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Plakat, Marque PKZ, 1923
Otto Baumberger
Plakat, Marque PKZ
Otto Baumberger,

Plakat, Marque PKZ,
1923

Otto Baumberger
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Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
Museumsplan
Museum für Gestaltung Zürich
Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 94
8031 Zürich
  • Marque PKZ Otto Baumberger Plakat
  • Marque PKZ Otto Baumberger Plakat
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Nicht der ganze Mantel, nur ein stark vergrösserter Mantelkragen nimmt die gesamte Plakatfläche ein. Mit grösster Genauigkeit wiedergegeben, täuscht er eine Fotografie vor. Otto Baumberger (1889–1961) gelang damit eine Ikone der Plakatgeschichte − rund 20 Jahre vor der Blütezeit des sogenannten Schweizer Sachplakats, das Produkte der Konsumkultur in dieser Detailtreue zur Schau stellte.

PKZ gehört zu den Unternehmen, die schon früh die Bedeutung der visuellen Kommunikation erkannten und für ihre Plakate namhafte Gestalter verpflichteten. Otto Baumberger, einer der produktivsten Plakatkünstler der Zeit, fand für jeden Auftrag die adäquate Umsetzung. Lange bevor Niklaus Stoecklin (1896–1982) in Basel zum Begründer des sogenannten Sachplakats wurde, verwies er mit diesem PKZ-Plakat auf die Wirksamkeit einer Werbestrategie, die das Produkt alleine ins Zentrum rückt. Er ging sogar noch weiter und malte mit hoher Präzision nur einen kleinen Ausschnitt des Artikels selbst. Baumbergers Plakat erregte in den 1920er-Jahren viel Aufmerksamkeit, da man es für eine Fotografie hielt und glaubte, eines der ersten Weltformatplakate in der damals noch neuen Technik vor Augen zu haben. Heute begeistert hingegen gerade die künstlerische Meisterschaft. Die verschiedenen Stoffe des Mantels, das raue dichte Wollgewebe und das samtweiche Futter sind mit haptischer Sinnlichkeit wiedergegeben. Sie zeugen in dieser Nahsichtigkeit ebenso von der Qualität des Mantels wie von dessen sauberer Verarbeitung. Das Etikett im Kragen schliesslich genügt als Textbotschaft. Entwürfe Baumbergers für dieses Plakat belegen, dass die Eleganz und Zeitlosigkeit des Kleidungsstücks durch den Entscheid für eine verhaltene Farbigkeit noch hervorgehoben wurden. Das Versprechen der Werbung drückt sich hier nicht im attraktiven Träger des Mantels aus, sondern einzig im angebotenen Produkt selbst. (Bettina Richter)

Plakat, Marque PKZ, 1923
Erscheinungsland: Schweiz
Gestaltung: Otto Baumberger
Auftrag: PKZ Burger Kehl & Co. AG, Zürich, CH
Material/Technik: Lithografie
128 x 90.5 cm
Eigentum: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK
Literaturo

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Otto Baumberger, Poster Collection 18, Zürich 2008

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Magie der Dinge, Poster Collection 24, Zürich 2012

Biografieo
Otto Baumberger
Otto Baumberger
*1889 in Zürich
†1961 in Weiningen

Nach Abbruch einer Textilzeichnerlehre liess sich Otto Baumberger im Grafischen Atelier Emil Winter in Zürich zum Lithografen ausbilden. Während der Lehrzeit besuchte er parallel die Kunstgewerbeschule Zürich sowie die private Stadlerschule. Es folgten Studienaufenthalte in München, Berlin, Paris und London. 1910 nahm Baumberger erstmals an einer Ausstellung der Zürcher Kunstgesellschaft teil. Nach seiner Rückkehr nach Zürich arbeitete er ab 1911 in der renommierten Graphischen Anstalt J. E. Wolfensberger als Lithograf und künstlerischer Leiter, ab 1916 im freien Auftragsverhältnis. Grafische Auftragsarbeiten sicherten ihm einerseits den Lebensunterhalt, andererseits ermöglichten sie ihm wiederholte Studienreisen und die freie künstlerische Arbeit. 1916-1933 unterrichtete Baumberger als Hilfslehrer an der Kunstgewerbeschule Zürich, 1931 erhielt er einen Lehrauftrag an der Architekturabteilung der ETH Zürich, 1947 wurde er dort zum ausserordentlichen Professor ernannt. Baumberger verstand seine Gebrauchsgrafik zeitlebens als Broterwerb. So feierte er zwar als Plakatgestalter Erfolge, erhoffte sich jedoch vergebens Ruhm als freier Künstler. Baumberger schuf rund 250 Plakate für unterschiedlichste Auftraggeber aus den Bereichen Tourismus, Politik, Kultur und Wirtschaft. In seiner Vielfalt verkörpert Baumbergers Werk exemplarisch die schweizerische Plakatgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit ihrer Entwicklung vom malerischen Künstlerplakat zum grafisch geprägten Corporate Design. (Andrea Eschbach)

Quelle:

Fotografie: Theo Frey Quelle: Arnold Erni, Kurator Otto Baumberger Museum für Gestaltung Zürich (Hg.), Otto Baumberger, Poster Collection 18, Baden 2008 Auskunft Arnold Erni, Kurator Otto Baumberger

Legendeno

Plakat, Marque PKZ, 1923, Schweiz, Gestaltung: Otto Baumberger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakatentwurf, Marque PKZ,1923, Gestaltung: Otto Baumberger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Plakatentwurf, Marque PKZ,1923, Gestaltung: Otto Baumberger
Abbildung: Museum für Gestaltung Zürich / ZHdK

Ausstellungstexto
Otto Baumberger - PKZ

Lange Jahre vor der Ära des Sachplakats gestaltet Otto Baumberger (1889 – 1961) für PKZ sein berühmtes Mantelplakat. Es zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Kleidungsstücks. Das glänzende anschmiegsame Innenfutter und das dichte Wollgewebe des Mantels sind ebenso Qualitätsgarantie wie die sorgfältige Verarbeitung, die detailgetreu ins Bild gesetzt wird. 1923 erlangt das Plakat vor allem Berühmtheit, weil es für eines der ersten Fotoplakate gehalten wird, heute indes betört die virtuose malerische Wiedergabe.