cesira im Bildvordergrund. Die im heftigen Duktus des Tachismus hingeworfene Komposition in der oberen Plakathälfte spiegelt ihre Emotion und ist auch als verdunkelte Sonne lesbar. (Bettina Richter)

Plakat, Horalka (Originalfilmtitel: La ciociara), 1962
Erscheinungsland: Tschechoslowakische Republik
Gestaltung: Jaroslav Fišer
Auftrag: Ústřední půjčovna filmů, Prag, CS
Material / Technik: Offset
41 × 29 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Donation: Peter Leuenberger
Literaturo

Dušan Brozman, «Eine bildnerische Angelegenheit. Das tschechische Filmplakat seit den sechziger Jahren», in: Wolfgang Beilenhoff, Martin Heller (Hg.), Das Filmplakat, Zürich 1995, S. 194–222.

Legendeno

Plakat, Horalka (Originalfilmtitel: La ciociara), 1962, Tschechoslowakische Republik, Gestaltung: Jaroslav Fišer, Donation: Peter Leuenberger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Zlaté kapradí, 1963, Tschechoslowakische Republik, Gestaltung: Jaroslav Fišer, Donation: Peter Leuenberger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakat, Jarní povětří, 1960, Tschechoslowakische Republik, Gestaltung: Jaroslav Fišer, Donation: Peter Leuenberger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Tschechoslowakischer Film

Im tschechoslowakischen Filmplakat geht es nie nur um die Abbildung des Filminhalts oder die prominente Bewerbung von Stars. Standfotos wie auch Porträts aus der Welt des Films dienen nur als Bildmaterial, das respektlos verfremdet, kreativ überarbeitet und in Collagetechnik neu montiert wird. Vittorio De Sicas Filmklassiker Und dennoch leben sie (La ciociara) im Mussolini-Faschismus angesiedelt und mit Sophia Loren in der Hauptrolle, findet seine Übersetzung in einem ebenso poetischen wie emotional berührenden Plakat.